Finanzielle Unterstützung – Zuschüsse, Kredite, Steuerstundung, Kurzarbeit, ...

Novemberhilfe und Neustarthilfe für Soloselbständige

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe soll Unternehmen, Betrieben, Selbständigen, Vereinen und Einrichtungen helfen, die von den befristeten Schließungen im November besonders stark betroffen sind. Das unbürokratische Verfahren soll in der letzten Novemberwoche starten. Soloselbständige werden diesen einmaligen pauschalisierten Zuschuss selbst beantragen können.

Eine Auflistung der benötigten Unterlagen ist bei der IHK Düsseldorf zu finden.

Am 26.11.2020 veranstaltet die Wirtschaftsförderung in Zusammenarbeit mit IHK, HWK und der Steuerberaterkammer ein Webinar zum Thema „Wirtschaftliche Hilfen“, hier geht es zur Anmeldung:

Neustarthilfe für Soloselbständige

Die zum 31.12.2020 auslaufende Überbrückungshilfe II wird als Überbrückungshilfe III bis Ende Juni 2021 verlängert und erweitert. Die neue Überbrückungshilfe III umfasst auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbstständige“. Damit soll der besonderen Situation von Soloselbstständigen, insbesondere Künstler*innen und Kulturschaffenden, Rechnung getragen werden.

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Überbrückungshilfe und NRW Überbrückungshilfe plus geht in die 2. Phase.

Die Überbrückungshilfe wird in den Monaten September bis Dezember fortgesetzt. Kleine und mittelständische Unternehmen, Solo-Selbständige und Freiberufler im Haupterwerb sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, deren Umsätze in den Monaten April bis August 2020 um mindestens 30% gegenüber dem Vorjahr eingebrochen sind, können einen Antrag auf die Überbrückungshilfe stellen.

Dieser Zuschuss deckt, je nach Größe der Umsatzeinbußen, bis zu 90 % der Fixkosten für die Monate September bis Dezember. Bei Unternehmen, die erst nach April 2019 gegründet wurden, wird der Umsatz aus den Monaten November und Dezember 2019 zum Vergleich herangezogen.

Die Überbrückungshilfe kann ausschließlich mithilfe eines Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers, vereidigte Buchprüfers oder Rechtsanwaltes beantragt werden. Eine Antragstellung für die 1. Phase, die Monate Juni bis August, ist bis spätestens zum 9. Oktober möglich. Das Programm wird in einer 2. Phase bis zum 31.12.2020 fortgeführt.

Das Land NRW hat die Überbrückungshilfe des Bundes um den sogenannten "fiktiven Unternehmerlohn" in Höhe von 1.000 Euro pro Monat ergänzt, das Programm heißt "NRW Überbrückungshilfe plus".

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Rückmeldeverfahren für NRW-Soforthilfe

Aufgrund der aktuellen Lage wird sich die Wiederaufnahme der Rückmeldungen zur NRW-Soforthilfe etwas verzögern, was überwiegend im Interesse der Empfänger liegt. Die Abrechnung wird im Frühjahr 2021 erfolgen, für eine mögliche Rückzahlung besteht bis zum Herbst 2021 Zeit. Eine frühere Abrechnung und Rückzahlung soll ebenfalls ermöglicht werden.

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Kredite und Bürgschaften bei Liquiditätsengpässen

Bürgschaften für Kredite: (für den Fall, dass Kredite nicht bewilligt werden, weil der Unternehmer keine Bürgschaft stellen kann)

Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Millionen Euro) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Millionen Euro, auch für Großunternehmen) besichert werden.

Expressbürgschaft
Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen GmbH ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft!
Hot/Infoline: 02131 5107200
(Montag bis Donnerstag: 8 bis 17 Uhr; Freitag: 8 bis 15.30 Uhr)
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Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann zudem über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden.

Landesbürgschaftsprogramm

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NRW.BANK.Infrastruktur Corona" bietet zinsgünstige Betriebsmittelkredite
Das Land Nordrhein-Westfalen und die NRW.BANK unterstützen Unternehmen und Institutionen der öffentlichen und sozialen Infrastruktur mit der neuen Programmvariante. Weitere Informationen

Verwendungszweck
Die Darlehen dienen zur Abdeckung des kurzfristigen Coronabedingten Betriebsmittelbedarfs der öffentlichen und/oder sozialen Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen.
Umschuldungen von Kontokorrent-/Betriebsmittellinien, die nach dem 12. März 2020 bis zum 15. Juli 2020 für den Antragsteller bei der darlehensgebenden Hausbank aufgebaut und vor dem 15. August 2020 bei der NRW.BANK beantragt wurden, sind möglich.

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NRW.Bank legt umfassendes Corona-Paket für die Wiederanlaufphase der Wirtschaft auf
Die NRW.Bank bietet ab sofort neues Programm für Gemeinnützige Unternehmen, Mittelstandsunternehmen und für eine Digitalisierungsoffensive an.

