Informationen zu Schnelltests und zum Impfen für Düsseldorfer Unternehmen

Wer hat einen Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest?
Jeder mit Wohnsitz in Deutschland kann sich mindestens 1 x wöchentlich kostenlos testen lassen. Termine und weitere Informationen zu den Standorten der kostenlosen Bürgertestung in Düsseldorf finden Sie unter: corona.duesseldorf.de/schnelltest

Zum Termin bringen Sie bitte einen Lichtbildausweis (Personalausweis, Reisepass, Führerschein etc.) und falls vorhanden, Ihre Krankenkassenkarte mit. Der Test ist nicht an die Mitgliedschaft in einer deutschen Krankenkasse geknüpft.

Inhalt zuletzt bearbeitet am: 29.06.2021

Muss ich meinen Beschäftigten Tests anbieten?

Neu ab 9. Juli: 
Beschäftigte, die nach dem 1. Juli 2021 mindestens fünf Werktage hintereinander aufgrund von Urlaub und vergleichbaren Dienst-oder Arbeitsbefreiungen nicht gearbeitet haben, müssen am ersten Arbeitstag nach dieser Arbeitsunterbrechung dem Arbeitgeber einen Negativtestnachweis vorlegen.

Weitere Informationen


Arbeitgeber sind seit dem 20. April 2021 verpflichtet, ihren Mitarbeitern, die nicht im Homeoffice arbeiten, mindestens einmal wöchentlich einen Test anzubieten. Beschäftigte, die tätigkeitsbedingt einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, müssen zweimal wöchentlich ein Testangebot erhalten. Dazu zählen insbesondere

  • Beschäftigte mit häufig wechselnden Personenkontakten, z.B. im Einzelhandel, bei Außen- und Lieferdiensten und in der Personenbeförderung.
  • Beschäftigte, die tätigkeitsbedingt Körperkontakt zu anderen Personen haben, z.B. in Kindertagesstätten, in der Pflege und in medizinischen Berufen sowie Heilberufen, im Friseurhandwerk, bei der Maniküre.
  • Beschäftigte, die in Innenräumen Tätigkeiten ausführen, bei denen andere Personen keine Maske tragen können, z.B. bei der Betreuung kleiner Kinder oder körperlich eingeschränkter Personen, bei Gesichtsbehandlungen (z.B. Kosmetik, Bartpflege) und auch in der Gastronomie.
  • Beschäftigte, die vom Arbeitgeber oder in dessen Auftrag in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht sind, z.B. als Saisonbeschäftigte in der Landwirtschaft, in der Bauwirtschaft sowie entsprechende Beschäftigte von Zeitarbeitsfirmen.
  • Beschäftigte, die unter infektionsförderlichen Arbeitsumgebungen arbeiten, z.B. in Bereichen der Lebensmittelproduktion oder der Fleischverarbeitung, mit hygienebedingt abgesenkten Raumtemperaturen und geringem Luftaustausch. Von einer erhöhten Aerosolbelastung ist auch in Räumen auszugehen, in denen infolge hoher Lärmbelastung laut gesprochen oder gerufen werden muss.

Die Tests können entweder Betriebsärzte, medizinisch geschulte eigene Mitarbeiter oder mobile Testteams gewerblicher Anbieter durchführen.

Eine Liste gewerblicher Anbieter für Testungen finden Sie unter:

corona.duesseldorf.de/zielgruppen/infizierte/testung

Nur Unternehmer, die körpernahe Dienstleistungen anbieten, bei denen die Kunden keine Maske tragen können (z.B. Bartrasur, Kosmetikbehandlungen oder Tattoos im Mundbereich) sind verpflichtet, ihre Mitarbeiter alle zwei Tage testen zu lassen. Zulässig sind hier Schnelltests. Die Ergebnisse sind eine Woche aufzubewahren.

Beachten Sie zusätzlich bei körpernahen Dienstleistungen die vorgeschriebenen Infektionsschutzregeln.

