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Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App soll helfen, Infektionsketten früh zu erkennen und somit die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen. Sie dokumentiert die digitale Begegnung zweier Smartphones. So kann die App Sie besonders schnell darüber informieren, falls Sie Kontakt mit einer positiv auf Corona getesteten Person hatten. Je schneller Sie diese Information erhalten, desto eher können weitere Ansteckungen vermieden werden. Deshalb ist die App neben Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, Abstandhalten und Tragen von Alltagsmasken ein wirksames Mittel, um das Coronavirus einzudämmen. Die durch die Bundesregierung entwickelte App dient dem Schutz und der Gesundheit der Gemeinschaft.

Weitere Informationen gibt es

Warum sollte ich die App nutzen?

Wer die Corona-Warn-App nutzt, trägt damit aktiv zur Eindämmung der Pandemie bei. Je schneller Corona-positiv getestete Personen und ihre Kontaktpersonen informiert werden, desto weniger kann sich das Virus verbreiten. Die App hilft Ihnen, sich selbst und Ihre Mitmenschen zu schützen.

Mit der App werden die Gesundheitsämter unterstützt, Infektionsketten schneller nachzuvollziehen und somit frühzeitig zu unterbrechen. Denn niemand kann sich an alle Begegnungen erinnern, das Smartphone speichert aber lückenlos alle Begegnungen, auch die mit Fremden beispielsweise beim Einkaufen oder in der Bahn. Nutzerinnen und Nutzer können so umgehend gewarnt werden, wenn sie Kontaktperson einer infizierten Person sind. Wer sich und seine Mitmenschen vor einer Infektion schützen will, kann die App somit als weiteren, ergänzenden Bestandteil dieser Schutzmaßnahmen nutzen.

Wer kann die App nutzen? Wo kann ich die App runterladen?

Smartphone-Besitzerinnen und Besitzer können die App herunterladen. Die Warn-App steht seit Dienstag, 16. Juni 2020, zum Download in den Stores von Google (für Android-Geräte) und von Apple (für iPhones) bereit. Die Download-Links stehen auch online unter der Website der Corona-Warn-App unter www.coronawarn.app/de/ zur Verfügung.

Beim iPhone ist Voraussetzung, dass die aktuelle iOS 13.5 heruntergeladen werden kann. Bei einem älteren iPhone 5, 5s oder 6 wird das nicht funktionieren. Bei Android-Geräten ist eine 6er-Version Voraussetzung für das Laden der App. Zudem müssen Google Play Services auf den Geräten laufen, was bei den neuesten Huawei-Modellen beispielsweise nicht der Fall ist.

Wie funktioniert die Corona-Warn-App?

Die Corona-Warn-App informiert Sie, wenn Sie sich in den letzten 14 Tagen längere Zeit in der Nähe einer Person aufgehalten haben, bei der eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wird. So können Sie rasch entsprechend reagieren und laufen nicht Gefahr, das Virus unbewusst weiter zu verbreiten.

Der bislang noch manuelle Prozess der Nachverfolgung von Infektionen wird durch diese digitale Hilfe beschleunigt. Damit kann die Corona-Warn-App die Gesundheitsämter bei der Kontaktpersonennachverfolgung unterstützen.

Begegnungen von App-Nutzern

Die App läuft auf Ihrem Smartphone, während Sie Ihrem Alltag nachgehen. Sie erkennt dabei andere Smartphones in der Nähe, auf denen die App ebenfalls aktiviert ist. Die Corona-Warn-App nutzt die Bluetooth-Technik, um den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen zu messen, die die App installiert haben. Die Smartphones merken sich Begegnungen, wenn die vom Robert Koch-Institut (RKI) festgelegten Kriterien zu Abstand (weniger als 2 Meter) und Zeit (15 Minuten oder länger) erfüllt sind. Dann tauschen die Geräte untereinander Zufallscodes aus.

Die App speichert dann diese nach dem Zufallsprinzip generierten Bluetooth-IDs (Zufallscodes) für begrenzte Zeit. Diese verschlüsselten IDs erlauben keine Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

Eine Nutzerin oder ein Nutzer ist infiziert

Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet, können sie das freiwillig in die App eingeben. Dann werden die Zufallscodes des Infizierten allen Personen zur Verfügung gestellt, die Corona-Warn-App nutzen. Wenn Sie die App installiert haben, prüft diese für Sie, ob Sie sich in den letzten 14 Tagen längere Zeit in der Nähe dieses Infizierten aufgehalten haben. Diese Prüfung findet nur auf Ihrem Smartphone statt. Falls die Prüfung positiv ist, zeigt Ihnen die App eine Warnung an. Zu keinem Zeitpunkt erlaubt dieses Verfahren Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort.

Ich wurde als App-Nutzerin oder App-Nutzer positiv getestet. Wie geht es weiter?

