Einzelhandel

Einkaufen ohne Termin und mit Beschränkung der Kundenanzahl

Beim Betrieb von

  • Einrichtungen des Einzelhandels für Lebensmittel, Direktvermarktungen von Lebensmitteln, Abhol- und Lieferdiensten sowie Getränkemärkten und Kiosken
  • Wochenmärkten für Verkaufsstände mit dem Schwerpunkt Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs
  • Apotheken, Reformhäusern, Sanitätshäusern, Babyfachmärkten und Drogerien
  • Tankstellen, Banken und Sparkassen sowie Poststellen
  • Zeitungsverkaufsstellen
  • Futtermittelmärkten und Tierbedarfsmärkten
  • Blumengeschäften und weiteren Einzelhandelsgeschäften, die kurzfristig verderbliche Schnitt- und Topfblumen sowie Gemüsepflanzen und Saatgut verkaufen (plus Verkauf unmittelbaren Zubehörs, zum Beispiel Übertöpfe und so weiter)
  • Einrichtungen des Großhandels für Großhandelskunden und, beschränkt auf den Verkauf von Lebensmitteln, auch für Endkunden
  • sowie die Abgabe von Lebensmitteln durch soziale Einrichtungen (zum Beispiel die Tafeln)

gelten folgende Regeln zur Anzahl der Kunden, die sich in Geschäften/Handelseinrichtungen aufhalten dürfen

  • Eine Kundin beziehungsweise einen Kunden pro angefangene zehn Quadratmeter der Verkaufsfläche
  • bei einer Gesamtverkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern: 80 Kundinnen beziehungsweise Kunden + eine Kundin beziehungsweise ein Kunde pro angefangene 20 Quadratmeter der über 800 Quadratmeter hinausgehenden Verkaufsfläche

Verkaufsstellen mit gemischtem Sortiment

Für Verkaufsstellen mit gemischtem Sortiment, das auch Waren umfasst, die dem regelmäßigen Sortiment einer der oben genannten Verkaufsstellen entsprechen (zum Beispiel Lebensmittel, Drogeriebedarf und Futtermittel) gilt:

  • bilden diese Waren den Schwerpunkt des Sortiments, gelten die oben genannten Vorgaben.
  • bilden diese Waren nicht den Schwerpunkt des Sortiments, kann der Verkauf auf diese Waren beschränkt werden (dann gelten obengenannte Regeln) oder für den gesamten Laden gelten die unten aufgeführten Regeln für nicht genannte Verkaufsstellen (Terminvereinbarung nötig, geringere erlaubte Kundenanzahl).

Hinweis für Betriebe im Einzelhandel: In Einrichtungen des Einzelhandels für Lebensmittel und auf Wochenmärkten darf das Sortiment solcher Waren, die nicht Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs sind, nicht gegenüber dem bisherigen Umfang ausgeweitet werden.

Betrieb von Baumärkten, Baustoffhandlungen und Gartenmärkten:

  • für Gewerbetreibenden mit Gewerbeschein, Handwerkern mit Handwerkerausweis sowie Land- und Forstwirten mit den jeweils betriebsnotwendigen Waren zulässig
  • für andere Personen: zu einem räumlich abgetrennten Bereich mit eigenem Eingang und eigenem Kassenbereich für den Verkauf von kurzfristig verderblichen Schnitt- und Topfblumen sowie Gemüsepflanzen und Saatgut und unmittelbarem Zubehör (Übertöpfe und so weiter)
  • für andere Personen zur gesamten Verkaufsfläche: die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Kundinnen und Kunden darf jeweils eine Kundin beziehungsweise einen Kunden pro angefangene vierzig Quadratmeter der Verkaufsfläche nicht übersteigen (gezählt wird die gesamte Kundschaft, inklusive Gewerbetreibe). Zutritt dürfen Kundinnen und Kunden nur nach vorheriger Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum erhalten.

nicht genannte Verkaufstellen (auch Verkauf von Reisen): Beschränkungen der Kundenanzahl und Terminbuchung

Die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Kundinnen und Kunden darf jeweils eine Kundin beziehungsweise einen Kunden pro angefangene vierzig Quadratmeter der Verkaufsfläche nicht übersteigen. Zutritt dürfen Kundinnen und Kunden nur nach vorheriger Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum erhalten.

Alle haben Vorkehrungen zur Hygiene, Steuerung des Zutritts, Vermeidung von Warteschlangen und Gewährleistung des Mindestabstands zu treffen.