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Grundsätzlich erfolgt die Vergabe ÜBER DIE HAUSBANK, egal, ob es Kredite der KfW oder der NRW.Bank sind.


Existierende Kreditangebote, die angepasst wurden:


ERP-Gründerkredit – Für Unternehmen, die noch keine 5 Jahre bestehen

  • Höchstbetrag: 25 Millionen Euro
  • Über Banken und Sparkassen bei der KfW zu beantragen
  • Informationen dazu gibt es auf der Webseite der KfW und bei allen Banken und Sparkassen.
  • Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 5399001
  • Weitere Informationen


KfW-Schnellkredit für alle Unternehmen

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einzelunternehmer und Freiberufler – unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten - ab sofort den neuen KfW-Schnellkredit 2020 beantragen. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten. Eine Kombination des KfW-Schnellkredits mit den aufgrund der Corona-Krise erweiterten Programmen der Bürgschaftsbanken ist nun zulässig. Damit steht den auf Stützungsmaßnahmen angewiesenen Unternehmen ein breiterer Mix an Fördermaßnahmen sowohl im aktuellen zweiten Lockdown als auch in einer späteren Hochlaufphase zur Verfügung.

Die Unternehmen können den KfW-Schnellkredit auch in Höhe eines Teilbetrages ohne Vorfälligkeitsentschädigung vorzeitig zurückzahlen. Die Sondertilgungsmöglichkeit ohne Vorfälligkeitsentschädigung gilt rückwirkend auch für alle Finanzierungen seit dem Programmstart im Frühjahr 2020. Zudem wirken derartige Rückzahlungen mindernd auf die beihilferechtliche Obergrenze von 800.000 Euro des jeweiligen Unternehmens, so dass die Inanspruchnahme von Förderinstrumenten noch weiter flexibilisiert wird. Diese Regelung gilt ebenfalls rückwirkend für alle Zusagen seit Beginn des Programms.

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KfW-Unternehmerkredite – für Unternehmen mindestens 5 Jahre am Markt

Zielgruppe: Gewerbliche mittelständische Unternehmen und Freiberufler, die mindestens seit fünf Jahren am Markt sind und deren maximaler Gruppenumsatz 500 Millionen Euro nicht übersteigt.

  • Höchstbetrag: 25 Millionen Euro beziehungsweise 5 Millionen Euro bei Haftungsfreistellung
  • Gegebenenfalls Bürgschaften durch Bürgschaftsbank siehe unten
  • Weitere Informationen

Wenn diese Kredite nicht bewilligt werden, kann ein Weg über Beteiligungen gehen:

Beteiligungskapital für Kleinunternehmer

Der „Mikromezzaninfonds Deutschland“ kann ohne Einschaltung der Hausbank und ohne Sicherheiten stille Beteiligungen eingehen.

  • Beantragung von Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss
  • Sicherheiten sind hierfür vom Unternehmen nicht zu stellen.
  • Weitere Informationen

Spezielle Programme in Nordrhein-Westfalen durch die landeseigene Förderbank NRW.BANK
(NRW.BANK-Service-Center: 0211 917414800), Beantragung erfolgt auch über die Hausbank.

Steuererleichterungen der Finanzverwaltung NRW

Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus

Die Finanzverwaltung kommt von der Krise betroffenen Unternehmen auf Antrag mit zinslosen Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer) und der Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) entgegen.

  • Von Vollstreckungsmaßnahmen wird bis auf Weiteres abgesehen. Säumniszuschläge werden erlassen.
  • Steuerstundungen
  • Sondervorauszahlungen für Dauerfristverlängerungen bei der Umsatzsteuer für krisenbetroffene Unternehmen werden auf Antrag auf Null herabgesetzt. Damit werden den Unternehmen Mittel im Umfang von mehr als 4 Milliarden Euro sofort zur Verfügung gestellt.

Für die entsprechenden Anträge steht ab sofort ein stark vereinfachtes Antragsformular zur Verfügung.

Zum Formular

Stundung von Gewerbesteuer und Verzicht auf Vollstreckung (Landeshauptstadt Düsseldorf)

Bei der Stadt Düsseldorf zu beantragen:

Gewährung von Stundung wird erleichtert, wenn Einziehung eine erhebliche Härte darstellen würde.

Erleichterung bei der Absenkung von Vorauszahlungen, wenn nachzuweisen ist, dass Einkünfte im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich geringer sein werden

Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus:

Zum Formular

Verzicht auf Vollstreckungen (zum Beispiel Kontopfändungen) und Säumniszuschläge bis zum 31. Dezember 2020, solange Schuldnerinnen oder Schuldner unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen sind.

Soweit eine Unterbrechung von Vollstreckungsmaßnahmen beantragt wird, reicht dafür eine formlose E-Mail an die zentrale E-Mail-Adresse des Forderungsmanagement:
forderungsmanagement@duesseldorf.de

Aus der E-Mail muss der Zahlungspflichtige identifizierbar sein und sie muss eine kurze Erläuterung enthalten, welche wirtschaftlichen beziehungsweise finanziellen Nachteile infolge der Coronapandemie erwartet werden beziehungsweise bereits eingetreten sind.