Bei einem positiven Test kann dieses Ergebnis in der Corona-Warn-App eingegeben werden, wodurch die Kontaktpersonen der positiv getesteten Person informiert werden. Um das positive Testergebnis in der App zu teilen, benötigt man einen Validierungscode – eine sogenannte TeleTAN. Diese kann bei der Hotline der Corona-Warn-App angefordert werden unter der kostenfreien Rufnummer 0800 7540002. Dort sollen Anrufer aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht ihren Namen und Wohnort nennen, sondern lediglich sagen, dass sie positiv getestet wurden. Die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dann zunächst am Telefon einige Fragen stellen, um sicherzugehen, dass die Anrufer tatsächlich positiv getestet wurden. Damit wird einer missbräuchlichen Infektionsmeldung und daraus resultierenden fehlerhaften Warnungen vorgebeugt. Nach ausreichender Beantwortung dieser Fragen erhält man die TeleTAN zur Eingabe in der App.

Somit kann man als infizierte Person freiwillig bestätigen, dass man positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Wenn sich andere App-Nutzerinnen und Nutzer in den letzten 14 Tagen längere Zeit in der Nähe dieser infizierten Person aufgehalten haben, werden sie dann darüber als Kontaktpersonen informiert. So können sich Kontaktpersonen rasch freiwillig isolieren, testen lassen und somit zur Eindämmung des Coronavirus beitragen.

Unter der Corona-Warn-App-Hotline unter der Rufnummer 0800 7540001 können darüber hinaus Fragen zu Gebrauch und Funktionsweise der App gestellt werden. Sie ist von montags bis samstags, von 7 bis 22 Uhr, außer an bundesweiten Feiertagen erreichbar und steht in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.

Was soll ich tun, wenn mir die Corona-Warn-App ein Erhöhtes Risiko anzeigt? Reicht die Warnung als Krankschreibung oder als Anordnung der Quarantäne?

Bei der Statusanzeige Erhöhtes Risiko wird der Nutzer informiert, dass ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, da er innerhalb der vergangenen 14 Tage über einen längeren Zeitraum und mit einem geringen Abstand eine Risiko-Begegnung mit mindestens einer positiv getesteten Person hatte. Dann empfiehlt die App dem Nutzer, sich in häusliche Isolation zu begeben, sich besonders gut an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten sowie weitere Kontakte zu reduzieren. Zudem fordert sie den Nutzer auf, telefonisch Kontakt mit seiner Hausärztin oder seinem Hausarzt, dem Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 oder dem örtlichen Gesundheitsamt aufzunehmen; mit ihnen werden dann die nächsten Schritte abgestimmt. Personen, die in Düsseldorf wohnen oder arbeiten können sich bei der Warnung Erhöhtes Risiko unter der städtischen Hotline unter 0211 89-96090, montags bis freitags, von 8 bis 16 Uhr, sowie per E-Mail an gesundheitsschutz@duesseldorf.de an das Gesundheitsamt wenden.

Abklärung mit der Hausärztin/dem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt: Test, Krankschreibung, Quarantäne

Die Mitarbeiter des Gesundheitsamts weisen dann auf die bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln hin. Zudem ermitteln sie, ob ein positiver Befund im Umfeld bekannt ist und man Kontaktperson der Kategorie I (enger Kontakt und höheres Infektionsrisiko) oder der Kategorie II (geringeres Infektionsrisiko) ist. Das Gesundheitsamt oder die Hausärztin/der Hausarzt entscheiden, ob getestet werden sollte. Über eine Krankschreibung entscheidet der behandelnde Arzt. Eine offizielle Quarantäne kann nur das Gesundheitsamt aussprechen.

Erklärungen

Als Kontaktperson der Kategorie I gilt eine Person zwei Wochen lang, nachdem sie engen Kontakt zu einem Corona-Erkrankten hatte. Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten ungeschützt mit dem Erkrankten gesprochen hat (Face-to-Face-Kontakt) oder Kontakt zu seinen Atemwegssekreten hatte, indem man etwa angehustet oder angeniest wurde. Kontaktpersonen der Kategorie 1 werden Testungen auf SARS-CoV-2 angeboten – auch wenn sie keine Symptome zeigen – und ihnen wird Quarantäne ausgesprochen.

Als Kontaktperson der Kategorie II gilt eine Person, die sich im selben Raum wie ein bestätigter COVID-19-Fall aufhielt, jedoch keinen mindestens 15-minütigen Gesichtskontakt (Face-to-Face-Kontakt) mit einem Erkrankten hatte. Die Hausärztin/der Hausarzt oder das Gesundheitsamt entscheiden je Einzelfall, ob getestet werden oder eine Quarantäne ausgesprochen werden muss.

