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Zahlen & Fakten

Hier finden Sie aktuelle Zahlen zur Ausbreitung der Pandemie.

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Erklärung: 7-Tage-Inzidenz


Die 7-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner an. Wenn man sich die aktuellen Zahlen an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Düsseldorf im Vergleich zu anderen Großstädten anschaut, verlaufen diese nicht heterogen. Dies kann ganz unterschiedliche Gründe haben:

In den letzten Wochen konnte in Deutschland die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) verlangsamt werden. Die positive Entwicklung wird unter anderem auf die seit Mitte März von Bund und Land eingeführten Kontaktbeschränkungen zurückgeführt und ist auch die Grundlage dafür, die geltenden Beschränkungen nun vorsichtig zu lockern. Um einen erneuten Anstieg der Neuinfektionen zu vermeiden und der Weiterverbreitung des Virus erfolgreich entgegenzuwirken, haben Bund und Länder eine Obergrenze bestimmt: Ab einer Inzidenz (Häufigkeit von Infektionen) von 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen müssen weitreichende Beschränkungen wieder eingeleitet werden. Diese Grenze wurde in Düsseldorf jedoch auch in der "Hochphase" der Pandemie nie erreicht (maximal 41,1/100.000/Woche).

Dennoch spiegelt die 7-Tage-Inzidenz nicht nur wider, wie gut die Maßnahmen - wie Quarantäne, Kontaktbeschränkungen, Abstandsgebot, die Maskenpflicht und die allgemeinen Hygieneempfehlungen - funktionieren. Zusätzlich hängt dies auch mit den Faktoren Testkapazitäten und aktive Fallfindung zusammen. Die Stadt Düsseldorf hat die Testkapazitäten in den letzten Wochen erhöht. Testen lassen kann sich nun jeder, der in Düsseldorf wohnt oder arbeitet und zugleich Krankheitssymptome wie zum Beispiel trockenen Husten, Halsschmerzen, Atemnot oder Fieber zeigt. Damit werden die Tests einem breiteren Personenkreis zugänglich gemacht. Das heißt, die Landeshauptstadt Düsseldorf kann mittlerweile täglich bis zu 800 Tests durchführen. Dazu kommen noch die Tests, die von niedergelassenen Arztpraxen durchgeführt werden. Je mehr Tests durchgeführt werden können, umso größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, Neuinfektionen frühzeitig zu entdecken.

Zudem werden in Düsseldorf seit Anfang Mai im Rahmen der sogenannten aktiven Fallfindung Reihentestungen in Gemeinschaftsunterkünften durchgeführt. Dort werden beim Auftreten positiver Fälle alle Personen ungeachtet der Symptomatik abgestrichen, um Infektionsketten möglichst früh nachzuvollziehen und zu unterbrechen. Viele der dort abgestrichenen Personen wurden trotz kompletter Symptomfreiheit positiv getestet. Durch diese regelmäßigen Testungen auch asymptomatischer Personen kommt es notgedrungen zu einem Anstieg neu diagnostizierter Fälle in Düsseldorf. Eine solche aktive Fallfindung bedingt zum großen Teil die vermeintlich hohen Zahlen in Düsseldorf.


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