Ergänzend zu den Regelungen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sind Arbeitgeber, die Beschäftigte einsetzen, die täglich oder mehrfach wöchentlich von ihrem Wohnort in einem Hochinzidenzgebiet zur Arbeit kommen, verpflichtet, diesen Beschäftigten auf Kosten des Arbeitgebers zweimal wöchentlich einen Schnell- oder Selbsttest anzubieten und ihnen das Ergebnis im Verfahren nach § 2 Absatz 1 bis 3 zu bestätigen. 

Corona-Test-und-Quarantäneverordnung ab dem 8. Juli 2021

Welche Tests dürfen verwendet werden?

Es können alle Tests zum direkten Erregernachweis von SARS-CoV-2 angeboten werden, das umfasst PCR-Tests oder Antigen-Schnelltests zur professionellen beziehungsweise zur Selbstanwendung. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) stellt auf seiner Internetseite eine

www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html" target="_blank" title="zur Website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte">

Liste der in Frage kommenden Antigen-Schnelltests bereit, die laufend aktualisiert wird: www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests

Die dort aufgeführten Tests erfüllen laut Herstellerangaben die vom Paul-Ehrlich-Institut und dem Robert Koch-Institut festgelegten Mindestkriterien.

Hiervon zu unterscheiden sind Antikörpertests, die nicht das Virus selbst nachweisen, sondern Antikörper, die aufgrund einer Infektion oder einer Impfung gebildet wurden. Diese Tests zeigen keine akute Infektion an und können nicht zur Erfüllung der Anforderungen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung an ein regelmäßiges Testangebot herangezogen werden.

Achten Sie vor allem darauf, dass das Aktenzeichen der Sonderzulassung auf der Verpackung des Testskits dem der BfArM-Liste entspricht. Wählen Sie am besten Testmaterial aus, das eine hohe Spezifität besitzt. Achten Sie auch auf die unterschiedlichen Anforderungen des Testmaterials betreffend der Aufbewahrung und Lagerung.

Wo kann man Tests kaufen?

Antigen-Schnelltests können im z.B. im Fachhandel für Medizinprodukte oder in Apotheken bestellt werden. Informationen zu Anbietern von Antigen-Schnelltests in Deutschland enthält nachstehende Internetseite des BfArm:

Antigen-Tests zum direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2

Antigen-Schnelltests zur Selbstanwendung sind darüber hinaus für alle Personen mittlerweile auch im Einzelhandel frei käuflich.

Kann die Belegschaft durch den Betriebsarzt geimpft werden?

Ab dem 7. Juni können Betriebsärzte Impfungen vornehmen. Die Bestellungen der Impfstoffdosen durch Betriebsärzte sind schon möglich. 
Alle wichtigen Informationen dazu haben die Unternehmerverbände auf folgender Internetseite veröffentlicht: www.wirtschafttestetgegencorona.de 

Wenn Sie keinen Betriebsarzt besitzen, können Sie mit folgenden Suchmaschinen einen passenden Arzt finden: 

Kann ich auch ohne Betriebsarzt in meinem Unternehmen Schnelltests durchführen?

Wer die Tests vornehmen darf, hängt von der Art des Testes ab. Selbsttests für die Anwendung bei Laien können von jedem Mitarbeiter durchgeführt werden. Allerdings sind sie weniger genau und ihre Anwendung häufiger fehlerhaft als Schnelltests zur professionellen Anwendung.

Betriebsärzte, niedergelassene Ärzte, Apotheker und medizinisch geschulte Personen sind berechtigt, Schnelltests zur professionellen Anwendung durchzuführen bzw. die Durchführung von Selbsttests (begleitete Selbsttests) zu überwachen. Die Tests können mit eigenem fachkundigem oder geschultem Personal durchgeführt werden oder bei Teststellen oder Testzentren, die auch Bürgertestungen anbieten, auf eigene Kosten beauftragt werden.

Viele Anbieter gewerblicher Testzentren bieten auch mobile Testungen in Unternehmen an. Eine aktuelle Liste der Anbieter erhalten Sie per Mail an

business@duesseldorf.de.

