Finanzielle Unterstützung – Zuschüsse, Kredite, Steuerstundung, Kurzarbeit, ...

Corona-Förderinstrumente - Schematische Darstellung
Schaubild ansehen

Maßnahmenpaket für Unternehmen gegen die Folgen des Coronavirus
Ansicht PDF-Datei

Weitere Informationen

Inhalt zuletzt bearbeitet am: 29.06.2021

Überbrückungshilfe plus von Oktober bis Dezember 2021

Kurzüberblick: Die Überbrückungshilfe III Plus wird über den 30. September hinaus bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Ebenfalls verlängert wird die Neustarthilfe Plus für be-troffene Soloselbstständige. Die Restart-Prämie läuft plangemäß im September aus. 

Verlängerung Überbrückungshilfe III Plus 
Die bis Jahresende verlängerte Überbrückungshilfe III Plus ist inhaltlich weitgehend deckungs-gleich mit der Überbrückungshilfe III Plus für die Monate Juli, August und September. Antrags-berechtigt sind Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent. Die Antragstellung erfolgt auch für die verlängerte Überbrückungshilfe III Plus durch prüfende Dritte. 

Restart-Prämie 
Die Restart-Prämie läuft plangemäß im September aus. Mit ihr wurde gezielt der Übergang vom Lockdown hin zur Wiederöffnung erleichtert und galt für die Monate Juli, August, Sep-tember 2021. Der Eigenkapitalzuschuss, zur Substanzstärkung besonders stark und andauernd betroffener Unternehmen, wird auch über den September hinaus bis Dezember 2021 zur Ver-fügung stehen. 

Neustarthilfe Plus für Soloselbständige 
Die Neustarthilfe Plus für Soloselbstständige wird verlängert. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember können Soloselbstständige, deren Umsatz durch Corona weiter eingeschränkt ist, damit zusätzlich bis zu 4.500 Euro Unterstützung erhalten. 

FAQ zur Überbrückungshilfe III Plus und zur Neustarthilfe Plus 
Die FAQ werden momentan überarbeitet und zeitnah veröffentlicht. Nach Anpassung des Pro-gramms kann die Antragstellung über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen. 

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundeswirtschaftsministeriums

Härtefallhilfe

Denjenigen, die die Folgen der Pandemie unvorhersehbar und in besonderem Maße getroffen haben, ohne dass sie für diese Folgen aus anderen Hilfsprogrammen entsprechende Mittel erhalten haben oder ihnen der vertretbare Einsatz eigener Mittel oder die Inanspruchnahme von weiteren Finanzierungsalternativen möglich ist, soll durch die Härtefallhilfe NRW eine einmalige Unterstützung gewährt werden können.

Die Höhe der Härtefallhilfe NRW richtet sich nach den förderfähigen Tatbeständen und den übrigen Regelungen zur Berechnung der Förderhöhe nach der Überbrückungshilfe III, das heißt nach den jeweils erstattungsfähigen Fixkosten. Das schließt die Möglichkeit einer Gewährung eines Eigenkapitalzuschusses analog zur Überbrückungshilfe III ein Die in der Überbrückungshilfe III geltenden Sonderregelungen für bestimmte Branchen, etwa die Reise- oder Veranstaltungsbranche, werden in der Berechnung der Förderhöhe berücksichtigt. Gleiches gilt für die Möglichkeit für bestimmte Unternehmen, Sonderabschreibungen auf Saison- und verderbliche Ware geltend zu machen und alle anderen Sonderregelungen der Überbrückungshilfe III.
Über die tatsächliche Höhe der gewährten Härtefallhilfe NRW entscheidet abschließend das Votum der Härtefallkommission im Einzelfall nach pflichtgemäßem Ermessen. Sie ist jedoch auf 100.000 Euro begrenzt .

Der Antrag auf Härtefallhilfe NRW kann nur von den auch in der Überbrückungshilfe III zugelassenen beauftragten prüfenden Dritten gestellt werden, das heißt von

  • einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater,
  • einer Wirtschaftsprüferin oder einem Wirtschaftsprüfer,
  • einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt oder
  • einer vereidigten Buchprüferin oder einem vereidigten Buchprüfer.

Direktanträge in eigenem Namen sind ausgeschlossen.

Weitere Informationen finden Sie auf:

www.haertefallhilfen.de und www.wirtschaft.nrw/haertefallhilfe-nrw

Erweiterung bei der Überbrückungshilfe III

Mit der Überbrückungshilfe III werden Unternehmen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro unterstützt (Grenze entfällt für von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses betroffene Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie und der Pyrotechnikbranche sowie für Unternehmen des Großhandels und der Reisebranche).

