Fast jeder fünfte Infizierte mit britischer Virus-Variante

Um bei einer möglichen Verbreitung der Coronavirus-Variante B1.1.7 schnell Maßnahmen ergreifen zu können, lässt die Landeshauptstadt Düsseldorf seit dem 1. Februar 2021 alle positiven PCR-Proben aus dem städtischen Testzentrum und den mobilen Testdiensten der Stadt zusätzlich auf Virus-Mutationen untersuchen. Bisher konnte in 34 Fällen die britische Virus-Variante nachgewiesen werden.

Das sind 19,5 Prozent der untersuchten positiven Proben und damit fast jeder fünfte Infizierte.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller betont, wie wichtig die konsequente Einhaltung der AHA+A+L-Formel (Abstand halten, Hygienemaßnahmen beachten, Alltagsmasken bzw. medizinische Masken tragen, Corona-Warn-App installieren und Lüften) und das freiwillige Tragen von FFP2-Masken ist: "Nach bisherigen Erkenntnissen sind die Virus-Mutationen noch ansteckender. Daher dürfen wir - trotz eines heutigen Inzidenzwertes von unter 50 - beim Schutz für uns selbst, aber auch für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht nachlassen. Die Einhaltung der Hygieneregeln und das Tragen von FFP2-Masken, auch wo sie nicht verpflichtend sind, sind probate Mittel, um das Virus an der Verbreitung zu hindern. Ich kann alle Bürgerinnen und Bürger nur eindringlich darum bitten, diese Schutzmaßnahmen weiter umzusetzen."

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Leiter des Krisenstabs: "Der hohe Anteil der Virus-Mutationsfälle an den festgestellten Coronavirus-Infektionen zeigt, wie wichtig es ist, die Infektionskette schnell zu unterbrechen und auch die Quarantäne-Regeln zu verschärfen, um eine Ausbreitung zu verhindern."

Dr. Klaus Göbels, Leiter des Gesundheitsamtes, betont: "Zwar ist die 7-Tage-Inzidenz in Düsseldorf heute unter 50, doch dies sollte nicht zu einem nachlässigen, unvorsichtigen Verhalten führen. Die neuen Virusvarianten sind ansteckender und können sich dadurch schneller verbreiten. Durch die bekannten Schutzmaßnahmen wie die AHA+A+L-Formel kann jeder dazu beitragen, dass die Zahlen nicht wieder ansteigen."

Bislang gibt es noch keine speziellen Quarantäne-Empfehlungen des Robert Koch-Instituts für Kontaktpersonen von nachgewiesenen Infektionen mit Coronavirus-Mutationen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat sich entschieden, bei jeglichem engeren Kontakt ohne entsprechende Schutzmaßnahmen zu einer mit einer Coronavirus-Mutation infizierten Person vorsorglich bereits eine Quarantäne anzuordnen. Zudem wurden innerhalb der Kontaktpersonennachverfolgung alle Mitarbeiter*innen geschult, damit sie auch entsprechend auf Infektionen mit einer Coronavirus-Mutation reagieren können.