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Kulturamt unterstützt Kulturschaffende mit einem Hilfsfonds

Hilfsfonds in Höhe von 730.000 Euro wurde aufgelegt/Anträge können bis zum 15. Juli via E-Mail gestellt werden

24.06.2020, 11:55

Zur Unterstützung von unter den Folgen der Corona-Pandemie leidenden Kulturschaffenden in Düsseldorf legt das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf einen Hilfsfonds in Höhe von 730.000 Euro auf. Der Rat der Stadt hat in seiner Sitzung am 18. Juni den Hilfsfonds beschlossen und so den Weg für die Vergabe der Fördermittel an die Kultureinrichtungen geebnet.

"Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, den Hilfsfonds aus den aktuell im Haushalt zur Verfügung stehenden Mitteln einzurichten. Es ist ein wichtiger Akt der Solidarität innerhalb der Kultur. Der Hilfsfonds stellt einen wichtigen städtischen Beitrag zur Sicherung des kulturellen Lebens in unserer Stadt dar, auch wenn mir bewusst ist, dass wir damit sicherlich nicht jeder Notsituation gerecht werden können", sagt Kulturdezernent Hans-Georg Lohe.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auch für die Kulturschaffenden in Düsseldorf vielfach existenzbedrohend und gleichzeitig eine Gefahr für die kulturelle Vielfalt der Stadt, die in einem erheblichen Maße auch von nicht öffentlich geförderten Einrichtungen getragen wird.

Seit Beginn der Corona-Krise steht das Kulturamt im intensiven Austausch mit vielen Kulturschaffenden in Düsseldorf, die durch die Krise in wirtschaftliche Not geraten sind. An einigen Stellen konnte das Kulturamt schnell und unbürokratisch helfen, wie zum Beispiel durch die Zahlung von Ausfallhonoraren, Mietstundungen oder vorgezogene Zuschusszahlungen. Schnell war den Verantwortlichen jedoch klar, dass es einer größeren finanziellen Unterstützungsmaßnahme bedurfte.

Besonders gefährdet sind die Kultureinrichtungen, die sich im Wesentlichen über Eintrittsgelder oder Teilnahmegebühren finanzieren. Das betrifft traditionsreiche private Theater ebenso wie kleine künstlerische Initiativen, denen der Hilfsfonds helfen soll, ihre wirtschaftliche und künstlerische Zukunft zu sichern.

Empfänger der Unterstützungsleistungen
Aus dem Hilfsfonds in Höhe von 730.000 Euro fließen Zuschüsse in Höhe von knapp 600.000 Euro an Privattheater und langjährig oder vereinzelt geförderte Kultureinrichtungen, wie an das "tanzhaus nrw", das "zakk", das Düsseldorfer Marionettentheater, das Puppentheater an der Helmholtzstraße, das Theater an der Luegallee, das Theater Flin, die Jazz-Schmiede, das "Kom(m)ödchen" und das Theater an der Kö.

Darüber hinaus richtet sich der Hilfsfonds auch an freie Kulturbetriebe und Kulturvereine, die durch den Ausfall von Veranstaltungen, bedingt durch die Coronakrise, in ihrer Existenz gefährdet sind. Hierfür stehen circa 130.000 Euro zur Verfügung. Antragsberechtigt sind freie Kultureinrichtungen sowie freie Kulturorte oder -vereine mit eigenen Räumen in Düsseldorf,

• die für ihr künstlerisch-kulturelles und kreativwirtschaftliches Programm bereits ausgezeichnet (zum Beispiel durch Preise, Stipendien, Ehrungen) und/oder durch die öffentliche Hand, eine öffentlich-rechtliche oder eine privatrechtliche Stiftung gefördert wurden,

• die 2019 mindestens 24 Kulturveranstaltungen (Konzerte, DJ-Sets, Lesungen, Ausstellungen, Aufführungen, Talks, sonstige Kulturangebote) in Düsseldorf durchgeführt haben,

• deren räumliche Kapazität auf maximal 200 Personen ausgelegt ist.

Die Stadt vergibt ihre Fördermittel ergänzend zu der vorrangigen Förderung aus Landes- oder Bundesmitteln.

Das Antragsformular ist unter folgendem Link zu finden www.duesseldorf.de/kulturamt/hilfsfonds.html

Anträge können ab sofort bis zum 15. Juli ausschließlich per E-Mail beim Kulturamt unter folgender Adresse gestellt werden:

hilfsfonds41@duesseldorf.de

Die Anträge werden nach Eingangsdatum bearbeitet. Über die Vergabe wird zeitnah nach dem 15. Juli entschieden.