Ihre eigenen Mitarbeiter dürfen auch ohne medizinische Ausbildung nach einer „Sachkundeschulung – Durchführung von Corona-PoC-Antigen-Schnelltest inkl. Medizinprodukteschulung“ Ihre Belegschaft testen. Solche Schulungen bieten u.a. Betriebsärzte, niedergelassene Ärzte und verschiedene gewerbliche Anbieter an.

Müssen die Testangebote und Testergebnisse dokumentiert und aufbewahrt werden?

Die Nachweise über die Beschaffung von Tests oder Vereinbarung mit Dritten über die Testung der Beschäftigten sind vom Arbeitgeber für vier Wochen aufzubewahren.

Unbeaufsichtigte Selbsttest der Arbeitnehmer müssen nicht dokumentiert werden. Allerdings empfiehlt es sich, den Mitarbeitern ein Testtagebuch an die Hand zu geben, in denen sie Tests und Kontaktpersonen festhalten. Dieses Tagebuch dient aber nicht zur Vorlage beim Arbeitgeber.

Den übrigen Getesteten ist ein aussagekräftiger Testnachweis in schriftlicher oder digitaler Form auszuhändigen.

Wie kann ich zertifizierte Testnachweise ausstellen, die auch in anderen Bereichen gültig sind?

Um zertifizierte Testnachweise ausstellen zu können, muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass geschultes oder fachkundiges Personal die Testvornahme oder zur Begleitung von Selbsttests unterwiesenes Personal durchführt. Vor Beginn der Erteilung von Testnachweisen muss diese beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) angezeigt werden unter:

www.mags.nrw/coronavirus-beschaeftigtentestung-anzeige

Mit dem Absenden des ausgefüllten Formulars erhält das örtliche Gesundheitsamt automatisch eine Mail mit Ihrer Anzeige. Eine Kopie der Anzeige geht auch an das Landeszentrum Gesundheit und wird dort gespeichert, so lange die aktuellen Regelungen zur Arbeitgebertestung oder entsprechende Nachfolgeregelungen Bestand haben.

Nach der Anmeldung erhalten Sie einen Link zum Download der Testnachweisfomulare.

Wie kann ich ein Schnelltestzentrum errichten?

Wenn Sie eine neue Teststelle einrichten möchten, müssen Sie sich beim Gesundheitsamt melden und versichern, dass die vom Ministerium festgelegten Mindeststandards erfüllt werden. Für die Einhaltung der Sicherheitsstandards bleiben Sie auch nach Beauftragung durch das Gesundheitsamt weiterhin verantwortlich.

Zum Antragsformular

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der

Corona-Test-und-Quarantäneverordnung ab dem 25.06.2021

Coronateststrukturverordnung ab dem 14.07.2021


Muster des Ministeriums für Testbescheinigungen für Schnelltestzentren

Beschreiben Sie bitte bei dem Antrag auch die Räumlichkeiten, in denen Sie die Testungen vornehmen möchten und legen Sie gegebenenfalls eine Skizze bei. Bitte beachten Sie gegebenenfalls bauliche Vorgaben für die neue Testeinrichtung. Auskunft erteilt das Bauaufsichtsamt unter: bauaufsichtsamt@duesseldorf.de

Schicken Sie bitte alle Unterlagen an folgende E-Mailadresse: schnelltestzentren.corona@duesseldorf.de

Sie werden gegebenenfalls vom Gesundheitsamt beauftragt und können mit dem Angebot kostenloser Bürgertestungen beginnen. Sie haben auch die Möglichkeit, sich dem städtischen Terminvergabesystem anzuschließen.
Die Abrechnung der Kosten der Tests und der Testdurchführung erfolgt durch die Kassenärztlichen Vereinigungen. Die Kosten trägt der Bund.

Apotheken, Arztpraxen und Zahnarztpraxen müssen dieses Verfahren nicht durchlaufen, da diese bei ihrer Tätigkeit grundsätzlich hohe Hygienestandards erfüllen müssen.

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