Mehr Personal für die Kontaktpersonennachverfolgung

Das städtische Gesundheitsamt bekommt in dieser Woche 20 zusätzliche Mitarbeiter, eine weitere Aufstockung ist bereits in Planung.

Die weiter ansteigende Zahl auftretender Corona-Neuinfektionen stellt die Landeshauptstadt Düsseldorf vor große Herausforderungen.

Vor allem der Bereich der Kontaktpersonennachverfolgung ist bei hohen Inzidenzzahlen sehr belastet. Neben der reinen Benachrichtigung und den Quarantäneverfügungen an Neuinfizierte, muss dieser Bereich auch die Kontaktpersonennachverfolgung leisten – damit Infektionsketten möglichst durchbrochen werden.

Für diese Aufgabe braucht das Amt in den kommenden Wochen deutlich mehr Personal. Bereits in der vergangenen Woche hat die Verwaltungskonferenz mit Oberbürgermeister Thomas Geisel an der Spitze die Weichen gestellt, um diese Personalanforderungen zu meistern.

In diesem Zusammenhang wurden frühzeitig wichtige Weichen gestellt: Engagierte und erfahrene Führungskräfte der Verwaltung unterstützen bereits seit Monaten die Kontaktpersonennachverfolgung. Der aktuell schnell ansteigende Personalbedarf wird mit einem Mix unterschiedlicher Maßnahmen gedeckt. Hierzu gehört der Einsatz von Auszubildenden und Studenten, die befristete Einstellung von Arbeitnehmern (u.a. von Beschäftigten der Fa. Kaufhof/Karstadt) und Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit). Aufgrund der aktuellen Situation werden nun verstärkt Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ämtern die Aufgabe der Kontaktpersonennachverfolgung unterstützen.

Bereits ab Mitte dieser Woche werden 20 Mitarbeitende aus anderen Bereichen der Stadtverwaltung dem Gesundheitsamt zur Verfügung gestellt. Sie werden dort die Kontaktpersonennachverfolgung verstärken. Sämtliche dieser Mitarbeitenden haben bereits Vorerfahrung. Sie waren bereits bei der ersten Infektionswelle im Frühjahr vorübergehend zur Bekämpfung der Pandemie im Einsatz.

Neben diesen ersten Verstärkungen werden zurzeit weitere zeitlich befristete Versetzungen innerhalb der Stadtverwaltung geprüft. Zahlreiche Mitarbeiter haben freiwillig ihre Bereitschaft bekundet, in der Kontaktpersonennachverfolgung auszuhelfen.

"Diese Bereitschaft freut mich ungemein. Das ist der Geist, der in unserer Stadtverwaltung herrscht. Wir werden diese Krise gemeinsam meistern", sagt Oberbürgermeister Thomas Geisel.

"Mit der personellen Verstärkung können wir die Kontaktpersonennachverfolgung derzeit leisten. Bei weiter steigenden Infektionszahlen muss man dann erneut reagieren", erklärt Dr. Klaus Göbels, der Leiter des Gesundheitsamtes.

Diese Reaktion könnte dann auch in der Anforderung von externen Kräften liegen. Das Land hatte in der vergangenen Woche finanzielle Mittel für auf sechs Monate befristete Einstellungen für die Kontaktpersonennachverfolgung zugesagt. Darüber hinaus hat die Landeshauptstadt die Möglichkeit, zusätzliche Kräfte bei der Bundeswehr anzufordern.