Neu ist die Erweiterung der Überbrückungshilfe III um einen Eigenkapitalzuschuss. Weitere Neuerungen betreffen unter anderem die Erstattung von Fixkosten sowie eine Anschubhilfe für die Reise-, Veranstaltungs- und Kulturbranche. Außerdem sind nun kirchliche Unternehmen und Start-ups, die bis zum 31. Oktober 2020 gegründet wurden, antragsberechtigt. Seit dem 20. April 2020 können diese Tatbestände bei Neuanträgen bzw. Änderungsanträgen berücksichtigt werden.

Was ist neu?

Höhere Zuschüsse:

  • Erhöhung der Fixkosten-Zuschüsse von 90% auf 100% bei einem Umsatzrückgang von 70 %
  • Eigenkapitalzuschuss für Unternehmen, die in mindestens drei Monaten einen Umsatzeinbußen in Höhe von 50 % hatten

Erweiterung der Antragsberechtigten

  • Unternehmen in kirchlicher Trägerschaft
  • Junge Unternehmen, die vor dem 31. Oktober 2020 gegründet wurden 2019

Berücksichtigung alternativer Vergleichszeiträume bei außergewöhnlichen betrieblichen Umstände im Jahr

  • Umbau
  • Umzug
  • Krankheitsbedingte Schließung
  • Elternzeit

Berücksichtigung für außergewöhnliche Gründe von fehlendem Umsatzrückgang

  • Filialeröffnungen
  • Ausbau des Online-Handels

Zusatzregelungen für besonders betroffene Branchen

  • Reisebranche (Anschubhilfe)
  • Kulturwirtschaft (Anschubhilfe und Erstattung von Vorbereitungskosten)
  • Veranstaltungsbranche (Anschubhilfe und Erstattung von Vorbereitungskosten)
  • Hersteller, Großhändler und professionelle Verwender von verderblicher und Saisonware (Abschreibungsmöglichkeit)

Erweiterung der förderfähigen Kosten

  • Weitere Hygienemaßnahmen, wie Kosten für Schnelltests, Schulung der Mitarbeiter zur Durchführung von Schnelltests, HEPA-Luftfilter, Besucherzählsystem

Außerdem weiterhin förderfähig

  • Umbauten und Modernisierungen als Hygienemaßnahmen
  • Digitalisierung, wie z.B. Aufbau oder Erweiterungen von Onlineshops

 

Der Antrag kann auf www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt sowie über vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer stellen. Die Kosten werden bezuschusst.

Die Antragsfrist wurde bis zum 31. Oktober 2021 verlängert.

Ende der Änderungsanträge für November und Dezemberhilfe am 31. Juli 2021

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes unterstützte Unternehmen, Selbständige und Vereine, die von den Schließungen ab 2. November 2020 zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen waren. Für die Dauer der Schließungen im November bzw. Dezember 2020 erhielten Betroffene einen einmaligen Zuschuss von bis zu 75 Prozent des jeweiligen Umsatzes im November bzw. Dezember 2019. Wichtig: Unternehmen, die bundesweit erst ab Mitte Dezember 2020 schließen mussten (u.a. Friseursalons, Einzelhandel), waren nicht antragsberechtigt. Sie sollten stattdessen eine Antragstellung auf Überbrückungshilfe prüfen. 

Seit Anfang März können Änderungsanträge gestellt und Kontoverbindungen korrigiert werden. Änderungsanträge können bis zum 31. Juli 2021 gestellt werden. Eine Korrektur der Kontoverbindung ist ebenfalls bis zum 31. Juli 2021 möglich. Ein Änderungsantrag kann nur gestellt werden, wenn zuvor ein Erstantrag bereits bewilligt bzw. teilbewilligt wurde. Der Antrag richtet sich an diejenigen, die (nachträglich) eine Erhöhung des Förderbetrags beantragen oder eine Änderung ihrer Kontoverbindung mitteilen wollen. Ausführliche Informationen zur Antragstellung der erweiterten November- und Dezemberhilfe hier.
Die Antragsfrist für Erstanträge endete am 30. April 2021. Änderungsanträge können bis zum 31. Juli 2021 gestellt werden. 

