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Spielregeln an Gewässern

Wegen der Coronapandemie verbringen viele Düsseldorfer den Sommer zu Hause. Sonnige und warme Tage
nutzen viele Menschen dazu, an den Ufern des Rheins und an den Baggerseen eine angenehme Zeit zu verbringen.
Aber hier lauern Gefahren, die mitunter tödlich ausgehen können. Bitte beachten Sie die untenstehenden Spielregeln, um
sicher und gesund durch den Sommer zu kommen.

Regeln an Gewässern

Damit wir alle die heißen Tage sicher und entspannt in der Natur und besonders an den Düsseldorfer Gewässern genießen können, müssen ein paar Regeln beachtet werden:

  • Schwimmen verboten
  • Kein Lärm. Bitte verhalten Sie sich rücksichtsvoll.
  • Kein Feuer. Es besteht Waldbrandgefahr.
  • Bitte beseitigen Sie Ihren Müll.
  • Sonnenbaden ist erlaubt.
  • Bitte halten Sie Mindestens 1,5 Meter Abstand, um sich und andere vor dem coronavirus zu schützen.
  • Bitte nutzen Sie die ausgewiesenen Parkplätze.

Darf ich in Düsseldorfer Seen und im Rhein baden?

Schwimmen in den Düsseldorfer (Bagger-)Seen

Vorsicht ist an den Düsseldorfer Baggerseen geboten, da diese durch Grundwasser gespeist werden. Dadurch ändern sich ihre Wassertemperatur, Gestalt, Tiefe und Uferformation regelmäßig und drastisch. Wer ein Jahr später wieder an einen vermeintlich bekannten Baggersee kommt, kann dort völlig andere Verhältnisse vorfinden. Wenige Meter vom sicheren Ufer weg herrschen oft eisige Wassertemperaturen.

Das Baden ist in keinem der Baggerseen erlaubt. Baden ist nur erlaubt, wo Betreuung gegeben ist. Dies ist in Düsseldorf ausschließlich am Unterbacher See der Fall.

Hier ist Baden erlaubt ...

  • Unterbacher See (Strandbäder Nord- und Südstrand)

Hier ist Baden verboten!

  • Angermunder Baggerseen westlich und östlich des Herderweges
  • Suitbertussee
  • Fliednersee
  • Lambertussee in Kaiserswerth
  • Lichtenbroicher Baggersee am Flughafen
  • Südpark-See
  • Unisee
  • Elbsee Süd und Nord.

Schwimmen im Rhein

Unterschätzte Gefahr

Auch da, wo es erlaubt ist, kann Baden im Rhein gefährlich sein. Beispielsweise an so genannten Kribben, ins Wasser ragende Kiesflächen, die das Wasser bremsen, bilden sich oft gefährliche Strudel und Strömungen.

Strömung herrscht auch in der Fahrrinne. Daher sollten Schwimmer eher am Rand des Stromes bleiben. Wenn ein Schiff vorbei fährt, zieht dies das Wasser an sich. Der Eindruck des niedrigeren Wasserstandes lockt gerade Kinder, weiter in den Fluss zu waten. Unterschätzt wird dabei die Gefahr des Rückschwalles. Die Schiffe sind meist schon viele Hunderte Meter weitergefahren, bis der Sog oder die anschließenden Wellen am Ufer ankommen.

In bestimmten Zonen ist Schwimmen im Rhein verboten

In bestimmten Zonen des Rheins ist das Schwimmen daher generell verboten.

  • So gilt 100 Meter oberhalb und unterhalb von Rheinhäfen striktes Badeverbot.
  • An Brücken, Schiffs- und Fährlandestellen, Schleusen, Vorhäfen, Umschlagstellen und Werften darf ebenfalls nicht geschwommen werden.

Baderegeln beachten!

Bitte informieren Sie sich vorher, wo in Düsseldorf Schwimmern erlaubt ist.

Siehe Unterpunkt Darf ich in Düsseldorfer Seen und im Rhein schwimmen?

Generell gilt es, die 10 wichtigsten Baderegeln einzuhalten

  • Nie überhitzt ins Wasser gehen
  • Nie alkoholisiert ins Wasser gehen
  • Nie mit vollem Magen ins Wasser gehen
  • Nie mit ganz leerem Magen ins Wasser gehen
  • Nicht oder nicht ausreichend über Schwimmkenntnisse verfügende Kinder oder Erwachsene sollten sich niemals in Gewässern tiefer als Bauchhöhe ohne Schwimmhilfen aufhalten!
  • Nutzen Sie bei nicht ausreichenden Schwimmkenntnissen möglichst immer (auch in seichtem Wasser) zugelassene (GS-Zeichen) Schwimmhilfen und bedienen Sie sich geeigneter Aufsichtspersonen
  • Denken Sie beim Baden in natürlichen (das heißt ungeheizten) Gewässern immer daran, dass sich sogenannte Sprungschichten bilden können. Diese Sprungschichten können sehr drastische Temperaturdifferenzen von im Sommer bis zu circa 10 Grad innerhalb weniger Zentimeter in unterschiedlicher Tiefe aufweisen.
  • Schätzen Sie Ihre eigenen Schwimmkenntnisse richtig ein
  • Beachten Sie Strömungs- und Windverhältnisse
  • Springen Sie nie in unbekannte Gewässer
Wie verhalte ich mich in Naturschutzgebieten?

Die Landschafts- und Naturschutzgebiete sind in der Regel an den Zugängen
mit grün-weißen, auf dem Kopf stehenden Dreiecksschildern mit der
Aufschrift Landschaftsschutzgebiet beziehungsweise Naturschutzgebiet
markiert. In Düsseldorf gibt es 12 Naturschutzgebiete.

Übersicht der Naturschutzgebiete

Viele Bürger wissen nicht, dass in den Landschafts- und
Naturschutzgebieten Verhaltensregeln gelten und verstoßen dagegen häufig
ohne Absicht.

Wege dürfen nicht verlassen werden

Naturschutzgebiete sind wertvolle und lebenswichtige Rückzugsorte für Pflanzen und wildlebende Tiere. Hier kommen viele gefährdete und daher geschützte Arten vor. Sie
reagieren sehr empfindlich auf Tritt und Störungen. Daher gilt in Naturschutzgebieten das Gebot, die Wege nicht zu verlassen

Baden verboten

Das Baden in den Seen in Düsseldorf ist verboten (siehe den Unterpunkt Darf ich in den Düsseldorfer Seen und im Rhein baden?). Insbesondere am Elbsee, der im Naturschutzgebiet liegt, dürfen sogar die Uferbereiche außerhalb bestehender Wege nicht betreten werden.

Kein offenes Feuer oder Grillen/Abfälle mitnehmen

Bitte beachten Sie, dass offenes Feuer und Grillen in Landschafts- und
Naturschutzgebieten sowie Wäldern nicht erlaubt ist. Es besteht Waldbrandgefahr! Weggeworfene Abfälle schaden den Pflanzen und Tieren. Bitte nehmen Sie Ihren Müll mit, damit Sie auch in Zukunft die unberührte Natur der Schutzgebiete genießen können.

Leinenpflicht für Hunde

Im Hinblick auf die Störung empfindlicher Tierarten haben die Hundehalter
eine besondere Verantwortung. Hunde dürfen in Naturschutzgebieten nur an
der Leine mitgeführt werden. Denn freilaufende Hunde sind besonders für die Tiere in Feld und Flur, die ihre Jungen aufziehen, eine große Gefahr.

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