Lebenshaltungskosten bei Solo-Selbständigen und Freiberuflern

Um Sicherheit in unsicheren Zeiten zu bieten, wird der erleichterte Zugang in die Grundsicherungssysteme bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. In diesem Zuge wird Zugang insbesondere von Künstlern, Soloselbstständigen und Kleinunternehmern durch eine geeignete Ausgestaltung des Schonvermögens deutlich verbessert.

Wenn Ihr Einkommen und Vermögen nicht mehr zur Bedarfsdeckung ausreichen, ist die Agentur für Arbeit Ihr Ansprechpartner, die Sie zum Bezug von Arbeitslosengeld berät.

www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung

Weitere Informationen erhalten Sie darüber hinaus auf den Seiten des Landes NRW: Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen.

www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe

Kurzarbeit

Am 25.8.20 wurden weitere Maßnahmen beschlossen, um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der SARS-CoV2-Pandemie zu begrenzen:

  • Die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes wird verlängert: von 12 auf bis zu 24 Monate, längstens bis Ende 2021.
  • Der Zugang zum Kurzarbeitergeld bleibt erleichtert. Es reicht, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sind – statt wie bisher ein Drittel. Außerdem müssen die Beschäftigten auf ihren Arbeitszeitkonten nicht ins Minus gehen.
  • Damit Beschäftigte in Kurzarbeit besser über die Runden kommen, wird auch die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes bis Ende nächsten Jahres verlängert. Regulär beträgt das Kurzarbeitergeld 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns – beziehungsweise 67 Prozent, wenn sie Kinder haben. Ab dem vierten Monat wird es auf 70 beziehungsweise 77 Prozent erhöht. Ab dem siebten Monat auf 80 beziehungsweise 87 Prozent. Die Verlängerung gilt auch für die Steuererleichterung, wenn der Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld darüber hinaus weiter aufstockt.
  • Außerdem können sich Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter weiter in allen Berufen mit Nebenjobs mehr dazuverdienen.
  • Auch Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in Kurzarbeit können bis Ende 2021 Kurzarbeitergeld beziehen.
  • Sozialversicherungsbeiträge werden für ausgefallene Arbeitsstunden weiter erstattet – bis zum 30. Juni 2021 zu 100 Prozent, ab dann hälftig.
  • Diese hälftige Erstattung kann auf 100 Prozent erhöht werden - aber nur wenn der Betrieb den Beschäftigten eine Weiterbildung während der Kurzarbeit ermöglicht.

Weitere Informationen


Ziel ist es, die Beschäftigten in Unternehmen zu halten, den Verdienstausfall zu kompensieren und die Unternehmen zu entlasten.

Generelle Informationen/ Quelle Bundesagentur für Arbeit
Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit

Wenn Unternehmen aufgrund des Coronavirus Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Diese Leistung muss vom Arbeitgeber beantragt werden.
Voraussetzung für den Bezug von Kurzarbeitergeld ist, dass die üblichen Arbeitszeiten vorübergehend wesentlich verringert sind. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn aufgrund des Coronavirus Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorrübergehend geschlossen wird.

Am 13. März 2020 haben Bundestag und Bundesrat angesichts der Corona-Krise eine umfangreiche Anpassung des Kurzarbeitergeldes beschlossen, die rückwirkend ab dem 1. März gelten soll; darunter beispielsweise die Absenkung des Anteils der Beschäftigten eines Betriebs, die von Entgeltausfall mindestens betroffen sein müssen, auf 10 Prozent (und noch weitere Anpassungen).

Kontakt

Kurzarbeit kann online angezeigt und auch beantragt werden. Dafür ist aber eine Registrierung erforderlich: anmeldung.arbeitsagentur.de

Servicenummer für Arbeitgeber: 0800 - 4555520

Für darüber hinaus gehende Fragen an die Arbeitsagentur können Betriebe aus der Region Düsseldorf sich an die E-Mail duesseldorf.031-os@arbeitsagentur.de und Betriebe aus dem Kreis Mettmann an die E-Mail duesseldorf.032-os@arbeitsagentur.de wenden.

Der Deutsche Hotel-und Gaststättenverband hat für ihre betroffenen Betriebe Informationen und typische Fragen von Hoteliers und Gastronomen zur Kurzarbeit zusammengestellt.

Weitere Informationen

Entschädigung bei Tätigkeitsverboten

Sollte wegen des Coronavirus ein Tätigkeitsverbot (zum Beispiel Quarantäne) ausgesprochen werden, kann eine Entschädigung beantragt werden.

Zuständig in Nordrhein-Westfalen ist der Landschaftsverband Rheinland (für den Regierungsbezirk Düsseldorf).

LVR-Servicenummer: 0800 - 9336397

Auf der Seite des Landschaftsverbandes Rheinland finden Sie umfangreiche Informationen zu Tätigkeitsverbot und Entschädigung.

Weitere Informationen

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