Kinderbetreuung

Ab dem 7. Juni kehrt die Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen landesweit in den Regelbetrieb zurück. Im Regelbetrieb sind die rechtlichen Regelungen des Achten Sozialgesetzbuches (SGB VIII) und des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) wieder uneingeschränkt gültig, alle Kinder haben einen uneingeschränkten Betreuungsanspruch im vertraglich vereinbarten Betreuungsumfang, pädagogische Konzepte können vollumfänglich umgesetzt werden. Die verbindliche Gruppentrennung ist aufgehoben. Es gelten weiterhin die Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen der Coronabetreuungsverordnung.

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Inhalt zuletzt bearbeitet am: 02.07.2021

Was bedeutet eingeschränkter Pandemiebetrieb in den Kindertageseinrichtungen?

Es gilt der dringende Appell, dass Eltern ihre Kinder, im Sinne der Kontaktvermeidung, wann immer möglich, selber betreuen. 

Die Kindertageseinrichtungen bleiben jedoch grundsätzlich geöffnet. Ob Eltern das Angebot in Anspruch nehmen, entscheiden die Eltern eigenverantwortlich. Es ist keine Tätigkeit in einem systemrelevanten Beruf für die Kinderbetreuung notwendig. Die Einforderung von Arbeitergeberbescheinigungen als Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist unzulässig.

Es gelten die Vorgaben der Coronabetreuungsverordnung, das heißt, zwischen den Erwachsenen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist von Erwachsenen eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Geeignete Vorkehrungen zur Hygiene sind zu treffen und die Rückverfolgbarkeit ist sicherzustellen.   

Es sind Gruppentrennungen umzusetzen, also fest zugeordnete Räumlichkeiten, eine feste Zusammensetzung (immer dieselben Kinder) und in der Regel ein fester Personalstamm. Die verschiedenen Gruppen sollen keinen unmittelbaren Kontakt zueinander haben. Das gilt für den gesamten pädagogischen Alltag, die Bring-und Abholsituation, in der Randzeitenbetreuung, für die Nutzung der Räume, bei den Schlafzeiten und Verpflegungssituationen. Geschwisterkinder sollen in der Regel in einer Gruppe betreut werden. (Teil-)Offene Konzepte dürfen nicht umgesetzt werden.

Um die Gruppentrennung umsetzen zu können, wird landesweit der Betreuungsumfang in Kindertageseinrichtungen für jedes Kind um 10 Wochenstunden eingeschränkt. Soweit die jeweiligen Personalressourcen dies zulassen und eine Überlastung der Gesamtsituation in der Einrichtung ausgeschlossen werden kann, sind auch höhere Betreuungsumfänge möglich. Über die jeweilige Ausgestaltung entscheidet die Einrichtung beziehungsweise der Träger.

Was bedeutet eingeschränkter Pandemiebetrieb in den Kindertagespflege?

Es gilt der dringende Appell, dass Eltern ihre Kinder, im Sinne der Kontaktvermeidung, wann immer möglich, selber betreuen.

Es gelten die Vorgaben der Coronabetreuungsverordnung, das heißt, zwischen den Erwachsenen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist von Erwachsenen eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Geeignete Vorkehrungen zur Hygiene sind zu treffen und die Rückverfolgbarkeit ist sicherzustellen.

In der Kindertagespflege erfolgt die Betreuung der Kinder grundsätzlich im zeitlichen Umfang der Betreuungsverträge. In der Großtagespflege sollte nach Möglichkeit eine räumliche Trennung der Kindertagespflegepersonen mit den ihnen zugeordneten Kindern für die gesamte tägliche Betreuungszeit eingehalten werden.

Welche Hygienemaßnahmen gelten bei der Kindertagesbetreuung?

In der Kindertagesbetreuung können wesentliche Schutzmaßnahmen, die außerhalb der Kindertagesbetreuung gelten, wie beispielsweise die Einhaltung des Abstandsgebotes von Kindern untereinander sowie zwischen Kindern und pädagogischem Personal, nicht umgesetzt werden

Auch das Tragen von einer Mund-Nasen-Bedeckung ist für Kinder nicht umsetzbar. Daher ist die Umsetzung von Hygienemaßnahmen hier von ganz besonderer Bedeutung, wie beispielsweise regelmäßiges Händewaschen.

