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Musiker appelliert an die Partyszene

Auf der Facebook-Seite der Landeshauptstadt ist heute ein Video mit dem Düsseldorfer Rapper Farid Bang erschienen. Darin appelliert der Musiker vor allem an die Partyszene, die in den vergangenen Wochen immer wieder die Corona-Regeln in der Altstadt missachtet hatte.

22.07.2020, 13:55

"Es ist wichtig, dass die Leute verstehen, dass diese Regeln kein Angriff auf sie selbst sind. Man will weder jemanden diskriminieren noch schikanieren. Es geht darum, die Düsseldorfer zu schützen", erklärt Farid Bang.


Oberbürgermeister Thomas Geisel: "Ich bin froh, dass sich ein bekannter Musiker wie Farid Bang für diese Aufklärungskampagne der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Verfügung stellt. Er hilft uns dabei, genau die Zielgruppe zu erreichen, denen die Einhaltung der Corona-Regeln in den letzten Wochen ganz offenbar nicht mehr so wichtig war."


Das Verhalten der jungen Altstadtbesucher war zuletzt auch gegenüber den Einsatzkräften ein Problem. Erst am vergangenen Wochenende hatte es Flaschenwürfe gegen Polizisten und Spuckattacken auf Mitarbeiter des städtischen Ordnungs- und Servicedienstes gegeben.
"Ich kann das nur allen mitgeben: Benehmt euch, hört auf, Unfug zu machen", sagt Farid Bang.


Vor den Dreharbeiten hatten sich der Oberbürgermeister und der Musiker zu einem ausführlichen Vorgespräch getroffen. Darin ging es natürlich auch um die Antisemitismusvorwürfe gegen Farid Bang, die nach einer anstößigen Liedzeile, die er getextet hatte, 2018 aufgekommen waren.


"Das war ein großer Fehler, für den ich mich schon mehrfach entschuldigt habe. Nichts liegt mir ferner, als die Erinnerung an die Holocaust-Opfer zu verhöhnen. Ich habe mit Antisemitismus überhaupt nichts zu tun", betont der Rapper.


Das Video mit Farid Bang im Rahmen der Aufklärungskampagne steht online unter: https://www.youtube.com/watch?v=6RQz5Ltjpp8