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Weiteres Hotel als Notschlafstelle für Obdachlose angemietet

Die Stadtverwaltung hat auf der Jahnstraße ein weiteres Hotel mit insgesamt 34 Unterbringungsplätzen angemietet. Dadurch soll die Belegungsstruktur der Notschlafstellen im gesamten Stadtgebiet nahezu vollständig auf Einzel- oder maximal Doppelbelegung verringert werden.

23.04.2020, 16:50

Das neu angemietete Hotel bietet sowohl die Möglichkeit für einen Tagesaufenthalt als auch Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose in Düsseldorf an. Die ersten Nutzer ziehen ab sofort in das Objekt ein. Die Notschlafstelle auf der Jahnstraße ist zunächst bis Sonntag, 31. Mai, angemietet.

Blick in eines der Zimmer

"Mit der nun vierten Hotelanmietung haben wir inklusive der städtischen Notschlafstellen auf der Aldekerkstraße und dem Vogelsanger Weg insgesamt über 175 zusätzliche Übernachtungsplätze für Wohnungslose in Düsseldorf im Zuge der Corona-Krise geschaffen. Wir haben das in wenigen Wochen auf die Beine gestellt, um schnellstmöglich eine Einzel- bzw. Doppelbelegung anbieten zu können“, erläutert Miriam Koch, Leiterin des Amtes für Migration und Integration.

Das Hotel auf der Jahnstraße ist mit WLAN, Fernsehern und einem Versorgungsangebot mit drei vollwertigen Mahlzeiten am Tag ausgestattet. Ein Sicherheitsdienst ist durchgehend vor Ort. Professionelle medizinische Versorgung und die Betreuung der Bewohner durch Sozialarbeiter ist ebenfalls gewährleistet.

Des Weiteren bietet die Unterkunft auf der Jahnstraße einen individuellen Wäscheservice für persönliche Kleidungsstücke an. Hygieneartikel werden nach persönlichem Bedarf ausgegeben. Einmal wöchentlich ist darüber hinaus eine mobile Kleiderkammer vor Ort im Einsatz.

Besonders erfreulich ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Areal Böhler 100 Turnbeutel mit unter anderem Socken, Unterwäsche, Zahnbürste und Haarbürste an die Stadtverwaltung gespendet hat. "Wir freuen uns sehr, dass uns nach der Metro und Henkel nun ein weiterer lokaler Partner in der Arbeit mit wohnungslosen Menschen in Düsseldorf unterstützt", betont Miriam Koch, Leiterin des Amtes für Migration und Integration. Die Spenden werden schnellstmöglich in den städtischen Notschlafstellen verteilt.