Maskenpflicht: Wo muss ich einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder eine Behelfsmaske tragen? (und Ausnahmen)

In Nordrhein-Westfalen gilt die Maskenpflicht (Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung):

  • in geschlossenen Räumlichkeiten im öffentlichen Raum, soweit diese – mit oder ohne Eingangskontrolle – auch Kundinnen und Kunden beziehungsweise Besucherinnen und Besuchern zugänglich sind, sowie auf Märkten und ähnlichen Verkaufsstellen im Außenbereich
  • bei der Nutzung von Beförderungsleistungen des Personenverkehrs und seiner Einrichtungen
  • in den Innenbereichen sonstiger Beförderungsmittel, mit Ausnahme der privaten Fahrzeugnutzung und von Einsatzfahrzeugen von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz
  • bei der Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen und bei körpernahen Ausbildungstätigkeiten, in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen im Gesundheitswesen
  • in allen städtischen Gebäuden, Schulen und Kindertagesstätten
  • bei Bildungsveranstaltungen die in Gebäuden und geschlossenen Räumen stattfinden
  • bei den nach dieser Verordnung ausnahmsweise zulässigen Zusammenkünften, Versammlungen und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und bei einer Teilnehmerzahl von mehr als 25 Personen unter freiem Himmel
  • auf Spielplätzen.

In Büroräumen gilt die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske nur, soweit ein Kontakt zwischen Beschäftigten und Kundinnen, Kunden oder ihnen vergleichbaren Personen ohne Einhaltung des Mindestabstands besteht.

Mund und Nase zu bedecken ist ohnehin überall dort geraten, wo sich der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten lässt.

Ausnahmen

Von der Maskenpflicht ausgenommen sind:

  • Kinder bis zum Schuleintritt
  • Menschen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können: Das Vorliegen der medizinischen Gründe ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen, welches auf Verlangen vorzulegen ist.
  • Lehrkräfte bei Bildungsangeboten sowie Beteiligte an Prüfungen, wenn der Mindestabstand zu den anderen Personen im Raum eingehalten wird
  • Kräfte von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz in Einsatzsituationen
  • Die Mund-Nase-Bedeckung kann vorübergehend abgelegt werden, wenn das zur Ermöglichung einer Dienstleistung oder ärztlichen Behandlung oder aus anderen Gründen (zum Beispiel Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen, zur Einnahme von Speisen und Getränken in Zügen des Personenfernverkehrs) zwingend erforderlich ist.
  • Für Beschäftigte kann die Verpflichtung durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen wie eine Abtrennung durch Glas, Plexiglas oder ähnliches ersetzt werden.

Geldbuße

Verstöße gegen die Trageverpflichtung eines Mund-Nasen-Schutzes werden grundsätzlich mit einer Geldbuße in der Höhe von 50 Euro geahndet.

Wird die Verpflichtung im ÖPNV oder seinen Einrichtungen und Anlagen verletzt, wird der Verstoß mit 150 Euro geahndet.

Bei wiederholten Verstößen kann vom Regelsatz abgewichen und das Bußgeld erhöht werden.