Umgang der Schulen mit Corona

Regelungen für Schulen nach Ende der Sommerferien

  • Alle Schülerinnen und Schüler nehmen am Präsenzunterricht teil. Der Unterricht wird in allen Fächern nach Stundentafel in vollem Umfang erteilt.
  • Die gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden, dem Gesundheitsministerium und der Unfallkasse NRW erarbeiteten Vorgaben für die Hygiene und den Infektionsschutz gelten fort. Sie haben sich bewährt und bieten einen zusätzlichen Schutz für alle am Schulleben Beteiligten.
  • Die Testungen zweimal pro Woche werden fortgesetzt. Personen mit nachgewiesen vollständigem Impfschutz müssen nicht getestet werden. In den Grundschulen und Förderschulen sowie weiteren Schulen mit Primarstufe kommen wie bisher die PCR-basierten Lolli-Tests zum Einsatz, in den weiterführenden Schulen die Antigen-Selbsttests.
  • Auch im neuen Schuljahr gilt zunächst die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im Innenbereich der Schulen, nicht dagegen im Freien. Die Notwendigkeit dieser Maskenpflicht wird aber nach den Sommerferien vom ersten Tag an im Lichte des Infektionsgeschehens und danach weiterhin regelmäßig überprüft.
  • Veranstaltungen zur Einschulung oder Aufnahme in die weiterführende Schule sind möglich. Es gelten die gegenwärtig für Abschlussveranstaltungen und Zeugnisübergaben geltenden Regeln entsprechend.

Informationen des Schulministeriums NRW

Weitere Infos zum Thema Schule und Corona, unter anderem Test- und Hygienestrategien, erhalten Sie hier.

Inhalt zuletzt bearbeitet am: 27.08.2021

Wie werden die Infektionsschutzmaßnahmen in den Schulen umgesetzt?

Alle genutzten Räume werden regelmäßig gelüftet, insbesondere zwischen der Nutzung durch verschiedene Klassen beziehungsweise Kurse.

Regelmäßiges Händewaschen ist weiterhin eine sinnvolle Unterstützungsmaßnahme.

Die Sanitäranlagen in den Schulen sind dafür mit ausreichend Seifenspendern ausgestattet. Auf das Händeschütteln soll verzichtet werden. Eine zusätzliche, prophylaktische Händedesinfektion ist nicht erforderlich. Die bereitgestellten Handdesinfektionsspender werden vordringlich dort eingesetzt, wo es feste Hygienevorgaben gibt (zum Beispiel in der Mensa).

Alle Räume sowie potenziell kontaminierte Flächen, die durch Händekontakte zu einer Übertragung beitragen könnten, werden arbeitstäglich gereinigt. Eine Zwischenreinigung oder -desinfektion von Flächen ist nicht erforderlich.

Wie ist vorzugehen, wenn Schüler Coronasymptome aufweisen? (zuhause/im Unterricht)

Wie ist vorzugehen, wenn eine Schülerin oder ein Schüler zuhause Coronasymptome aufweist?

Bereits im Elternhaus, muss abgeklärt werden, dass eine Schülerin oder ein Schüler keine Symptome einer COVID-19-Erkrankung aufweist. Sollten Symptome vorliegen, muss ein Arzt kontaktiert werden. Von einem Schulbesuch ist unbedingt abzusehen.

Dazu hat das Schulministerium NRW ein Infoblatt für Eltern zusammengestellt.

Wie ist vorzugehen, wenn eine Schülerin oder ein Schüler während des Präsenzunterrichts Coronasymptome (zum Beispiel Fieber, Husten) entwickelt?

Soweit möglich, ist sofort zu klären, ob die Symptomatik in einem Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2 -Infektion steht oder andere Ursachen (zum Beispiel Allergie) hat.

Sollte die Symptomatik nicht auf eine andere Ursache zurückgeführt werden können, wird die betreffende Schülerin oder der betreffende Schüler vom Präsenzunterricht ausgeschlossen. Anschließend wird durch die Schule der Hausarzt telefonisch kontaktiert. Der Nachhauseweg darf auf keinen Fall mit Bus und Bahn stattfinden. Bei Abholung durch die Sorgeberechtigten werden die Schüler bis zur Abholung separat untergebracht.

Die Situation wird vollständig von der Schule dokumentiert (Datum, Unterrichtsstunde, am Präsenzunterricht teilnehmende Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, Sitzordnung), um dem Gesundheitsamt nötigenfalls die notwendigen Informationen für eine Nachverfolgung von Kontaktpersonen bereitstellen zu können.

Wann und für wen wird eine Quarantäne ausgesprochen?

Bund und Land haben entsprechende Quarantäneverordnungen erlassen. Ihnen sowie den Maßgaben des Robert Koch-Institutes (RKI) folgen die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes.

