Masken

Das Land Nordrhein-Westfalen hat ab Montag, 27. April 2020 die Maskenpflicht eingeführt.
Das Tragen von Masken ersetzt nicht die derzeitigen Abstands- und Hygieneregeln. Diese müssen weiterhin befolgt werden.

Inhalt zuletzt bearbeitet am: 20.08.2021

Maskenpflicht (ab 20. August)

Gilt unabhängig von der Inzidenz und davon, ob eine Person geimpft, getestet oder genesen ist.

 Eine medizinische Maske (mindestens sogenannte OP-Maske) muss unter anderem grundsätzlich weiterhin getragen werden:

  • im öffentlichen Personennah- und fernverkehr
  • im Handel
  • in Innenräumen mit Publikumsverkehr
  • in Warteschlangen, an Verkaufsständen und in Kassenbereichen
  • bei Sport-, Kultur- und sonstigen Veranstaltungen im Freien mit mehr als 2.500 Besuchern.

 Ausnahmen

 Kinder bis zum Schuleintritt sind von der Maskenpflicht ausgenommen.

 Auf das Tragen einer Maske kann zum Beispiel verzichtet werden (Liste der Ausnahmen nicht vollständig):

  • in Privaträumen bei ausschließlich privaten Zusammentreffen
  • in ambulanten und stationären Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen und stationären Einrichtungen der Sozialhilfe, soweit kein direkter Kontakt mit nicht vollständig geimpften oder genesenen Bewohnerinnen und Bewohnern besteht, sowie in Wohnangeboten der Kinder- und Jugendhilfe
  • in Haft- und Arresträumen von Justizvollzugseinrichtungen und vergleichbaren Einrichtungen
  • bei der Berufsausübung in Innenräumen, Fahrzeugen und ähnlichem, wenn a) der Mindestabstand von 1,5 Metern sicher eingehalten wird oder b) ausschließlich immunisierte Beschäftigte zusammentreffen oder c) an festen Arbeitsplätzen oder in festen Teams ausschließlich immunisierte oder getes-tete Beschäftigte zusammentreffen, sofern nicht aus Gründen des Arbeitsschutzes (zum Beispiel wegen Tätigkeiten mit hohem Aerosolausstoß) das Tragen von Masken geboten ist
  • in gastronomischen Einrichtungen an festen Sitz- oder Stehplätzen, wenn zwischen den Tischen ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten oder eine bauliche Abtrennung angebracht wird
  • in Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen sowie bei Tanzveranstaltungen einschließlich privater Feiern mit Tanz, wenn im jeweiligen bei der zuständigen Behörde gemeldeten Hygienekonzept keine abweichenden Regelungen getroffen sind und der Zutritt nur immunisierten oder PCR-getesteten Personen erlaubt
  • in Bildungseinrichtungen und Kultureinrichtungen sowie bei Veranstaltungen und Versammlungen, Tagungen, Messen und Kongressen an festen Sitz- oder Stehplätzen, wenn entweder die Plätze einen Mindestabstand von 1,5 Metern haben oder alle Personen immunisiert oder getestet sind
  • in Einsatzsituationen von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz sowie des Abschiebungshaft-, Maßregel- und Justizvollzugs
  • wenn das zur Ermöglichung einer Dienstleistung oder ärztlichen Behandlung erforderlich ist
  • zur notwendigen Einnahme von Speisen und Getränken
  • bei der Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen
  • beim Tanzen, während der Sportausübung, soweit dies für die Sportausübung erforderlich ist, sowie bei anderen Tätigkeiten, die nur ohne das Tragen einer Maske ausgeübt werden können (Spielen von Blasinstrumenten und ähnliches)
  • beim gemeinsamen Singen, wenn nur immunisierte oder PCR-getestete Personen teilnehmen
  • von Inhaberinnen und Inhabern sowie Beschäftigten von Einrichtungen, die für Kunden- oder Besucherverkehre geöffnet sind, wenn das Tragen der Maske durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas oder ähnliches) ersetzt wird
  • bei Gruppenangeboten in geschlossenen Räumen für bis zu 20 Teilnehmende in der Kinder- und Jugendarbeit sowie bei Eltern-Kind-Angeboten
  • bei touristischen Busreisen sowie Kinder- und Jugend- sowie Familienerholungsfahrten von öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe an festen Sitzplätzen, wenn alle Teilnehmenden immunisiert oder getestet sind
  • auf behördliche oder richterliche Anordnung
  • von Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können; das Vorliegen der medizinischen Gründe ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen, welches auf Verlangen vorzulegen ist.

