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Stadt stellt Senioren Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung

In Nordrhein-Westfalen gilt ab Montag, 27. April, die Pflicht, beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen einen "Mund-Nasen-Schutz" zu tragen. Oberbürgermeister Thomas Geisel möchte Düsseldorfer Senioren ein Hygienekit mit Maske und Anleitung zur Verfügung stellen.

23.04.2020, 15:25

"Ich bin froh, dass das Land eine einheitliche Regelung in Sachen Maskenpflicht getroffen hat. Wir als Landeshauptstadt werden schon in dieser Woche mit der Verteilung von Masken beginnen. Wir wollen vor allem Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen Probleme bekommen könnten, sich selbst Masken zu kaufen, und die vom Virus besonders bedrohten Senioren versorgen. Aber ich appelliere an alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, sich selbst Masken zu kaufen oder zu nähen. Wir wollen die Zahl der Infektionen weiter gering halten. Denn ein Anstieg würde weitere Lockerungen in nächster Zeit gefährden", betont Oberbürgermeister Thomas Geisel.

50.000 Hygienekits wurden von Freiwilliger Feuerwehr, Bediensteten städtischer Ämter und Beteiligungsgesellschaften zusammengestellt. Auch der Krisenstab beteiligte sich an der Aktion; Foto: Gstettenbauer

Die Masken werden durch die Landeshauptstadt an Menschen ab 65 Jahren verteilt. Die Senioren können sich unter Telefon 0211 8998999 bei der Versorgungshotline des Amtes für Soziales melden. Sie bekommen dann ein Hygienekit nach Hause geliefert oder per Post zugestellt. Zusätzlich sollen auch den Senioren, die vom Amt für Soziales mit dem Einkaufsservice bedient werden, ein Kit zu den ausgelieferten Einkäufen beigelegt werden. Weiterhin sollen die Kits voraussichtlich am Samstag, 25. April, an ausgewählten zentralen Orten der Stadt verteilt werden. Die Verteilaktion richtet sich ebenfalls vorwiegend an Senioren. Um größere Menschenansammlungen zu vermeiden, werden die Verteilorte vorher nicht bekanntgegeben.

"Die Stadt Düsseldorf verfügt mit der Versorgungshotline und dem Einkaufsservice über geeignete Instrumente, um die Kits an die Seniorinnen und Senioren zu bringen, ohne dass sie sich nach draußen begeben müssen und so ungeschützt Gefahr laufen, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Wichtige Partner der Stadt bei Einkaufsservice und Verteilung der Kits sind die Liga der Wohlfahrtsverbände und die 'zentren plus', denen ich für ihren Einsatz ausdrücklich danke", sagt Roland Buschhausen, Leiter des Amtes für Soziales.

Die Kits wurden von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und verschiedener Hilfsorganisationen gepackt. Am Mittwoch, 23. April, betätigten sich auch die Mitglieder des städtischen Krisenstabes als Verpacker. 50.000 Hygienekits wurden von Amtsleitern, Referenten und Bediensteten verschiedener städtischer Ämter und Beteiligungsgesellschaften wie dem Flughafen und den Stadtwerken zusammengestellt. Die real GmbH hatte der Stadt 100.000 Schutzmasken gespendet.

Mund-Nasen-Schutz richtig tragen
"Neben einer guten Händehygiene ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes dort, wo man keinen ausreichenden Abstand halten kann, wie zum Beispiel in Bussen und Bahnen entscheidend, um eine weitere Zunahme der Corona-Fälle zu verhindern. Zudem werden dadurch Risikogruppen besser vor Infektionen geschützt", erklärt Dr. Klaus Göbels, Leiter des Gesundheitsamtes.

Eine Ansteckung mit Krankheiten wie dem Coranavirus erfolgt vor allem durch die Übertragung von Tröpfchen, beispielsweise beim Sprechen, Rufen oder Husten innerhalb von rund ein bis zwei Metern Abstand. Den besten Schutz vor einer potentiellen Virusübertragung bieten daher das konsequente Distanzieren von anderen Personen, eine gute Händehygiene und das Einhalten von Husten- und Niesregeln.

Mehrlagiger medizinischer (chirurgischer) Mund-Nasen-Schutz (MNS) und medizinische Atemschutzmasken, wie zum Beispiel FFP-Masken, müssen medizinischem und pflegerischem Personal vorbehalten bleiben. Für die Bevölkerung empfiehlt das Robert Koch-Institut das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung oder auch einer Behelfsmaske (textile Barriere im Sinne eines MNS) im öffentlichen Raum, wo der Abstand nicht gewahrt werden kann. Sie können das Risiko verringern, andere Menschen anzustecken. Behelfsmasken können erworben oder aus Stoffen oder anderen Materialien zum Beispiel mit Anleitungen aus dem Internet selbst hergestellt werden.

Voraussetzung für einen funktionierenden Infektionsschutz ist, dass genügend Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und richtig damit umgehen. Beim Tragen von Masken sollten daher folgende Hinweise beachtet werden: