Impfen

Seit Sonntag, 27. Dezember, wird in Düsseldorf geimpft. Gemäß der Impfverordnung des Bundes finden die ersten Impfungen nicht im Impfzentrum, sondern in Senioren- und Pflegeeinrichtungen statt.

Das neue Impfzentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf in der Merkur-Spiel-Arena ist einsatzbereit und erfüllt alle Rahmenbedingungen, die das Land NRW aufgeführt hat. Aktuell finden dort noch keine Impfungen statt.

Wer wird wann geimpft?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat erste Empfehlungen zur Indikation der Impfung gegeben, also Antworten auf die Frage, wer, wann und warum zuerst geimpft wird. Danach soll die Impfung zunächst nur bestimmten Personengruppen angeboten werden, die ein besonders hohes Risiko für schwere oder tödliche Verläufe einer COVID-19-Erkrankung haben oder die beruflich entweder besonders exponiert sind oder engen Kontakt zu vulnerablen Personengruppen haben.

Dazu gehören Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen, Personen im Alter ab 80 Jahren, Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen (zum Beispiel in Notaufnahmen, in der medizinischen Betreuung von COVID-19-PatientInnen), Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu vulnerablen Gruppen (zum Beispiel in der Hämatoonkologie oder Transplantationsmedizin), Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege, andere Tätige in Senioren- und Altenpflegeheimen mit Kontakt zu den BewohnerInnen.

Die betreffenden Personengruppen werden informiert.

Impfstart in Pflegeeinrichtungen

Für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt benennen die Kassenärztlichen Vereinigungen dem Land die zunächst zu beliefernden Pflegeeinrichtungen. In Düsseldorf erfolgt die Priorisierung über die Größe der Einrichtungen. Diese werden dann vom Land mit den Impfdosen und Impfmaterial (Kanülen und Spritzen) beliefert.

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein organisiert die Besuche in Abstimmung mit den Einrichtungen und entsendet die mobilen Teams aus Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischem Hilfspersonal, die vor Ort impfen. Nach der Rekonstitution ("Anmischen") muss der Impfstoff innerhalb von sechs Stunden verimpft werden.

In Düsseldorf starteten die ersten Impfungen am 27. Dezember im Wohnstift Haus Lörick.

Impfzentrum

Aktuell finden noch keine Impfungen im Impfzentrum statt. Es ist auch keine Terminvergabe möglich.

Bitte besuchen Sie das Impfzentrum nicht ohne einen Termin. Personen, die die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen, werden angeschrieben und können dann über die Hotline 116 117 einen Termin vereinbaren.

Das neue Impfzentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf in der Merkur-Spiel-Arena ist einsatzbereit und erfüllt alle Rahmenbedingungen, die das Land NRW aufgeführt hat. Wenn genügend Impfstoff verfügbar ist können täglich bis zu 2.400 Impfungen verabreicht werden. Eine Erhöhung der Kapazitäten ist bei entsprechendem Bedarf und Impfstoffverfügbarkeit möglich. Zusätzlich sollen bis zu acht mobile Teams eingesetzt werden, um auch stationäre Pflegeeinrichtungen und Düsseldorf bedienen zu können.

Bis zu 12 Stunden am Tag und das an bis zu sieben Tagen in der Woche können die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt sich nach einer vorherigen Terminvergabe impfen lassen. In den Bereichen stehen jederzeit medizinische Notfallteams zur Verfügung, außerdem gilt im gesamten Impfzentrum eine Maskenpflicht.

Ablauf im Impfzentrum

Beim Eintreffen der Patienten in der Impfstelle wird die Zugangsberechtigung elektronisch überprüft. Im Check-in Bereich erhalten die Impfberechtigten einen Aufklärungsbogen.

Die Aufklärung erfolgt zusätzlich über ein Video, das vom Bundesministerium zur Verfügung gestellt werden soll.

Sollten Impfberechtigte nach dem Aufklärungsvideo noch eine persönliche Beratung wünschen, stehen dazu Ärzte bereit. Grundsätzlich werden die Aufklärungsdokumentation und die Eigenerklärungen der zu impfenden Personen ärztlich geprüft.

In den Impfzimmern stehen jeweils mehrere Impfboxen zur Verfügung, so dass ein Impfer mehrere Impfberechtigte in möglichst kurzen Zeitabständen impfen kann. Die Impfung erfolgt intramuskulär in den Oberarm. Nach der Impfung erfolgt die Dokumentation im Impfpass.

Für akute Notfälle während oder nach dem Impfen steht ein Notfallteam des Rettungsdienstes bereit.
Nach der Impfung wird den Patienten empfohlen sich für ca. 30 min in den Ruhebereich zu begeben. Danach kann er die Impfstelle verlassen und individuell abreisen. Die Wege kreuzen sind nicht, sodass eine sichere An- und Abreise sowie eine Einbahnstraßenregelung gewährleistet sind.

In allen Aufenthaltsbereichen steht Überwachungspersonal bereit, um bei medizinischen Notfällen umgehend unterstützen zu können und allgemeine Unterstützung zu leisten.

Wie bekomme ich einen Termin?

Im nächsten Schritt der freiwilligen Impfungen sollen Pflegepersonal auf Intensiv- und Corona-Stationen, sowie alle Menschen ab 80 Jahren berücksichtigt werden, die in ihren eigenen vier Wänden wohnen und im Impfzentrum oder zu Hause geimpft werden sollen.

Die Terminvergabe durch die KV Nordrhein, die unter der Hotline 116 117 erfolgen wird, ist jedoch noch nicht gestartet. Das Land Nordrhein-Westfalen hat angekündigt, dazu alle Impfberechtigten ab 80 Jahren gesondert anzuschreiben.

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