Ausnahme von der Maskenpflicht aus medizinischen Gründen

Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können, sind von der Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung befreit.

Zu den medizinischen Gründen zählen sämtliche gesundheitlichen oder körperlichen Einschränkungen, die das Tragen oder auch das Anlegen eines Mund-Nase-Schutzes erheblich erschweren oder unmöglich machen. So sind zum Beispiel entsprechende Verletzungen im Gesichtsbereich unter diese Ausnahme zu fassen. Auch eine fehlende geistige Einsichtsfähigkeit kann ein medizinischer Grund sein. Insgesamt ist im Zweifel eine weite Auslegung dieses Begriffes geboten. Denn vom Grundsatz her gilt: Die Nutzerin/der Nutzer soll nicht erst durch den Mund-Nasen-Schutz einer Gefahr ausgesetzt werden.


Problematisch sind hier allerdings Atemwegserkrankungen, die das Atmen durch einen Mund Nase-Schutz erschweren. Handelt es sich um eine chronische Erkrankung, dürfte die betreffenden Personen oft zu den Covid-19-Risikogruppen zählen und ein besonderes Schutzbedürfnis haben. Und akute Atemwegserkrankungen sollten als Symptome einer möglichen Covid-19-Infektion gerade jetzt mindestens ein Anlass zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sein.

Die medizinischen Gründe müssen für Verantwortliche in Verkaufsstellen oder im ÖPNV oder auch gegenüber den Vollzugspersonen (Ordnungsämter oder Polizei) plausibel dargelegt werden. Oft werden sie ja auch unmittelbar erkennbar sein. Wenn die Kontrollpersonen den Eindruck gewinnen, dass die medizinische Begründung eine reine Schutzbehauptung ist, können sie einen Nachweis verlangen.

Welche Maskenarten gibt es? Wofür sind sie geeignet und welche Masken schützen am besten?

Es gibt drei verschiedene Maskenarten mit jeweils unterschiedlichen Funktionen: Community-Masken, Mund-Nasen-Schutz (MNS) und Filter-Masken.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bietet eine Übersicht über die verschiedenen Maskenarten und ihre Vor- und Nachteile und gibt Nutzungshinweise.

Die Bezeichnung Community-Masken (auch Mund-Nasen-Bedeckungen, Alltags- oder Behelfsmasken) umfasst sowohl das Tragen von Schals oder Halstüchern als auch von selbstgenähten oder gekauften Stoffmasken. Wer sie trägt, vermindert den Tröpfchenauswurf beim Sprechen, Lachen, Niesen oder Husten. Damit schützt man vor allem seine Mitmenschen und weniger sich selbst vor einer Ansteckung.

Bei einem Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder auch OP-Masken handelt es sich um medizinische Masken, wie sie etwa von Ärzten bei Operationen getragen werden. Der MNS ist effektiver als die Community-Maske, schützt allerdings auch den Träger selbst nicht vor Ansteckung. Stattdessen verringern sie insbesondere die Infektionsgefahr für unsere Mitmenschen. Wer einen MNS kauft, sollte als Qualitätsmerkmal auf das CE-Kennzeichen auf der Verpackung achten.

Filter-Masken (kurz FFP)
FFP-Masken können die Atemluft so weit filtern, dass Viren kaum durchkommen. Bei FFP-Masken ohne Ventil funktioniert das in beide Richtungen: Sie bieten damit sowohl Eigen- als auch Fremdschutz. Mit Ventil schützt die Maske nur den Träger. Filter-Masken gibt es in der Abstufung FFP1 bis FFP3, wobei die FFP3-Klasse am wenigsten Viren durchlässt.

