Quarantäne

Diese Regelungen der Quarantäneverordnung des Landes gelten auch, wenn das Gesundheitsamt noch keine Ordnungsverfügung ausgesprochen hat, und haben die gleiche rechtliche Wirkung einschließlich des Anspruchs auf Lohnersatz nach Paragraf 56 Infektionsschutzgesetz.

Die örtlichen Behörden können über Ausnahmen – zum Beispiel für die Fortführung einer beruflichen Tätigkeit unter strengen Vorgaben trotz der Quarantäne – entscheiden.

Im Folgenden werden häufig gestellte Fragen zum Thema Quarantäne beantwortet. Die Antworten sind auch auf der Internetseite des Landes Nordrhein-Westfalen nachzulesen.
Die Empfehlungen des Robert Koch-Institutes (RKI) zur Kontaktpersonen-Nachverfolgung bei SARS-CoV-2-Infektionen sind zu finden unter:rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Kontaktperson/Management.html.

Hinweis für nachfolgende Texte:
Das Düsseldorfer Gesundheitsamt erreichen Sie per Mail unter gesundheitsschutz@duesseldorf.de.

Inhalt zuletzt bearbeitet am: 14.01.2022

Was bedeutet häusliche Quarantäne?

Quarantäne ist eine zeitlich befristete Isolierung/Absonderung einer infizierten oder zumindest ansteckungsverdächtigen Person für die Dauer des Zeitraums, in der die unter Quarantäne stehende Person in der Lage ist, das Virus weiterzugeben (positiv Getestete) oder infektiös zu werden (Kontaktpersonen).

Was ist Sinn der Quarantäne?

Die Quarantäne dient dem Schutz von uns allen vor Ansteckung mit dem Coronavirus und soll die Verbreitung der Erkrankung eindämmen

Das Robert-Koch-Institut stellt Flyer mit Informationen zur Quarantäne für Kontaktpersonen in verschiedenen Sprachen zur Verfügung.

Die Stadt Dortmund hat Videos in verschiedenen Sprachen zu den wichtigsten Fragen rund um das Thema Quarantäne veröffentlicht.



Wie verhalte ich mich in Quarantäne?

Bis zum Ende der Quarantäne sollten die Betroffenen:

  • zweimal täglich Ihre Körpertemperatur messen
  • täglich ein Tagebuch zu Symptomen, Körpertemperatur, allgemeinen Aktivitäten und Kontakten zu weiteren Personen führen - für die zurückliegenden Tage bitte soweit Sie sich erinnern.

Zudem sind folgende Hygieneregeln zu beachten:

  • Kontakte zu anderen Personen sind soweit wie irgend möglich zu minimieren.
  • Nach Möglichkeit sollten sich die Betroffenen zeitlich und räumlich getrennt von den anderen Mitgliedern desselben Haushaltes aufhalten. Eine zeitliche Trennung kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden. Eine räumliche Trennung kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass sich die Haushaltsmitglieder in unterschiedlichen Räumen getrennt voneinander aufhalten.
  • Wenn Sie einen Garten haben, dürfen Sie diesen nutzen. Jedoch nur dann, wenn gesichert ist, dass Sie dort auf niemanden treffen. Auch sollten Sie keine Lieferungen persönlich an der Tür entgegennehmen.
  • Müll rausbringen: Wenn Sie alleine leben, muss sichergestellt sein, dass Sie auf dem Weg zur Mülltonne keinen Kontakt zu anderen Personen haben.
  • Mit dem Virus infizierte Menschen sollten beim Husten und Niesen unbedingt Abstand zu anderen einhalten – von anderen wegdrehen und die Armbeuge vor Mund und Nase halten oder ein Papiertaschentuch benutzen und dieses danach sofort entsorgen. Regelmäßiges gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife ist zwingend notwendig. Das Berühren von Augen, Nase und Mund sollte unterbleiben. Diese Hygieneregeln zu befolgen, ist generell allen empfohlen.

Wer muss in Quarantäne?

Eine Quarantäneplicht gilt automatisch und ist direkt umzusetzen für:

  • Personen, deren PCR-Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 positiv ausgefallen ist. Die positiv getestete Person erhält eine schriftliche Bestätigung der Ordnungsverfügung, die zugleich auch für alle weiteren Haushaltsmitglieder gilt.
  • Angehörige desselben Haushalts von positiv getesteten Menschen
  • Personen, die nach Kontakt zu einem positiv getesteten Fall Krankheitssymptome zeigen oder ein positives Schnelltestergebnis haben und sich deshalb wie gesetzlich vorgegeben einem PCR-Test unterziehen – bis zum Vorliegen des negativen PCR-Testergebnisses.

Hinweis: Personen mit positivem Testergebnis (infizierte Personen) müssen unmittelbar ihre engen persönlichen Kontakte selbstständig informieren.

Die von Infizierten informierten Personen werden gebeten, sich selbst zu isolieren, von Risikogruppen fernzuhalten, bei unvermeidbaren Kontakten FFP2-Masken zu tragen und sich regelmäßig mittels Antigenschnelltests zu testen.

Werde ich vom Gesundheitsamt angerufen, wenn ich Kontakt zu einem Infizierten hatte? (Kontaktnachverfolgung)

Entsprechend der Maßgabe des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) werden im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung die Priorisierungskriterien des Robert Koch-Institutes (RKI) berücksichtigt.

Positiv Getestete sowie deren Haushaltskontakte unterliegen gemäß der aktuellen Corona-Test-und-Quarantäneverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen automatisch den gültigen Quarantänepflichten.

Der weitere Ermittlungsfokus liegt somit auf engen Kontaktpersonen, die einer vulnerablen Gruppe zuzuordnen sind.