Die Kitas werden täglich einer Reinigung unterzogen und auch im Bereich der Küche gelten besondere Bestimmungen zur Einhaltung der Hygiene. Die Eltern werden gebeten, die Kita nur mit Mundschutz zu betreten und nur wenn dies wirklich pädagogisch erforderlich ist - wie beispielsweise im Rahmen der Eingewöhnung ihres Kindes.

Die Eltern sollten sich nach Betretung der Kita die Hände desinfizieren.

Alle Erwachsenen haben einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einzuhalten. Das gilt

  • für Beschäftigte in den Kindertageseinrichtungen und für Kindertagespflegepersonen untereinander
  • zwischen den Beschäftigten beziehungsweise Kindertagespflegepersonen und den Eltern und
  • den Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen beziehungsweise Kindertagespflegepersonen und Externen.

Im Umgang mit anderen Erwachsenen muss immer eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist.

Zusätzliche Kinderkrankentage

Um die zusätzliche Belastung der Eltern zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht abzufedern, soll bundesgesetzlich geregelt werden, dass das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 für 10 zusätzliche Tage pro Elternteil (20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende) gewährt wird. Der Anspruch soll auch für die Fälle gelten, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erfolgt, und entsprechend dem Appell der Landesregierung auf eine Betreuung verzichtet wird.

Elternbeiträge

Die Elternbeiträge für die Betreuung von Kindern in Kitas und Tagespflege werden für den Monat Februar 2021 in voller Höhe und für die Monate März bis Mai zur Hälfte erlassen. Dies beschloss der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf nach der Einigung mit dem Land in seiner Sitzung am 1. Juli. Ziel ist es, die Eltern in der Corona-Krise weiter zu entlasten.

Die verbleibenden 50 Prozent der Elternbeiträge für März bis Mai werden jeweils zur Hälfte von den Kommunen und vom Land übernommen. Es ist beabsichtigt, bereits gezahlte Elternbeiträge bis Ende Juli mit den laufenden Beiträgen für die Monate Juni/ Juli 2021 zu verrechnen.

Können sich Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen auf eine Infektion mit Covid 19 testen lassen?

Alle  Leitungen, Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen können sich in der Zeit nach den Weihnachtsferien ab dem 7. Januar bis zum 26. März 2021 bis zu sechs Mal anlasslos und zu einem frei gewählten Termin kostenlos testen lassen. Die Tests sind freiwillig.

Sollte es Coronainfektionen in Schulen oder Kindertagesstätten geben, entscheidet das Gesundheitsamt je nach der Situation vor Ort, wer sich freiwillig testen lassen sollte beziehungsweise kann.

Kontaktpersonen der Kategorie I sollten sich auf jeden Fall testen lassen. Dazu gehören beispielsweise Schülerinnen und Schüler im näheren Umfeld. Diese können sich in jedem Fall freiwillig und ebenfalls kostenfrei testen lassen. Ziel hier ist es, mit einer frühzeitigen und lückenlosen Kontaktpersonennachverfolgung das Infektionsgeschehen im Griff zu behalten.

Die Kosten für diese Tests übernimmt die Gesetzliche Krankenversicherung, so dass die Tests für Patientinnen und Patienten kostenlos sind.

Wer testet?

Getestet wird bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie in den Testzentren an der Mitsubishi Electric Halle. Außerdem werden weiterhin Testungen durch den mobilen Abstrichservice durchgeführt.

Was sollten Eltern beachten, wenn ihre Kinder Schnupfen haben?

Grundsätzlich gilt, Kinder die krank sind, sollten nicht in die Kita oder in die Kindertagespflege gebracht werden. Bei laufender Nase ohne weitere Krankheitsanzeichen sollen Kinder zunächst für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden. Wenn keine weiteren Symptome wie Husten, Fieber et cetera dazu kommen, kann das Kind ohne Attest zurück in die Betreuung.

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