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Düsseldorf bereitet sich weiter vor

Ehrenamtliche Einkaufshelfer bekommen im Rathaus eine Bescheinigung. Unternehmen der so genannten kritischen Infrastruktur können ihre Beschäftigten ab jetzt vorsorglich akkreditieren lassen.

06.04.2020, 16:30

Bescheinigung für ehrenamtliche Einkaufshelfer

Die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer haben sich mit der besonderen Lage der Corona-Krise arrangiert und meistern den Alltag, ihre Freizeit und engagieren sich darüber hinaus auch Einzeln und in Gruppen, um zum Beispiel für Nachbarn, Freunde oder auch Familienangehörige in Quarantänesituationen zu sorgen. Damit es beim Einkauf nicht zu Irritationen kommt, zum Beispiel bei der Abgabe "handelsüblicher Mengen", können sich ehrenamtlich Helfende im Rathaus eine Bescheinigung ausstellen lassen, anhand derer sie sich zum Beispiel als "Einkaufshelfer" ausweisen können. Koordiniert wird dies von Helma Wassenhoven, Leiterin des Referates Ehrenamt, Social Sponsoring, Brauchtum und Veranstaltungen im Büro des Oberbürgermeisters. Anträge auf eine Bescheinigung sind per Mail zu richten an: helma.wassenhoven@duesseldorf.de

Die "Einkaufshelfer" der "zentren plus" erhalten ihre Bescheinigung direkt durch ihren Träger. Die Düsseldorfer Familienkarte gilt ebenfalls als Bescheinigung für größere Einkäufe einer Einzelperson.

Akkreditierung für Unternehmen

Darüber hinaus hat die Landeshauptstadt Düsseldorf vorsorglich ein Akkreditierungssystem eingerichtet, indem derzeit Unternehmen und Institutionen mit besonderen Aufgaben für das Gemeinwesen erfasst werden. Diese Akkreditierung ist vorgesehen, um Personen systemrelevanter Infrastrukturen mit besonderen Vorzugsrechten - falls erforderlich - auszustatten. Beispiel hierfür könnte die bevorzugte Nutzung des ÖPNV oder bevorzugte Taxifahrten sein. Dabei handelt es sich jedoch um keine Tätigkeitsbescheinigungen (beispielsweise für Fahrten zur Arbeitsstätte), wie sie teilweise von Arbeitgebern ausgegeben werden.

Die Akkreditierung ist ausschließlich über den Arbeitgeber, nicht als einzelner Beschäftigter, möglich. Bürgerinnen und Bürger, die nicht zur systemrelevanten Infrastruktur mit besonderen Aufgaben gehören, werden dadurch in keiner Weise eingeschränkt.

Unternehmen und Organisationen dieser systemrelevanten Bereiche können sich an das Akkreditierungszentrum unter Telefon 0211-8990060 wenden, um sich registrieren zu lassen. Die Registrierungsstelle ist besetzt von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 15 Uhr.

Beispiele für systemrelevante Bereiche sind unter anderem Energie- und Trinkwasserversorger, Entsorgungsbetriebe sowie Unternehmen der Lebensmittelproduktion, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Banken, Verkehrsbetriebe, Öffentliche Verwaltungen, Soziale Einrichtungen, aber auch Handwerker-Notdienste.