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Pflegeeinrichtungen müssen Quarantänebereiche einrichten

Das Landesgesundheitsministerium hat angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus verfügt, dass in allen vollstationären Dauer- und Kurzzeitpflegeinrichtungen und in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen Quarantänebereiche einzurichten sind. Darauf weist das Amt für Soziales hin.

07.04.2020, 17:20

Hintergrund ist unter anderem, dass diese Einrichtungen Patientinnen und Patienten aus Krankenhäusern wieder aufnehmen müssen, um dort die notwendigen Kapazitäten freihalten zu können. Diese Menschen müssen für mindestens 14 Tage in Quarantäne bleiben. Die Krankenhäuser müssen vor der Entlassung die Patienten auf das Coronavirus testen und mitteilen, ob Anzeichen für eine Atemwegsinfektion vorliegen. Bei allen Neuaufnahmen in vollstationäre Dauer- oder Kurzzeitpflege ist ebenfalls ein Coronatest vorzunehmen.

In den Quarantänebereichen sind Menschen, die bereits infiziert sind, und Menschen, die zwar keine Symptome aufweisen, aber von denen noch kein negatives Testergebnis vorliegt, getrennt voneinander unterzubringen. Um diese Bereiche einrichten zu können, sind Verlegungen innerhalb der jeweiligen Einrichtung - auch von gesunden Bewohnerinnen und Bewohnern - zulässig. Um das Infektionsrisiko in den Einrichtungen zu minimieren, ist getrenntes Personal für die Quarantänebereiche und die übrigen Stationen vorzusehen. Die jeweils aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sind bei allen Maßnahmen in den Einrichtungen zu beachten.

Bewohnerinnen und Bewohner der Quarantänebereiche dürfen die Einrichtung nur unter Einschränkungen (§ 2 der Coronaschutzverordnung) verlassen und müssen von Beschäftigten der Einrichtung begleitet werden, die ausschließlich in den Quarantäne- und Isolationsbereichen eingesetzt sind und die durch entsprechende Schutzausrüstung sicher vor einer Infektion geschützt sind.

Verordnung des Landesgesundheitsministeriums (PDF)