Zu den vulnerablen Gruppen gehören Personen, die ungeimpft sind und zusätzlich eines oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllen: Sie haben eine Herz-Kreislauferkrankung, eine Erkrankung der Lunge, eine Stoffwechselerkrankung, eine Krebserkrankung oder sind stark übergewichtig. Auch Schwangere, über 60-Jährige oder Personen, die aufgrund einer Autoimmunerkrankung oder einer Organspende immunsupprimiert sind, gehören der vulnerablen Gruppe an.

Zudem erhalten enge Kontaktpersonen, die der vulnerablen Gruppe angehören, eine schriftliche Bestätigung der Ordnungsverfügung für die Quarantäne und werden telefonisch über die Testoptionen und die weiteren Schritte informiert.

 Alle anderen engen Kontaktpersonen sollten direkt durch die positiv getestete Person informiert werden und sich bestmöglich absondern und regelmäßig testen. Auf die Home Office-Pflicht wird hingewiesen. Sie werden in der Regel nicht wie bisher telefonisch durch Mitarbeitende des Gesundheitsamtes kontaktiert.

Ungeimpfte, zur vulnerablen Gruppe gehörende, Kontaktpersonen von bestätigten Fällen, die nicht bei der Kontaktpersonennachverfolgung genannt wurden und somit nicht vom Gesundheitsamt kontaktiert wurden, werden gebeten, sich an gesundheitsschutz@duesseldorf.de zu wenden.

Kontaktpersonen (geboostert), die bereits eine Auffrischungsimpfung oder erst kürzlich eine (höchstens drei Monate zurückliegende) Zweitimpfung erhalten haben, müssen sich nicht in Quarantäne begeben. Gleiches gilt für geimpfte und von einer Coronainfektion genesene Kontaktpersonen sowie erst kürzlich Genesene, bei denen die Infektion weniger als drei Monate zurückliegt.  

Dauer der Quarantäne/Freitestung

Die Dauer der Quarantäne kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Es gelten folgende Regelungen:

Infizierte und enge Kontaktpersonen – ohne Testung – die Isolations- und Quarantänedauer beträgt 10 Tage. Eine Freitestung von Infizierten und engen Kontaktpersonen ist in der Landeshauptstadt Düsseldorf in Form eines PCR- oder zertifizierten Antigenschnelltestes (nicht vor dem 7. Tag nach Feststellung eines positiven Testergebnisses oder engem Kontakt mit einem Indexfall) möglich.

Für Beschäftige aus Krankenhäusern, ambulanten und stationären Pflegediensten und Einrichtungen der Wiedereingliederungshilfe ist für die Beendigung der Quarantäne zwingend ein PCR-Test erforderlich. Infizierte aus diesen Berufsgruppen müssen zudem mindestens 48 Stunden symptomfrei sein. Der Nachweis des negativen Testergebnisses im Rahmen einer Freitestung ist an das Gesundheitsamt per E-Mail zu richten an q.ende@duesseldorf.de.

Für Schülerinnen und Schüler sowie Kinder in den Angeboten der Kinderbetreuung kann die Quarantäne als Kontaktperson bereits nach 5 Tagen durch einen PCR- oder Antigenschnelltest (Probenentnahme frühestens am 5. Tag) beendet werden, da sie in serielle Teststrategien eingebunden sind.

Kinder, die einen Risikokontakt hatten, sollten zudem Kontakt zu Risikopatientinnen und -patienten meiden.

Ausnahmen von der Quarantäne für geboosterte und kürzlich zweitgeimpfte Kontaktpersonen

Kontaktpersonen, die bereits eine Auffrischungsimpfung oder erst kürzlich eine (höchstens drei Monate zurückliegende) Zweitimpfung erhalten haben, müssen sich nicht in Quarantäne begeben. Gleiches gilt für geimpfte und von einer Coronainfektion genesene Kontaktpersonen sowie erst kürzerlich Genesene, bei denen die Infektion weniger als drei Monate zurückliegt.

Jeder engen Kontaktperson wird empfohlen, sich schnellstmöglich nach dem engen Kontakt PCR-testen zu lassen.

Welche Tests sind zur Freitestung möglich?

Die Freitestungen mittels Antigen-Schnelltests, die frühestens ab dem 7. Tag möglich sind, können bei allen zugelassenen Teststellen durchgeführt werden. Die PCR-Testungen können bei der städtischen Hotline unter 0211-89-96090 vereinbart und im städtischen Testzentrum durchgeführt werden.

Übersicht über den Bund-Länder-Beschluss zu Quarantäne und Isolation

Weitere Informationen sind auf der Webseite des RKI hier und hier zu finden.

Verdienstausfallentschädigungen bei Quarantäne

Nordrhein-Westfalen hat entsprechend dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) des Bundes zum 11. Oktober 2021 die Verdienstausfallentschädigungen bei Quarantänen (nach § 56 Abs. 1 IfSG) für Menschen ohne Covid-19-Impfschutz auslaufen lassen. Ausgenommen von dieser Regelung bleiben weiterhin Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Genesene und Geimpfte, die aufgrund von Impfdurchbrüchen oder Neuerkrankungen in Quarantäne müssen, haben ebenfalls weiterhin einen Anspruch auf eine Verdienstausfallentschädigung.

Erhalten Genesene vom Gesundheitsamt ein Genesenenzertifikat?

Infizierte erhalten kein Genesenenzertifikat durch das Gesundheitsamt. Als Nachweis einer Genesung ist ein positiver PCR-Testbefund (der mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt und in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache vorliegt) oder die Ordnungsverfügung der Quarantäne der erkrankten Person ausreichend.

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