Antragsfrist der Neustarthilfe bis 31. Oktober 21 verlängert

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige und kleine Kapitalgesellschaften unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist, die aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt. Alternativ zur Überbrückungshilfe III können Sie einmalig die Neustarthilfe von bis zu 7.500 Euro (bzw. im Falle von Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschafterinnen und Gesellschaftern bzw. Mitgliedern bis zu 30.000 Euro) beantragen. Die Förderhöhe beträgt 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der in der Regel auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird. Haben die Soloselbständigen (mit oder ohne Personengesellschaft) bzw. die Kapitalgesellschaften im Förderzeitraum Januar bis Juni 2021 Umsatzeinbußen von 60 Prozent oder mehr (d.h. Umsätze im Förderzeitraum von 40 Prozent oder weniger des Referenzumsatzes) zu verzeichnen, dürfen sie die Neustarthilfe in voller Höhe behalten. Andernfalls ist die Neustarthilfe (anteilig) zurückzuzahlen.

Auch Personen mit kurz befristeten Beschäftigungsverhältnissen (bis zu 14 Wochen) in den Darstellenden Künsten sowie unständigen Beschäftigungsverhältnissen (weniger als eine Woche) können Neustarthilfe beantragen. Voraussetzung hierfür: Die Antragstellenden haben für Januar 2021 kein Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld bezogen.

Eine gleichzeitige Antragstellung für eine Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III ist nicht möglich. Natürliche Personen, d.h. Soloselbständige mit oder ohne Personengesellschaft sowie die oben genannten kurz befristet oder unständig Beschäftigten haben ein Wahlrecht, den Antrag direkt oder über eine prüfende Dritte oder einen prüfenden Dritten zu stellen. Kapitalgesellschaften hingegen müssen den Antrag über eine prüfende Dritte oder einen prüfenden Dritten stellen. Die Auszahlung der Neustarthilfe erfolgt in der Regel wenige Tage nach Antragstellung. Die Antragsfrist endet am 31. Oktober 2021 (Frist verlängert). Seit dem 17. Juni 2021 können Sie Änderungsanträge auf Direktanträge stellen.

Hilfen für Kulturschaffende

Finanzielle Förderung und Beratungsmöglichkeiten

Das Kulturamt hat eine Liste mit Unterstützungsmöglichkeiten für Solo-Selbstständige aus dem Kulturbereich zusammengestellt.

Rückmeldeverfahren für NRW-Soforthilfe

Aufgrund der aktuellen Lage wird sich die Wiederaufnahme der Rückmeldungen zur NRW-Soforthilfe etwas verzögern, was überwiegend im Interesse der Empfänger liegt. Die Abrechnung wird im Frühjahr 2021 erfolgen, für eine mögliche Rückzahlung besteht bis zum Herbst 2021 Zeit. Eine frühere Abrechnung und Rückzahlung soll ebenfalls ermöglicht werden.

Weitere Informationen

Kredite und Bürgschaften bei Liquiditätsengpässen

Bürgschaften für Kredite: (für den Fall, dass Kredite nicht bewilligt werden, weil der Unternehmer keine Bürgschaft stellen kann)

Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Millionen Euro) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Millionen Euro, auch für Großunternehmen) besichert werden.

Expressbürgschaft
Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen GmbH ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft!
Hot/Infoline: 02131 5107200
(Montag bis Donnerstag: 8 bis 17 Uhr; Freitag: 8 bis 15.30 Uhr)
Weitere Informationen

Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann zudem über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden.

Landesbürgschaftsprogramm

Weitere Informationen


NRW.BANK.Infrastruktur Corona" bietet zinsgünstige Betriebsmittelkredite
Das Land Nordrhein-Westfalen und die NRW.BANK unterstützen Unternehmen und Institutionen der öffentlichen und sozialen Infrastruktur mit der neuen Programmvariante. Weitere Informationen

Verwendungszweck
Die Darlehen dienen zur Abdeckung des kurzfristigen Coronabedingten Betriebsmittelbedarfs der öffentlichen und/oder sozialen Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen.
Umschuldungen von Kontokorrent-/Betriebsmittellinien, die nach dem 12. März 2020 bis zum 15. Juli 2020 für den Antragsteller bei der darlehensgebenden Hausbank aufgebaut und vor dem 15. August 2020 bei der NRW.BANK beantragt wurden, sind möglich.

Weitere Informationen


NRW.Bank legt umfassendes Corona-Paket für die Wiederanlaufphase der Wirtschaft auf
Die NRW.Bank bietet ab sofort neues Programm für Gemeinnützige Unternehmen, Mittelstandsunternehmen und für eine Digitalisierungsoffensive an.

