Neue Coronavirus-Testverordnung

Personal, Patientinnen und Patienten/Bewohnerinnen und Bewohner und Besucherinnen und Besucher in medizinischen Einrichtungen können in Arztpraxen, Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) oder durch Beauftragte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) vorsorglich getestet werden. Dazu gehören unter anderem Krankenhäuser, Einrichtungen des ambulanten Operierens, Dialyseeinrichtungen, Hospize, Tagespflegeeinrichtungen, Wohngruppen, ambulante Intensivpflege, Pflegeheime, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, voll- und teilstationäre Wiedereingliederungshilfen sowie Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Hierfür muss ein Testkonzept mit dem Antrag auf Freigabe zur eigenverantwortlichen Beschaffung und Nutzung von PoC-Antigen-Tests an das Gesundheitsamt übermittelt werden (Testkonzepte@duesseldorf.de). Arztpraxen müssen keine Testkonzepte einreichen.

Entspricht das vorgelegte Testkonzept im Wesentlichen den in der Coronavirus-Testverordnung (TestV) festgelegten Vorgaben, gilt es 14 Tage nach Eingang beim Gesundheitsamt als genehmigt. Als Nachweis gilt die Eingangsbestätigung des Gesundheitsamtes.

Wichtige Informationen zu den neuen Regelungen und zur Kostenübernahme sind in der neuen Coronavirus-Testverordnung geregelt:
Coronavirus-Testverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (Stand: 23.02.2021)
Testverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit (Stand: 27.01.2021)

Wer kann die Tests durchführen?
  • Gesundheitsämter
  • von den Gesundheitsämtern Beauftragte
  • Vertragsärzte und Testzentren
  • approbierte Ärzte.

Und nach §5a, Absatz 1 IFSG folgende Berufsgruppen:

  • Altenpfleger
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger
  • Krankenpfleger
  • Notfallsanitäter
  • Pflegefachpersonal.

Es bleibt dabei: Praxen können Testungen von asymptomatischen Personen unter den beschriebenen Voraussetzungen durchführen, sind aber nicht zum Testen verpflichtet.

Der Testabstrich erfolgt durch Ärzte oder durch geschultes medizinisches Personal der Einrichtung/des Unternehmens. Vorab ist eine Schulung erforderlich. Die Schulung kann jeder approbierte Arzt vornehmen und bescheinigen. Wir empfehlen Ihnen Kontakt zu den niedergelassenen Düsseldorfer Ärzten unter coronavirus.nrw/wp-content/uploads/2020/08/testpraxen_nordrhein.pdf aufzunehmen.

Meldepflicht

Positiv Getestete und Kontaktpersonen der Kategorie I nach RKI müssen namentlich ans Gesundheitsamt (gesundheitsschutz@duesseldorf.de ) gemeldet werden. Die Anzahl der durchgeführten Tests und positiven Ergebnisse – unterschieden nach den Kategorien Behandelte/Betreute, Personal und Besucher – müssen die Einrichtungen wöchentlich an das Landeszentrum Gesundheit (LZG) melden. Das LZG wird diesbezüglich noch ein Meldeformular erstellen – bitte informieren Sie sich unter www.lzg.nrw.de.

Formulare

Labordiagnostische Leistungen bei asymptomatischen Patienten werden übergangsweise über das Muster OEGD beauftragt. Ab 12. November 2020 soll es ein neues Formular geben, das dann bei der KV Nordrhein im Formularversand erhältlich ist.

Werden Antigen-Schnelltests durchgeführt, ist kein Auftrag nach Formular OEGD erforderlich, da das Abstrichmaterial in der Einrichtung untersucht wird. Die Abrechnung der ÖGD-Scheine und der zukünftigen Antigentest-Abrechnungsscheine erfolgt über die KVNO.

Die Abrechnungsunterlagen der Leistungserbringer und deren Datengrundlage – also die Auftrags- und Leistungsdokumentation – sind bis zum 31. Dezember 2024 zu speichern beziehungsweiseaufzubewahren.

Im Anhang finden Sie eine Übersicht der Nationalen Teststrategie SARS-CoV-2 (Bundesregierung) sowie einen Überblick der Testverordnung (KVNO). Näheres zur Testabrechnung können Sie der Webseite der KVNO unter www.kvno.de entnehmen.

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