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Kitas starten in den eingeschränkten Regelbetrieb

Ab Montag, 8. Juni, wechselt Nordrhein-Westfalen bei der Kindertagesbetreuung von der bisherigen Notbetreuung in den sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb. Wie in ganz NRW kehren dann in Düsseldorf alle Kinder mit Betreuungsvertrag - insgesamt 24.000 Mädchen und Jungen im Alter von unter 1 bis 6 Jahren - in die Kitas zurück.

05.06.2020, 16:30

Für 10.000 Kinder wurde während des Corona-Lockdowns eine Notbetreuung in Anspruch genommen. Damit auch alles so reibungslos wie möglich funktioniert, wurden in enger Abstimmung mit den freien Trägern der Kindertagesstätten und den Tagespflegepersonen unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes die notwendigen Vorkehrungen getroffen.

Für die Aufnahme des eingeschränkten Regelbetriebs ist vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) eine Reduzierung der ursprünglich festgesetzten Betreuungsumfänge von 10 Wochenstunden vorgesehen, so dass im Umfang von 15, 25 beziehungsweise 35 Stunden betreut werden kann. An diese Vorgaben hält sich die Stadt Düsseldorf zum "Restart" am Montag. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, zugleich Beigeordneter für Jugend, Schule, Soziales und Sport: "Wir sind froh, dass es am Montag wieder losgeht und wir den Betrieb in den 103 städtischen Kitas und bei den freien Trägern in diesem Umfang garantieren können". Ziel sei es, das Angebot möglichst schnell wieder auf das Niveau vor dem Corona-Lockdown hochzufahren, um den individuellen Betreuungsbedarf zu decken. "Wichtig ist jetzt aber erst einmal, den Start richtig hinzubekommen. Dann kann man nachsteuern", sagt Hintzsche.

Der "Restart" der Kitas muss unter erschwerten Bedingungen gemeistert werden, da einige der in Kitas tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Risikogruppen angehören, für die derzeit eine Beschäftigung im Bereich der Kitas gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes nicht vorgesehen ist. Somit können nicht alle Beschäftigten uneingeschränkt eingesetzt werden. "Etwa 20 bis 30 Prozent der Erzieherinnen und Erzieher gehören zur Risikogruppe und können zunächst nicht eingesetzt werden. Es wird jedoch mit Hochdruck an Lösungen gearbeitet, Personal aus anderen Bereichen einzusetzen. Hierbei muss natürlich immer auch die Bindung der Kinder zu ihnen bekannten Personen sichergestellt sein. Personal, das bislang für besondere Angebote abgestellt war, kann ebenfalls zur Betreuung herangezogen werden", erklärt Jugendamtsleiter Johannes Horn.

Eine weitere Besonderheit, die weiterhin den Alltag in den Kitas mit bestimmen wird, sind die besonderen Hygienebedingungen, die weiterhin eingehalten werden müssen, um auch in Zukunft die Verbreitung des Coronavirus' möglichst zu verhindern. Dies wird für Kinder wie Eltern und auch das Personal eine Umstellung des gewohnten Kita-Betriebes bedeuten. So darf beispielsweise nur im festen Gruppenverbund gearbeitet werden, was gruppenübergreifende Angebote bis auf Weiteres auschließt.

Auch sollten Eltern ihr Kind nur dann in die Kita hineinbegleiten, wenn es sich in der Eingewöhnung befindet oder es andere zwingende pädagogische Gründe gibt, die jedoch mit dem Personal abzustimmen sind. Ein Mund-Nasen-Schutz bei der Übergabe des Kindes sollte für Eltern und Personal selbstverständlich sein. Die Eltern, die zur Eingewöhnung bleiben, sollten sich nach dem Betreten der Kita die Hände desinfizieren und während der gesamten Zeit ihres Aufenthaltes einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Für den "Restart" in den eingeschränkten Regelbetrieb der Kinderbetreuung hat das Jugendamt auf der Basis der vom MKFFI erstellten Handreichung einen Leitfaden für die Kitas erstellt, der alltagspraktische Regelungen im Bereich der Hygienesicherung trifft. "Es ist eine besondere Herausforderung unter den strengen Regularien und Vorkehrungen zum Schutz der Kinder und der Beschäftigten diesen Restart zu meistern. Aber wir freuen uns darauf, diesen großen Schritt in Richtung Normalität nun vollziehen und somit auch den Erziehungsberechtigten in dieser Stadt weitere Entlastung ermöglichen zu können", sagt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.