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Der OSD in Coronazeiten

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Ordnungs- und Servicedienstes informieren und kümmern sich in diesen Wochen um die Einhaltung der Coronaschutzverordnung - manchmal sind es aber auch ganz menschliche Nöte, bei denen sie weiterhelfen.

08.04.2020, 16:45

Das Thema Corona bestimmt im Moment auch die Einsatzlage des städtischen Ordnungs- und Servicedienstes. So nahm das Team von Holger Körber, Leiter der Außendienste des Ordnungsamtes, allein seit dem 18. März, über 3.500 Anrufe mit Bezug zu Covid-19 (Coronavirus) entgegen. Nicht wenige Anrufe entpuppen sich als Fehlmeldungen, manche Anrufer sind verunsichert und erkundigen sich, wie sie sich während des von der Landesregierung verfügten Kontaktverbots verhalten sollen, andere melden wiederum echte Verstöße, gegen die der OSD dann auch einschreitet - und manche versuchen über den OSD ganz menschliche Notlagen zu lösen.

"Kurios war dabei sicherlich der Anruf eines aufgeregten wie verärgerten älteren Herrens, der sich beim Ordnungs- und Servicedienst meldete und die 'Ordnungshüter' der Stadt aufforderte, endlich dafür zu sorgen, dass wieder genug Toilettenpapier in den Supermärkten des Stadtteils angeboten werde", berichtet Holger Körber, dessen Ordnungsamtskräfte in diesem Fall nicht weiterhelfen konnten.

Anders sah es im Fall einer 85 Jahre alten Dame aus, die sich glücklich schätzte, dass sie nach langer Suche doch noch ein Paket Toilettenpapier in einem Supermarkt ergattern konnte. Das Glück währte aber nur bis zur Kasse des Geschäfts, denn dort stellte sie fest, dass sie ihr Portemonaie zu Hause vergessen hatte. Zwei OSDler, die auf ihrem Streifengang auch den Supermarkt inspizierten, bekamen das Dilemma der Seniorin mit - und "schritten" ein: Kurzerhand übernahmen sie privat die knapp vier Euro für das Paket - und sorgten so doch noch für ein glückliches Ende einer langen Suche nach dem derzeit äußerst begehrten mehrlagigen Papierprodukt. Die Dame war überglücklich.