Kinderbetreuung

Ab Montag, dem 17. August 2020 wird es in der Kindertagesbetreuung wieder den Regelbetrieb geben, allerdings unter den Bedingungen der Coronapandemie.

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Elternbeiträge und Verpflegungsentgelte

Kindertageseinrichtungen und Schulen starten Mitte August wieder in den Regelbetrieb, Elternbeiträge und die Verpflegungsentgelte ab August wieder in voller Höhe erhoben.

Um Eltern in der Corona-Krise zu entlasten, hatte sich die Landesregierung mit den Kommunen darauf verständigt, in den Monaten Juni und Juli den Eltern für Betreuungen in Kitas und Tagespflege, die Hälfte der Elternbeiträge zu erlassen.

Darüber hinaus wurde mit dem Land vereinbart, dass in den Monaten Juni und Juli den Eltern für die Betreuung in der OGS der Elternbeitrag vollständig erlassen wird. In den städtischen Kindertageseinrichtungen wurde darüber hinaus das Verpflegungsentgelt im Juni nur zur Hälfte und im Juli in voller Höhe erhoben.

In den städtischen OGS-Standorten wurde das Verpflegungsentgelt sowohl im Juni als auch im Juli in voller Höhe erlassen.

Die Landesregierung hat angekündigt, ab dem 17. August in den Regelbetrieb in der Kindertagesbetreuung zurückzukehren, so dass dann alle Kinder ihre Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege wieder im vertraglich vereinbarten Umfang besuchen können. Auch für die Schulen startet nach den Sommerferien ein verantwortungsvoller Regelbetrieb, so dass auch hier der Betrieb im offenen Ganztag und in der Übermittagsbetreuung wieder aufgenommen wird. Daher werden die Elternbeiträge und die Verpflegungsentgelte ab August wieder in voller Höhe erhoben.

Die betreffenden Eltern müssen nichts weiter veranlassen, wenn sie ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt haben. Soweit sie einen Dauerauftrag für den Beitrag und gegebenenfalls für die Mittagsverpflegung eingerichtet ist, sollte der ab August wieder angepasst werden.

Was bedeutet Regelbetrieb in der Pandemie?

Ab Montag, dem 17. August 2020, wird es in der Kindertagesbetreuung wieder den Regelbetrieb geben, allerdings unter den Bedingungen der Coronapandemie.

Dies bedeutet, dass alle Kinder ihre Kindertageseinrichtung und Kindertagespflege wieder entsprechend der vertraglich vereinbarten Betreuungsumfänge besuchen können. Die bewährten pädagogischen Konzepte der Einrichtung können wieder wie gewohnt umgesetzt werden. Die Kinder können in ihren pädagogischen Gruppen betreut werden, sie dürfen Kontakte in alle Gruppen haben und gemeinsam im Außenbereich spielen.

Je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens, aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes oder weiteren wissenschaftlichen und empirischen Erkenntnissen kann es aber hier zu erneuten Einschränkungen kommen.

Einschränkungen in den Öffnungszeiten können nötig sein, wenn Betreuungspersonal fehlt, weil es zur Risikogruppe gehört und noch nicht wieder in der Kindertagesstätte arbeiten darf oder wenn bei Kindern, Beschäftigten oder Kontaktpersonen eine Infektion mit dem Corona-Virus nachgewiesen wird. Dann kann es zu Gruppen- oder auch Einrichtungsschließungen kommen.

Warum startet die Kinderbetreuung ab 17. August wieder im Regelbetrieb?

Der weitere Öffnungsschritt ist im Vorfeld mit den Trägern, den Kommunen, den Gewerkschaften und Kinderärztinnen und -ärzten beraten worden. Wissenschaftliche Ergebnisse, zum Beispiel aus der Düsseldorfer Kita-Test-Studie, wurden dabei ebenso berücksichtigt wie die Erfahrung aus dem eingeschränkten Regelbetrieb. Das Infektionsrisiko im Zusammenhang mit Angeboten der Kindertagesbetreuung scheint nicht höher als in der Gesamtbevölkerung zu sein. Deshalb sollen den Kindern Bildung und Betreuung wieder im gewohnten Umfang zugutekommen. In enger Absprache mit den Trägern und Kommunen hat das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integrationen sich darauf verständigt, nicht unmittelbar mit dem Ende der Sommerferien den Regelbetrieb aufzunehmen, sondern am 17. August 2020 zu starten. Damit haben alle Einrichtungen, auch die, die ihre Ferienschließzeiten in der 2. Schulferienhälfte haben, genügend Vorbereitungszeit, um den Übergang in den Regelbetrieb vorzubereiten.