In der Regel müssen nur positiv getestete Personen in Quarantäne. Die in diesem Kontext entstandenen Kontakte unterliegen von nun an einer regelmäßigen Testpflicht in den verschiedenen Einrichtungen. Eine Quarantäne gilt nicht automatisch für die komplette Klasse oder Gruppe. Sie wird dann angeordnet, wenn es zu mehreren Übertragungen innerhalb eines Klassenverbandes oder einer Gruppe gekommen ist. Das Aussprechen einer Quarantäneanordnung in Düsseldorf erfolgt nach individueller Prüfung des Sachverhaltes und entsprechender Risikoeinschätzung.

Das Kreisgesundheitsamt Mettmann hat Informationen für betroffene Eltern zusammen gestellt. Die Hinweise sind allgemein gültig und behandeln unter anderem die Themen Verhalten in der Quarantäne und Arbeitsausfall.

Infoblatt

Allgemeine Quarantänevorgaben:

Positiv getestete Personen müssen nach wie vor 14 Tage in Quarantäne. Ausnahmen gelten nur unter bestimmten Voraussetzungen. Beispielsweise für ausreichend immunisierte, asymptomatische Personen. Hier gelten weiterhin die bisherigen Regelungen.

Für Kontaktpersonen wurde die Quarantäne auf 10 Tage reduziert. Zudem besteht für asymptomatische Kontaktpersonen die Möglichkeit, sich entweder mittels eines Antigen-Tests ab dem 7. Tag oder mittels eines PCR-Tests ab dem 5. Tag aus der Quarantäne freizutesten.

Für Kontaktpersonen, die einer regelmäßigen Testung unterliegen – beispielsweise in der Schule, in der Kita oder beim Arbeitsplatz, kommen ab dem 5. Tag auch Antigen-Tests für eine Freitestung in Betracht.

Das Recht auf eine Freitestung gilt auch rückwirkend. Personen, die sich bereits heute in Quarantäne befinden, für die diese neue Regelung jedoch gilt, können sich ab Samstag, 11. September 2021 freitesten lassen.

weitere Informationen

Pool-Testungen/gesetzliche Vorgaben

Die Kommunen folgen im Rahmen der Lolli-Testungen den Maßgaben der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung sowie des Schulministeriums. Das Land beziehungsweise Schulministerium gibt das Verfahren für die Pool-Testungen und der Bestätigungstestungen vor. Die Organisation und Logistik der Testungen liegt in der Zuständigkeit der Schulträger und der beauftragten Labore. Das Gesundheitsamt kann entsprechend der Maßgaben erst tätig werden und gegebenenfalls Quarantänen anordnen, wenn der individuelle Kontrolltest positiv ausfällt. Ansonsten müssten alle an einem positiven Pool-Test beteiligten Kinder sowie deren Kontaktpersonen erst in Quarantäne gesetzt und bei einem negativen Folgetest wieder daraus entlassen werden.

Grundsätzlich gilt: Das Gesundheitsamt Düsseldorf folgt den Maßgaben der Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO), der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung (CoronaTestQuarantäneVO), der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV) sowie den Empfehlungen zur Kontaktpersonennachverfolgung des Robert Koch-Instituts und dem Erlass des MAGS vom 12.08.2021 zum "Vorgehen bei Risikokontakten innerhalb der Schule".

Weiterführende Informationen:
Weitere Informationen zum vom Land definierten Procedere sind zu finden unter schulministerium.nrw/lolli-tests, schulministerium.nrw/umgang-mit-einem-positiven-lolli-test-pcr-test sowie schulministerium.nrw/27052021-lolli-testverfahren-ab-dem-31-mai-2021.

Vorgehen/Ablauf Pool-Testung: Was passiert bei einem positiven Ergebnis?

Nach dem Erlass zum "Vorgehen bei Risikokontakten innerhalb der Schule" und gemäß der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung gilt, dass bei einer positiven Pool-/Lolli-Testung in einer Klasse/Gruppe alle darin getesteten Personen verpflichtet sind, sich einer individuellen Kontrolltestung mittels PCR-Test zu unterziehen. Bis zum Erhalt eines negativen Ergebnisses des Kontrolltests müssen sie sich bestmöglich absondern, unmittelbare Kontakte zu anderen Personen vermeiden und Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen strikt einhalten. Dies stellt jedoch keine behördlich angeordnete Quarantäne dar.

Von der Quarantänepflicht befreit sind vollständig geimpfte und symptomfreie Schülerinnen und Schüler, sofern sie nicht im Rahmen des individuellen PCR-Tests positiv getestet wurden.

Es gilt folgendes Vorgehen:

Erste Nachtestung mit einem positiven Ergebnis/positiven Ergebnissen:
Wird beim ersten Kontrolltest ein positives Ergebnis bzw. werden positive Ergebnisse identifiziert, werden die positiv getesteten Personen vom Gesundheitsamt quarantänisiert und die Kontaktpersonennachverfolgung eingeleitet; d. h. es wird jeder Einzelfall auf entstandene Risikokontakte geprüft. In Abstimmung mit der Einrichtungsleitung wird u. a. nachvollzogen, ob die Abstands- und Hygienemaßnahmen eingehalten wurden. Es werden nicht pauschal ganze Klassen/Gruppen als enge Kontaktpersonen eingestuft und quarantänisiert, sondern die Kontakte einer infizierten Person einzeln betrachtet. Werden enge Kontaktpersonen ermittelt, werden diese ebenfalls durch das Gesundheitsamt quarantänisiert.

