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Quarantäne

Häusliche Quarantäne heißt: Die positiv auf das Coronavirus Getesteten oder Menschen, die Kontakt zu Getesteten hatten, dürfen ihre häusliche Umgebung nur in Ausnahmefällen und unter strikten Kontaktvermeidungs- und Hygieneauflagen verlassen. Diese werden im Einzelfall kommuniziert. Sollten die Betroffenen in dieser Zeit Krankheitssymptome zeigen, müssen sie sich zunächst telefonisch an ihre Hausärztin/ihren Hausarzt sowie an das Gesundheitsamt (E-Mail: gesundheitsschutz@duesseldorf.de) wenden.



Wer muss in Quarantäne und bekommt eine Ordnungsverfügung?

Es kann bis zu 14 Tage (Inkubationszeit des Coronavirus SARS-CoV-2) dauern, bis die Infektion bei Ihnen ausgeschlossen werden kann. Isolationsmaßnahmen sollen verhindern, dass Sie auch in dieser Zeit andere Menschen anstecken.

Eine Quarantäne wird dann vom Gesundheitsamt durch eine Ordnungsverfügung behördlich angeordnet, wenn ...
- man auf COVID-19 getestet wurde und der Test positiv ausfällt. In diesem Fall muss man sich 10 Tage in Quarantäne begeben.
- ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat. Etwa wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat beziehungsweise angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist. Betroffene müssen 14 Tage in Quarantäne.

Hinweise:
Bei Erkältungssymptomen (wie zum Beispiel Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, Fieber, Gliederschmerzen) muss zunächst die Hausärztin beziehungsweise der Hausarzt telefonisch kontaktiert werden, die beziehungsweise der einen krankschreiben und die Krankschreibung zuschicken kann.

Häusliche Quarantäne wird durch das Gesundheitsamt angeordnet, wenn bei Ihnen selbst das Coronavirus (SARS-CoV-2) nachgewiesen wurde oder Sie Kontakt mit Menschen hatten, die nachweislich mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert waren. Es kann einige Tage dauern, bis die Infektion bei Ihnen ausgeschlossen werden kann. Isolationsmaßnahmen sollen verhindern, dass Sie auch in dieser Zeit andere Menschen anstecken.

Eine Quarantäne wird immer vom zuständigen Gesundheitsamt angeordnet. Wenn Sie der Meinung sind, sich in Quarantäne begeben zu müssen, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihr Gesundheitsamt.

Ordnungsverfügungen (auch als Bescheinigung für den Arbeitgeber)

Was ist eine Ordnungsverfügung?

Eine Ordnungsverfügung ist ein befehlender Verwaltungsakt, der von einer Ordnungsbehörde zur Abwehr von konkreten Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung erlassen wird und von dem Adressaten ein Handeln, Dulden oder Unterlassen verlangt.

Im Zusammenhang des Coronavirus wird mit einer Ordnungsverfügung eine Quarantäne angeordnet. Diese Maßnahmen sollen verhindern, dass weitere Menschen angesteckt werden.

Die Anordnung zur Quarantäne wird durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes mündlich/telefonisch ausgesprochen und ist sofort rechtskräftig.

Das Gesundheitsamt stellt eine Bescheinigung für den Arbeitgeber aus, mit der ein entstehender Verdienstausfall gegebenenfalls geltend gemacht werden kann.

Wann kommt die Bescheinigung zum Adressaten?

Das Gesundheitsamt erstellt die Bescheinigungen schnellstmöglich. Bei dem aktuell hohen Aufkommen an Bescheinigungen kann die Übermittlung allerdings in seltenen Fällen bis zu 14 Tagen dauern.


An welche Stelle kann man sich mit Problemen und Fragen zur Bescheinigung wenden?

Bitte warten Sie erst einige Tage ab. Wenn Sie nach circa 5 Tagen Ihre Bescheinigung noch nicht erhalten haben, können Sie sich per E-Mail an gesundheitsschutz@duesseldorf.de wenden

Wie verhalte ich mich in Quarantäne?

Bis zum Ende der Absonderung müssen die Betroffenen:

  • zweimal täglich Ihre Körpertemperatur messen
  • täglich ein Tagebuch zu Symptomen, Körpertemperatur, allgemeinen Aktivitäten und Kontakten zu weiteren Personen führen - für die zurückliegenden Tage bitte soweit Sie sich erinnern.