Weitere Informationen


Grundsätzlich erfolgt die Vergabe ÜBER DIE HAUSBANK, egal, ob es Kredite der KfW oder der NRW.Bank sind.


Existierende Kreditangebote, die angepasst wurden:


ERP-Gründerkredit – Für Unternehmen, die noch keine 5 Jahre bestehen

  • Höchstbetrag: 25 Millionen Euro
  • Über Banken und Sparkassen bei der KfW zu beantragen
  • Informationen dazu gibt es auf der Webseite der KfW und bei allen Banken und Sparkassen.
  • Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 5399001
  • Weitere Informationen


KfW-Schnellkredit für alle Unternehmen

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einzelunternehmer und Freiberufler – unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten - ab sofort den neuen KfW-Schnellkredit 2020 beantragen. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten. Eine Kombination des KfW-Schnellkredits mit den aufgrund der Corona-Krise erweiterten Programmen der Bürgschaftsbanken ist nun zulässig. Damit steht den auf Stützungsmaßnahmen angewiesenen Unternehmen ein breiterer Mix an Fördermaßnahmen sowohl im aktuellen zweiten Lockdown als auch in einer späteren Hochlaufphase zur Verfügung.

Die Unternehmen können den KfW-Schnellkredit auch in Höhe eines Teilbetrages ohne Vorfälligkeitsentschädigung vorzeitig zurückzahlen. Die Sondertilgungsmöglichkeit ohne Vorfälligkeitsentschädigung gilt rückwirkend auch für alle Finanzierungen seit dem Programmstart im Frühjahr 2020. Zudem wirken derartige Rückzahlungen mindernd auf die beihilferechtliche Obergrenze von 800.000 Euro des jeweiligen Unternehmens, so dass die Inanspruchnahme von Förderinstrumenten noch weiter flexibilisiert wird. Diese Regelung gilt ebenfalls rückwirkend für alle Zusagen seit Beginn des Programms.

Weitere Informationen


KfW-Unternehmerkredite – für Unternehmen mindestens 5 Jahre am Markt

Zielgruppe: Gewerbliche mittelständische Unternehmen und Freiberufler, die mindestens seit fünf Jahren am Markt sind und deren maximaler Gruppenumsatz 500 Millionen Euro nicht übersteigt.

  • Höchstbetrag: 25 Millionen Euro beziehungsweise 5 Millionen Euro bei Haftungsfreistellung
  • Gegebenenfalls Bürgschaften durch Bürgschaftsbank siehe unten
  • Weitere Informationen

Wenn diese Kredite nicht bewilligt werden, kann ein Weg über Beteiligungen gehen:

Beteiligungskapital für Kleinunternehmer

Der „Mikromezzaninfonds Deutschland“ kann ohne Einschaltung der Hausbank und ohne Sicherheiten stille Beteiligungen eingehen.

  • Beantragung von Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss
  • Sicherheiten sind hierfür vom Unternehmen nicht zu stellen.
  • Weitere Informationen

Spezielle Programme in Nordrhein-Westfalen durch die landeseigene Förderbank NRW.BANK
(NRW.BANK-Service-Center: 0211 917414800), Beantragung erfolgt auch über die Hausbank.

Steuererleichterungen der Finanzverwaltung NRW

Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus

Die Finanzverwaltung kommt von der Krise betroffenen Unternehmen auf Antrag mit zinslosen Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer) und der Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) entgegen.

  • Von Vollstreckungsmaßnahmen wird bis auf Weiteres abgesehen. Säumniszuschläge werden erlassen.
  • Steuerstundungen
  • Sondervorauszahlungen für Dauerfristverlängerungen bei der Umsatzsteuer für krisenbetroffene Unternehmen werden auf Antrag auf Null herabgesetzt. Damit werden den Unternehmen Mittel im Umfang von mehr als 4 Milliarden Euro sofort zur Verfügung gestellt.

Für die entsprechenden Anträge steht ab sofort ein stark vereinfachtes Antragsformular zur Verfügung.

Zum Formular

Lebenshaltungskosten von Selbstständigen

Um Sicherheit in unsicheren Zeiten zu bieten, wird der erleichterte Zugang in die Grundsicherungssysteme bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. In diesem Zuge wird Zugang insbesondere von Künstlern, Selbstständigen und Kleinunternehmern durch eine geeignete Ausgestaltung des Schonvermögens deutlich verbessert.