Negativ getestete Personen, die nicht als enge Kontaktpersonen eingestuft werden, können in Abstimmung mit der Schulleitung wieder am Schulbetrieb teilnehmen.

Erste Nachtestung ohne ein positives Ergebnis:
Sollten bei der ersten, individuellen Kontrolltestung, nach der positiven Pool-Testung, alle Tests negativ ausfallen, sind – gemäß den Vorgaben des Schulministeriums – erneute, selbstständige individuelle Kontrolltestungen in Rücksprache mit einem Arzt/einer Ärztin, einem der Testzentren oder einem Labor durchzuführen. Eine rechtlich bindende oder gar behördliche angeordnete Quarantäne besteht in diesen Fällen gemäß Landesverordnung nicht.

Bis zum Erhalt eines negativen Ergebnisses des Kontrolltests müssen sich alle im Pool-Test Getesteten bestmöglich absondern, unmittelbare Kontakte zu anderen Personen vermeiden und Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen strikt einhalten (gemäß § 13 Corona-Test-und-Quarantäneverordnung vom 19.08.2021).

Sollte ein Testergebnis nicht auswertbar oder nicht vollständig sein, wenden Sie sich bitte an die Schulleitung oder das zuständige Labor.

Zweite Nachtestung mit einem positiven Ergebnis/positiven Ergebnissen:
Wird bei dem zweiten Kontrolltest ein positiver Fall identifiziert, wird wie bei der "ersten Nachtestung mit positivem Ergebnis/positiven Ergebnissen“ (siehe oben) verfahren.

Zweite Nachtestung ohne ein positives Ergebnis:
Sollten bei der zweiten, individuellen Kontrolltestung ebenfalls kein positiver Fall identifiziert werden, können alle Schülerinnen und Schüler in Rücksprache mit der Schulleitung, jedoch ohne Zustimmung des Gesundheitsamtes wieder am Präsenzuntersicht teilnehmen.

Vorschlag der Landeshauptstadt Düsseldorf zum zukünftigen Vorgehen

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche haben am Donnerstag, 26.08.2021 in einer Pressekonferenz betont, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf die vom Land vorgegebenen Regelungen zu den Pool-Tests an den Schulen als nicht praktikabel einschätzen. Daher hat die Landeshauptstadt Düsseldorf an das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen eine Bitte zur Verfahrensvereinfachung gerichtet.

Gemäß den aktuellen Maßgaben haben sich alle an einem positiven Pool-Test Beteiligten Personen bestmöglich abzusondern bis ein im häuslichen Umfeld durchgeführter individueller Kontrolltest ausgewertet wurde – im Zweifelsfall muss sogar ein weiterer externer PCR-Test durchgeführt werden. Um die Wartezeit zu verkürzen, schlägt die Landeshauptstadt Düsseldorf vor, dass das Land verfügt, zukünftig zeitgleich mit dem Pool-Test eine weitere Probe zu entnehmen, welche im Anschluss an ein positives Pool-Test-Ergebnis individuell ausgewertet werden kann. Die erste Probe kommt in den Pool, die zweite wird mit Namen beschriftet und direkt mit ins Labor geschickt. Für den Fall, dass in der Pooltestung eine Probe positiv getestet wird, kann das Labor direkt die zweite Probe auswerten.

Wo kann man einen PCR-Test im Rahmen der zweiten Kontrolltestung durchführen lassen, wenn bei der ersten individuellen Kontrolltestung alle Tests negativ waren? Wer trägt die anfallenden Kosten?

In diesem Fall können die Betroffenen über die Corona-Hotline im städtischen Testzentrum einen Termin vereinbaren oder sich bei einem Arzt/einer Ärztin, einem der zahlreichen privaten Testzentren oder einem Labor testen lassen. Bei privaten Testzentren können Testkosten entstehen, die vorab mit der entsprechenden Stelle geklärt werden sollten.

Erhalten Eltern eine Bescheinigung für den Arbeitgeber?

Nur behördlich angeordnete Quarantänen werden schriftlich bescheinigt. Diese Bescheinigung kann dem Arbeitgeber vorgelegt werden.

Warum gibt es keine zentralen Nachtestungen (zum Beispiel auf dem Schulhof)?

Eine zentrale Nachtestung etwa auf dem Schulgelände birgt insbesondere aus infektiologischer Sicht große Risiken: Denn mindestens eine positive Verdachtsperson hätte dann auf dem Weg dorthin Kontakt zu anderen (Bus, Bahn). Das Risiko weiterer Ansteckungen auf dem Weg zur Schule und während einer zentralen Nachtestung auf dem Schulgelände steigt somit. Dies soll gerade durch die Nachtestung zu Hause vermieden werden.

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