Welche Hygienemaßnahmen gelten bei der Kindertagesbetreuung?

In der Kindertagesbetreuung können wesentliche Schutzmaßnahmen, die außerhalb der Kindertagesbetreuung gelten, wie beispielsweise die Einhaltung des Abstandsgebotes von Kindern untereinander sowie zwischen Kindern und pädagogischem Personal, nicht umgesetzt werden

Auch das Tragen von einer Mund-Nasen-Bedeckung ist für Kinder nicht umsetzbar. Daher ist die Umsetzung von Hygienemaßnahmen hier von ganz besonderer Bedeutung, wie beispielsweise regelmäßiges Händewaschen.

Die Kitas werden täglich einer Reinigung unterzogen und auch im Bereich der Küche gelten besondere Bestimmungen zur Einhaltung der Hygiene. Die Eltern werden gebeten, die Kita nur mit Mundschutz zu betreten und nur wenn dies wirklich pädagogisch erforderlich ist - wie beispielsweise im Rahmen der Eingewöhnung ihres Kindes.

Die Eltern sollten sich nach Betretung der Kita die Hände desinfizieren.

Alle Erwachsenen haben einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einzuhalten. Das gilt

  • für Beschäftigte in den Kindertageseinrichtungen und für Kindertagespflegepersonen untereinander
  • zwischen den Beschäftigten beziehungsweise Kindertagespflegepersonen und den Eltern und
  • den Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen beziehungsweise Kindertagespflegepersonen und Externen.

Im Umgang mit anderen Erwachsenen muss immer eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist.

Wer wird getestet?

Das Land und der Bund haben für Kindertagesstätten und Schulen eine Teststrategie vereinbart. Seit der Kalenderwoche 32 können sich alle Beschäftigen in Kitas und Schulen freiwillig auf SARS-CoV-2 testen lassen. Auch, wenn diese Personen keine Symptome haben.

Sollte es Coronainfektionen in Schulen oder Kindertagesstätten geben, entscheidet das Gesundheitsamt je nach der Situation vor Ort, wer sich freiwillig testen lassen sollte beziehungsweise kann.

Kontaktpersonen der Kategorie I sollten sich auf jeden Fall testen lassen. Dazu gehören beispielsweise Schülerinnen und Schüler im näheren Umfeld. Diese können sich in jedem Fall freiwillig und ebenfalls kostenfrei testen lassen. Ziel hier ist es, mit einer frühzeitigen und lückenlosen Kontaktpersonennachverfolgung das Infektionsgeschehen im Griff zu behalten.

Die Kosten für diese Tests übernimmt die Gesetzliche Krankenversicherung, so dass die Tests für Patientinnen und Patienten kostenlos sind.

Wer testet?

Getestet wird bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie in den Testzentren an der Mitsubishi Electric Halle. Außerdem werden weiterhin Testungen durch den mobilen Abstrichservice durchgeführt.

Sind die Testkapazitäten ausreichend?

Die Testkapazitäten wurden zum Ende der Sommerferien nochmals erhöht. An der Mitsubishi Electric Halle werden die bisherige Diagnosepraxis und das Drive-In vergrößert. So sollen die Test im Diagnosezentren und im Drive-In von circa 300 auf 2.000 täglich hochgefahren werden. Mit mobilen Teams – zwei werden neu geschaffen – könnten, wenn es die Situation erfordert bis zu 800 zusätzliche Tests vor Ort, beispielsweise an Kitas oder Schulen, durchgeführt werden.

Was sollten Eltern beachten, wenn ihre Kinder Schnupfen haben?

Grundsätzlich gilt, Kinder die krank sind, sollten nicht in die Kita oder in die Kindertagespflege gebracht werden. Bei laufender Nase ohne weitere Krankheitsanzeichen sollen Kinder zunächst für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden. Wenn keine weiteren Symptome wie Husten, Fieber et cetera dazu kommen, kann das Kind ohne Attest zurück in die Betreuung.

Ab wann darf eine Eingewöhnung stattfinden?

Eine Eingewöhnungsphase findet auch schon gegenwärtig unter den Rahmenbedingungen des eingeschränkten Regelbetriebes statt.

Ab dem 17. August gilt dann auch für diese wichtige Einlebephase der Familien in die Kita Regelbetrieb: es gelten die Vereinbarungen zwischen Familien und Einrichtung, die den jungen Kindern die Eingewöhnung zu meistern helfen.

Die jeweiligen Elternteile werden dazu angehalten, bei der Eingewöhnungsphase eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

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