Zudem sind folgende Hygieneregeln zu beachten:

  • Kontakte zu anderen Personen sind soweit wie irgend möglich zu minimieren.
  • Nach Möglichkeit sollten sich die Betroffenen zeitlich und räumlich getrennt von den anderen Mitgliedern desselben Haushaltes aufhalten. Eine zeitliche Trennung kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden. Eine räumliche Trennung kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass sich die Haushaltsmitglieder in unterschiedlichen Räumen getrennt voneinander aufhalten.
  • Wenn Sie einen Garten haben, dürfen Sie diesen nutzen. Jedoch nur dann, wenn gesichert ist, dass Sie dort auf niemanden treffen. Auch sollten Sie keine Lieferungen persönlich an der Tür entgegen nehmen oder den Müll raus tragen.
  • Mit dem Virus infizierte Menschen sollten beim Husten und Niesen unbedingt Abstand zu anderen einhalten – von anderen weg drehen und die Armbeuge vor Mund und Nase halten oder ein Papiertaschentuch benutzen und dieses danach sofort entsorgen. Regelmäßiges gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife ist zwingend notwendig. Das Berühren von Augen, Nase und Mund sollte unterbleiben. Diese Hygieneregeln zu befolgen, ist generell allen empfohlen.

Wie sollen sich Personen verhalten, die mit unter Quarantäne gestellten Personen zusammenleben?

Häusliche Isolation/Quarantäne wird auch angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat. Etwa wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte: Dies ist bei zusammenlebenden Personen der Fall und sie sollten sich an das Gesundheitsamt wenden und die Notwendigkeit von häuslicher Isolation absprechen.

Wenn ein Testergebnis bei einem Verdachtsfall noch aussteht, gelten Mitglieder desselben Haushaltes beziehungsweise andere enge Kontaktpersonen bis zum Testergebnis noch nicht als ansteckungsgefährdet und bekommen daher keine Anordnung, sich in häusliche Isolation zu begeben. Vorsichtshalber ist eine freiwillige häusliche Isolation für diese engen Kontaktpersonen eines Verdachtsfalls jedoch empfehlenswert. Bei Unsicherheiten steht das Gesundheitsamt unter gesundheitsschutz@duesseldorf.de zur Verfügung. Für alle gilt: tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen.

Ende der Quarantäne

Wann darf medizinisches Personal nach der Quarantäne wieder arbeiten?

Zum Ende der Quarantäne und Aufhebung des Tätigkeitsverbots von medizinischem Personal müssen mindestens 10 Tage nach Symptombeginn vergangen sein sowie 48 Stunden Symptomfreiheit vorliegen. Desweiteren sind zwei negative PCR-Untersuchungen im Abstand von mindestens 24 Stunden erforderlich.

Wie geht man damit um, wenn man nach Ablauf der Quarantänezeit immer noch Symptome hat?

Bitte wenden Sie sich an Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt oder das Gesundheitsamt (E-Mail: gesundheitsschutz@duesseldorf.de), wenn Sie nach Ablauf der Quarantäne noch Krankheitssymptome haben.

Die Isolierung ist vorbei und man hat keine Ordnungsverfügung erhalten. Darf die Person dann wieder das Haus verlassen?

Bitte halten Sie Rücksprache mit dem Gesundheitsamt. Sofern Sie zu diesem Zeitpunkt seit mindestens 2 Tagen keine Symptome mehr aufweisen können Sie die Quarantäne verlassen. Für medizinisches und pflegerisches Personal gibt es gesonderte Regeln bezüglich der Wiederzulassung zur Arbeit. Kontaktieren Sie diesbezüglich bitte das Gesundheitsamt über gesundheitsschutz@duesseldorf.de

Wie verhalte ich mich nach der Quarantäne? Wann kann ich wieder das Haus verlassen?

Wenn nach der Quarantäne mindestens über zwei Tage keine Symptome mehr aufgetreten sind, können Sie das Haus wieder verlassen. Wenn nach Ablauf der Quarantäne hingegen noch Symptome da sind, sollten Sie sich an Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt oder das Gesundheitsamt (gesundheitsschutz@duesseldorf.de) wenden.

Muss ich in Quarantäne bleiben, wenn der Test negativ war?

Wenn man als Kontaktperson negativ getestet wurde

Ein negatives Testergebnis hat keinen Einfluss auf die vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantäne.