Wenn Ihr Einkommen und Vermögen nicht mehr zur Bedarfsdeckung ausreichen, ist die Agentur für Arbeit Ihr Ansprechpartner, die Sie zum Bezug von Arbeitslosengeld berät.

www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung

Weitere Informationen erhalten Sie darüber hinaus auf den Seiten des Landes NRW: Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen.

www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe

Kurzarbeit

Am 25.8.20 wurden weitere Maßnahmen beschlossen, um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der SARS-CoV2-Pandemie zu begrenzen:

  • Die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes wird verlängert: von 12 auf bis zu 24 Monate, längstens bis Ende 2021.
  • Der Zugang zum Kurzarbeitergeld bleibt erleichtert. Es reicht, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sind – statt wie bisher ein Drittel. Außerdem müssen die Beschäftigten auf ihren Arbeitszeitkonten nicht ins Minus gehen.
  • Damit Beschäftigte in Kurzarbeit besser über die Runden kommen, wird auch die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes bis Ende nächsten Jahres verlängert. Regulär beträgt das Kurzarbeitergeld 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns – beziehungsweise 67 Prozent, wenn sie Kinder haben. Ab dem vierten Monat wird es auf 70 beziehungsweise 77 Prozent erhöht. Ab dem siebten Monat auf 80 beziehungsweise 87 Prozent. Die Verlängerung gilt auch für die Steuererleichterung, wenn der Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld darüber hinaus weiter aufstockt.
  • Außerdem können sich Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter weiter in allen Berufen mit Nebenjobs mehr dazuverdienen.
  • Auch Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in Kurzarbeit können bis Ende 2021 Kurzarbeitergeld beziehen.
  • Sozialversicherungsbeiträge werden für ausgefallene Arbeitsstunden weiter erstattet – bis zum 30. Juni 2021 zu 100 Prozent, ab dann hälftig.
  • Diese hälftige Erstattung kann auf 100 Prozent erhöht werden - aber nur wenn der Betrieb den Beschäftigten eine Weiterbildung während der Kurzarbeit ermöglicht.

Weitere Informationen


Ziel ist es, die Beschäftigten in Unternehmen zu halten, den Verdienstausfall zu kompensieren und die Unternehmen zu entlasten.

Generelle Informationen/ Quelle Bundesagentur für Arbeit
Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit

Wenn Unternehmen aufgrund des Coronavirus Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Diese Leistung muss vom Arbeitgeber beantragt werden.
Voraussetzung für den Bezug von Kurzarbeitergeld ist, dass die üblichen Arbeitszeiten vorübergehend wesentlich verringert sind. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn aufgrund des Coronavirus Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorrübergehend geschlossen wird.

Am 13. März 2020 haben Bundestag und Bundesrat angesichts der Corona-Krise eine umfangreiche Anpassung des Kurzarbeitergeldes beschlossen, die rückwirkend ab dem 1. März gelten soll; darunter beispielsweise die Absenkung des Anteils der Beschäftigten eines Betriebs, die von Entgeltausfall mindestens betroffen sein müssen, auf 10 Prozent (und noch weitere Anpassungen).

Kontakt

Kurzarbeit kann online angezeigt und auch beantragt werden. Dafür ist aber eine Registrierung erforderlich: anmeldung.arbeitsagentur.de

Servicenummer für Arbeitgeber: 0800 - 4555520

Für darüber hinaus gehende Fragen an die Arbeitsagentur können Betriebe aus der Region Düsseldorf sich an die E-Mail duesseldorf.031-os@arbeitsagentur.de und Betriebe aus dem Kreis Mettmann an die E-Mail duesseldorf.032-os@arbeitsagentur.de wenden.

Der Deutsche Hotel-und Gaststättenverband hat für ihre betroffenen Betriebe Informationen und typische Fragen von Hoteliers und Gastronomen zur Kurzarbeit zusammengestellt.

Weitere Informationen

Entschädigung bei Tätigkeitsverboten

Sollte wegen des Coronavirus ein Tätigkeitsverbot (zum Beispiel Quarantäne) ausgesprochen werden, kann eine Entschädigung beantragt werden.

Zuständig in Nordrhein-Westfalen ist der Landschaftsverband Rheinland (für den Regierungsbezirk Düsseldorf).

LVR-Servicenummer: 0800 - 9336397

Auf der Seite des Landschaftsverbandes Rheinland finden Sie umfangreiche Informationen zu Tätigkeitsverbot und Entschädigung.

Weitere Informationen

Weitere relevante Seiten