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Informationen für Ärztinnen und Ärzte

Ausführliche Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KVB).

Wann ist eine Person krankheitsverdächtig?

Krankheitsverdächtig sind Personen mit Atemwegssymptomen und Kontakt mit einem Erkrankungsfall innerhalb der letzten 14 Tage oder Personen mit einer viralen Lungenentzündung, die im Zusammenhang mit weiteren Fällen von Lungenentzündungen stehen. Darüber hinaus sollte eine Coronaviruserkrankung bei der differentialdiagnostischen Abklärung berücksichtigt werden. Weitere Informationen zu Maßnahmen und Testkriterien finden Sie auf der Website des Robert Koch-Institutes und der Kassenärztlichen Vereinigung.

Meldepflicht: Begründete Verdachts-, Krankheits- und Todesfälle melden

Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, alle begründeten Verdachts-, Krankheits- und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus namentlich dem örtlichen Gesundheitsamt, in dessen Bezirk sich die betroffene Person derzeitig aufhält oder zuletzt aufhielt, zu melden. Kontakt zum Gesundheitsamt Düsseldorf können Ärztinnen und Ärzte unter der E-Mailadresse gesundheitsschutz@duesseldorf.de herstellen. Die Meldung erfolgt über den normalen, gesetzlich vorgeschriebenen Meldeweg:

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Dem Gesundheitsamt ist auch zu melden, wenn sich der begründete Verdacht nicht bestätigt. Die Meldung – inklusive dem Namen und den Kontaktdaten der betroffenen Person – muss innerhalb von 24 Stunden erfolgen.
Für die Meldepflicht gilt als begründeter Verdacht, wenn mindestens eine der beiden folgenden Konstellationen vorliegt:

  • Personen mit akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere und Kontakt mit einem bestätigten Fall von COVID-19
  • Auftreten von zwei oder mehr Lungenentzündungen (Pneumonien) in einer medizinischen Einrichtung, einem Pflege- oder Altenheim, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, auch ohne Vorliegen eines Erregernachweises.

Eine nachgewiesene Erkrankung oder der Tod infolge von COVID-19 ist immer zu melden.

Weitere Informationen:

Wie werden ärztliche Leistungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus abgerechnet?

Detaillierte Informationen und Hinweise zur Abrechnung können Sie hier finden.

Gibt es finanzielle Unterstützung für Arztpraxen?

Das Gesetz zum Ausgleich finanzieller Belastungen in Gesundheitseinrichtungen infolge von COVID-19 sieht bei Honorareinbußen durch die COVID-19-Pandemie auch Ausgleichszahlungen für Praxen von niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten vor.

An wen kann sich eine Ärztin beziehungsweise ein Arzt wenden, wenn sie beziehungsweise er selbst erkrankt und Verdienstausfall hat?

Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an den Landschaftsverband Rheinland (LVR).

Ein Anspruch auf Entschädigung von Verdienstausfällen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) besteht im Zusammenhang mit einer durch eine zuständige Behörde (Gesundheitsamt oder Ordnungsamt) ausgesprochenen Quarantäne beziehungsweise einem Tätigkeitsverbot. Berechtigte sind hierbei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Selbstständige und Freiberuflerinnen und Freiberufler, gegen die direkt eine Quarantäne beziehungsweise ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen wurde. Kein Anspruch besteht bei Arbeitsunfähigkeit, Urlaub und vorübergehender Verhinderung nach Paragraf 616 BGB.

Wer aufgrund des IfSG unter Quarantäne gestellt wird oder mit einem Tätigkeitsverbot belegt wurde und einen Verdienstausfall erleidet, ohne krank zu sein, erhält grundsätzlich eine Entschädigung (Paragraf 56 IfSG). Die örtliche Zuständigkeit in Nordrhein-Westfalen orientiert sich am Sitz des Betriebes/der Betriebsstätte, an der der betroffene Mensch tätig ist. Für den Regierungsbezirk Düsseldorf ist der LVR zuständig. Sofern die Maßnahme von einem anderen Bundesland angeordnet wurde, ist der Antrag nach dort zu richten.

Selbstständig Erwerbstätige stellen den Antrag auf Entschädigung direkt beim Landschaftsverband Rheinland. Voraussetzung für den Erhalt einer Entschädigung ist ein Verdienstausfall infolge eines Tätigkeitsverbotes beziehungsweise einer Quarantäne (Absonderung) nach IfSG. Der Antrag auf Entschädigung muss schriftlich innerhalb von drei Monaten nach Einstellung des Tätigkeitsverbots oder Ende der Absonderung beim LVR-Fachbereich Soziale Entschädigung gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Gibt es Informationen für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, sowie Krankenhäuser und Kliniken für den ressourcenschonenden Einsatz von Schutzausrüstung?

Der Ad-hoc Arbeitskreis COVID-19 des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) hat zu dieser Frage im Auftrag des BMAS ein Informationspapier erarbeitet. Dieses ist hier abrufbar.

Weiterhin wird empfohlen, sich bei konkreten Fragen und Problemen an die bei Ihnen zuständige Arbeitsschutzbehörde oder an Ihren Unfallversicherungsträger zu wenden. Eine Liste mit Kontaktdaten der Arbeitsschutzbehörden finden Sie hier.

Informieren Sie sich ebenfalls beim Robert-Koch-Institut.

Die Kontaktdaten der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sind hier abrufbar.

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