Wann ist eine Freitestung zur Wiederaufnahme der Tätigkeit nötig?

Eine Freitestung zur Wiederaufnahme der Tätigkeit ist bei medizinischem Personal von Arztpraxen und Krankenhäusern sowie Personal von Alten- und Pflegeeinrichtungen nur nach schweren Verläufen der COVID-19-Infektion mit Sauerstoffbedürftigkeit notwendig. Bei mittelschweren (kein Krankenhausaufenthalt, keine Sauerstoffbedürftigkeit), leichten oder asymptomatischen Verläufen ist kein Test zur Entisolierung oder Arbeitsaufnahme notwendig.

Für alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – auch der kritischen Infrastruktur – gilt prinzipiell: Bei negativen PCR-Tests gibt es keine Freitestung am Ende der Quarantäne oder zur Wiederaufnahme der Tätigkeit. Auch bei einem positiven PCR-Testergebnis und asymptomatischen oder milden Krankheitsverläufen wird keine Freitestung mehr durchgeführt.

Informationen zu Entlassungskriterien aus der Isolierung gibt es auf der Seite des RKI.

Zur Entisolierung und Aufhebung des Tätigkeitsverbots von medizinischem Personal gelten diese Kriterien:

  • Bei schwerem COVID-19-Verlauf (mit Sauerstoffbedürftigkeit):
    mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit, frühestens 10 Tage nach Symptombeginn, ein negativer Test
  • Bei leichtem COVID-19-Verlauf (ohne Sauerstoffbedürftigkeit):
    mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit, frühestens 10 Tage nach Symptombeginn, es wird kein Test durchgeführt
  • In Situationen mit akutem Personalmangel kann bei leichtem COVID-19-Verlauf eine Verkürzung der 10-tägigen Isolationsdauer im Einzelfall erwogen werden:
    nach Erreichen von 48 Stunden Symptomfreiheit und zwei negativen Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden.
  • Bei asymptomatischer SARS-CoV-2-Infektion:
    frühestens 10 Tage nach Erstnachweis des Erregers, es wird kein Test durchgeführt.

Immunsupprimierte Personen müssen im Einzelfall beurteilt werden.

Angeordnete Quarantänemaßnahmen bleiben weiterhin bestehen.