Eine Testung kann durch den Hausarzt, den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst oder das örtliche Gesundheitsamt erfolgen. Das Testergebnis ist lediglich eine Momentaufnahme und schließt eine frühere, kurz zurückliegende Infektion nicht aus. Zusätzlich sagt ein negativer Test nichts darüber aus, ob man nicht doch noch erkrankt. Denn man kann sich zum Zeitpunkt des Tests noch in der 14-tägigen Inkubationszeit befunden und dementsprechend (noch) keine Symptome gezeigt haben.

Die App ist freiwillig und kostenlos

Bin ich verpflichtet, die Corona-Warn-App zu installieren?
Niemand wird gezwungen, die App zu installieren. Sie entscheiden selbst, ob Sie sie nutzen wollen. Sowohl das Laden der App wie auch der verantwortungsvolle Umgang mit dem eigenen Testergebnis und das Einspeisen der Daten sind freiwillig. Sie dient Ihrem persönlichen Schutz, sowie dem Schutz Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Ziel der Corona-Warn-App ist es, Corona-Infektionsketten schnell zu erkennen und zu unterbrechen. Alle Nutzerinnen und Nutzer sollen zuverlässig und zeitnah über Begegnungen mit Corona-positiv getesteten Personen, die die App ebenfalls nutzen, und damit über eine mögliche Übertragung des Virus informiert werden. So können Sie sich rasch freiwillig isolieren und testen lassen und zu einer Eindämmung der Coronapandemie beitragen. Sie können die App jederzeit löschen. Damit werden auch alle von der App gespeicherten Informationen gelöscht.

Was kostet mich die Nutzung der App?
Die Corona-Warn-App wird Nutzerinnen und Nutzern kostenlos zum Download angeboten.

Wie sicher sind meine Daten?

Die von der App gesammelten Daten werden nur dezentral auf den Smartphones der App-Nutzer gespeichert. Auch die Entscheidungshoheit über die Daten bleibt bei den Betroffenen: Denn wer positiv auf Corona getestet wurde, muss sein Ergebnis selbst in die App eingeben, damit die Kontaktpersonen davon erfahren. Kein Server, kein Gesundheitsamt und keine Ordnungsbehörde erfahren davon.

Bei der Entwicklung der Corona-Warn-App durch die Bundesregierung wurde sichergestellt, dass sie den hohen deutschen Datenschutz-Anforderungen entspricht. Um die notwendigen Anforderungen auch an den Schutz der Privatsphäre zu gewährleisten, sind sowohl der Bundesbeauftrage für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) als auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) von Beginn an in die Entwicklung der Corona-Warn-App eingebunden.

Das BSI unterstützt die Entwicklung der App im Hinblick auf Fragen zur IT-Sicherheit. So prüfte das BSI bereits im Entwicklungsprozess laufend die von den Entwicklungsteams zur Verfügung gestellten Versionen der App sowie der zugehörigen Infrastruktur und berät hinsichtlich des zu erstellenden Sicherheitskonzepts. Zusätzlich wurde der komplette Quellcode, auf dem die App basiert, öffentlich zugänglich gemacht. So können unabhängige Fachleute der Zivilgesellschaft sich jederzeit an der Entwicklung und Verbesserung der App beteiligen und sie auf Schwachstellen kontrollieren.


Wer steht hinter der Corona-Warn-App? Wer hat die Corona-Warn-App entwickelt?

Die Corona-Warn-App ist ein Projekt im Auftrag der Bundesregierung. Basierend auf einer dezentralen Softwarearchitektur haben die Unternehmen Deutsche Telekom und der Software-Konzern SAP die Anwendung entwickelt. Die Fraunhofer-Gesellschaft und das Helmholtz-Zentrum CISPA haben dabei beraten.

Um die notwendigen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten, wurden das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit eingebunden. Das Robert Koch-Institut (RKI) nimmt bei der Corona-Warn-App eine Doppelrolle ein: Es leistet einen fachlichen Beitrag bei der Ausgestaltung der App und ist als Herausgeber auch dafür verantwortlich, die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit sorgfältig zu prüfen.

Wie wirkt sich die Benutzung der Corona-Warn-App auf die Akkuleistung des Smartphones und auf den Speicherplatz aus?

Die Anwendung läuft batterieschonend im Hintergrund. Bei der Entwicklung der Lösungen hat die Bundesregierung auf die Minimierung des Speicherplatzes für die App selbst und die gespeicherten Berührungspunkte mit anderen Smartphones geachtet.

Nutzt mir die App auch im Ausland?

Bislang nur in den Fällen, in denen sich zum Beispiel in Ferienhochburgen Bürger aus Deutschland begegnen, die die Corona-Warn-App nutzen. Die App ist mit anderen europäischen Entwicklungen bislang nicht kompatibel. Daran wird aber gearbeitet.

Was mache ich, wenn ich zwei Mobiltelefone besitze?

Sinnvoll wäre es, die App auf das Gerät zu laden, das man immer mit sich trägt. Es gibt keine Möglichkeit, die Kontakte von zwei Smartphones im Fall eines positiven Corona-Tests zu verknüpfen.



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