Nähere Informationen finden Sie unter dem Punkt Ich hatte Kontakt mit einer positiv getesteten Person, bin aber selber negativ getestet/habe keine Symptome. Darf ich jetzt arbeiten gehen?

Ein erster Test war positiv, ein weiterer negativ

Sollte später im Nachgang an das positive Testergebnis noch einmal getestet werden und dann ein negatives Ergebnis herauskommen, hat der folgende, negative Test keinen Einfluss auf die vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantäne.

Ich hatte Kontakt mit einer positiv getesteten Person, bin aber selber negativ getestet/habe keine Symptome. Darf ich jetzt arbeiten gehen?

Wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einer oder einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte, ist Quarantäne auch dann notwendig, wenn man selbst negativ getestet wurde/man selber (noch) keine Symptome zeigt.

Zusätzlich empfiehlt das Gesundheitsamt – in Anlehnung an die jeweils gültigen RKI-Empfehlungen – für bestimmte (enge) Kontaktpersonen eine Testung auf das Coronavirus, auch wenn diese Kontaktpersonen keine Symptome zeigen. Diese Personen werden entsprechend informiert und beraten.

Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat beziehungsweise angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist. Wenn man beispielsweise in den letzten zwei Wochen nur im gleichen Raum mit einem COVID-19-Erkrankten war und keinen engen Kontakt hatte, wird keine Quarantäne angeordnet, da dann ein geringeres Ansteckungsrisiko besteht. Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet (beispielsweise Krankenhaus, Altenpflege), sollte in jedem Fall seinen Arbeitgeber informieren. Und für alle gilt: tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen.

Wann ist eine Freitestung zur Wiederaufnahme der Tätigkeit nötig?

Eine Freitestung zur Wiederaufnahme der Tätigkeit bei medizinischem Personal von Arztpraxen und Krankenhäusern sowie Personal von Alten- und Pflegeeinrichtungen ist nicht notwendig. Auch für alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – auch der Kritischen Infrastruktur – gibt es keine Freitestung am Ende der Quarantäne oder zur Wiederaufnahme der Tätigkeit.

Informationen zu Entlassungskriterien aus der Isolierung gibt es auf der Seite des RKI

Zur Entisolierung und Aufhebung des Tätigkeitsverbots von medizinischem Personal gelten dieselben Kriterien:

  • Bei schwerem COVID-19-Verlauf (mit Sauerstoffbedürftigkeit):
    mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit, frühestens 10 Tage nach Symptombeginn, PCR-Untersuchung
  • Bei leichtem COVID-19-Verlauf (ohne Sauerstoffbedürftigkeit):
    mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit, frühestens 10 Tage nach Symptombeginn
  • Bei asymptomatischer SARS-CoV-2-Infektion:
    frühestens 10 Tage nach Erstnachweis des Erregers.

Immunsupprimierte Personen müssen im Einzelfall beurteilt werden. In Situationen mit akutem Personalmangel kann bei leichtem Verlauf eine Verkürzung der 10-tägigen Isolationsdauer im Einzelfall erwogen werden – nach Erreichen von 48 Stunden Symptomfreiheit und Vorliegen von zwei negativen PCR-Untersuchungen im Abstand von mindestens 24 Stunden.

Angeordnete Quarantänemaßnahmen bleiben weiterhin bestehen.

Bin ich aufgrund eines positiven Antikörpertests auf SARS-CoV-2 (Coronavirus) immun und kann aus der Quarantäne entlassen beziehungsweise wieder zur Arbeit zugelassen werden?

Nein, auch medizinisches und pflegerisches Personal kann in diesem Fall noch nicht aus der Quarantäne entlassen werden und wieder zur Arbeit gehen.

Ein Test auf SARS-CoV-2-spezifische Antikörper im Blut kann für epidemiologische Fragestellungen sinnvoll sein. Aktuell sind diese Tests jedoch noch in der Zulassungsphase.

Aufgrund der hohen Kreuzreaktivität mit Antikörpern anderer in Deutschland zirkulierender Coronaviren reicht die Qualität dieser Tests noch nicht für eine sicherere Einschätzung aus. Zudem ist noch nicht abschließend geklärt, ob eine durchgemachte Infektion überhaupt eine anschließende Immunität verursacht. Eine Entlassung aus der Quarantäne oder Wiederzulassung zur Arbeit ist daher auf Basis eines positiven SARS-CoV-2-Antikörpertests in Düsseldorf nicht möglich.

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