OP-Masken für Düsselpassinhaberinnen und -inhaber

Ab sofort können sich Inhaberinnen und Inhaber des Düsselpasses ein Paket mit je 50 OP-Masken in einer der 67 beteiligten Apotheken im Stadtgebiet abholen. Die Maskenpakete werden gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises herausgegeben. Welche Apotheken an dieser Aktion beteiligt sind, können Sie dieser Liste entnehmen.

Kann ich anstelle einer Mund-Nasen-Maske ein (Plexiglas-)Visier tragen?

Den Schutz eienr medizinischen Maske stellt – auch nach Einschätzung der Robert Koch-Institutes – das Tragen eines Visieres (zum Beispiel aus Plexiglas) nicht in der gleichen Weise sicher, wie eine eng am Gesicht anliegende Mund-Nasen-Bedeckung. Daher stellen Visiere keinen grundsätzlichen Ersatz für eine Mund-Nase-Bedeckung dar. Allerdings können Visiere bei Personen zum Einsatz kommen, bei denen das (dauerhafte) Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung aus medizinischen Gründen nicht möglich ist.

Dort, wo das dauerhafte Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung die Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung mit sich bringt, kann der Ersatz durch ein Visier auch aus Gründen des Arbeitsschutzes geboten sein. Vorrang hat aus Gründen des Infektionsschutzes aber eindeutig das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung.
Für Kundinnen und Kunden kommt ein Visier nur dann in Betracht, wenn ein Mund-Nase-Schutz wegen der Ausnahmeregelung in der CoronaSchVO aus medizinischen Gründen – auch bei kurzer Tragedauer – nicht getragen werden muss.

Was muss ich beim Tragen der Maske beachten? (inklusive Anleitung)

Unabhängig davon, welchen Maskentyp Sie einsetzen, sollte folgendes beachtet werden:
Das Tragen von Masken ersetzt nicht die derzeitigen Abstands- und Hygieneregeln. Diese müssen weiterhin befolgt werden. Mund-Nasen-Schutz (MNS) ist als zusätzliches Mittel gedacht, um die Verbreitung des Coronavirus auch bei Lockerungen der Maßnahmen zu verlangsamen.

Hinweise zur Nutzung von Masken
Personen sollten unabhängig von der genutzten Maskenart unbedingt folgende Regeln berücksichtigen:

  • Die gängigen Hygienevorschriften, insbesondere die aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind weiterhin einzuhalten.
  • Auch mit Maske sollte der von der WHO empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1.50 Metern zu anderen Menschen eingehalten werden.
  • Beim Anziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Die Hände sollten vorher gründlich mit Seife gewaschen werden.
  • Die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.
  • Eine durchfeuchtete Maske sollte umgehend abgenommen und gegebenenfalls ausgetauscht werden.
  • Die Außenseite der gebrauchten Maske ist potentiell erregerhaltig. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollte diese möglichst nicht berührt werden.
  • Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden (mindestens 20-30 Sekunden mit Seife)
  • Sofern vorhanden, sollten unbedingt alle Herstellerhinweise beachtet werden.

Nutzung von Alltagsmasken aus Stoff

  • Die Maske sollte nach dem Abnehmen in einem Beutel oder ähnliches luftdicht verschlossen aufbewahrt oder sofort gewaschen werden. Die Aufbewahrung sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um vor allem Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Stoffmasken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Beachten Sie eventuelle Herstellerangaben zur maximalen Zyklusanzahl, nach der die Festigkeit und Funktionalität noch gegeben ist.

Wie trage ich eine Schutzmaske?

Quellen: RKI, Stand: 15. April 2020; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Stand: 31. März 2020

Wie mache ich meine Schutzmaske sauber?

Alltagsmasken aus Stoff

Selbstgenähte Schutzmasken sollten regelmäßig gewaschen werden – am besten bei 60 Grad Celsius mit einem Vollwaschmittel. Neben der Waschmaschine ist auch die Handwäsche bei entsprechend hoher Temperatur eine Möglichkeit. Dazu die Maske etwa mit einem Stab in dem für die Hände zu heißen Wasser mit 60 Grad drehen und drücken. Sobald es etwas abgekühlt ist, kann die Maske mit den Händen geknetet und ausgewrungen werden. Alternativ kann man die Maske auch mit einem heißen Bügeleisen oder in den Ofen gelegt werden – wenn das Material dies verträgt.

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