Coronaschutz: OSD räumt Freitreppe am Burgplatz

Die Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes der Landeshauptstadt Düsseldorf (OSD) mussten von Freitag, 30. Oktober, bis Sonntag, 1. November, insgesamt 135 Hinweisen auf Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung nachgehen. In diesem Zeitraum wurden auch die Sperrzeit und das Alkoholausschankverbot kontrolliert.

Einsätze am Freitag, 30. Oktober
Bei einer Kontrolle einer Gaststätte in Garath stellten OSD-Mitarbeiter Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung in Verbindung mit der Anlage "Hygiene und Infektionsschutzstandards" fest. Die zulässige Gastanzahl an den einzelnen Tischen wurde deutlich überschritten und damit der Mindestabstand nicht eingehalten. Die Mitarbeiter trugen zudem ihre Mund-Nasen-Bedeckungen unter dem Kinn. Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde eingeleitet.

Außerdem stellten Dienstkräfte des OSD in einer Shishabar im Zooviertel Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung und das Tabaksteuergesetz fest. Über 100 Tabakdosen wurden sichergestellt, ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde eingeleitet.

Einsätze am Samstag, 31. Oktober
Während des Tagesdiensts begleiteten Mitarbeiter des OSD eine Versammlung von Coronaschutz-Gegnern. Dabei trugen zahlreiche Teilnehmer keine Mund-Nasen-Bedeckung und hielten den Mindestabstand nicht ein. Von 25 Teilnehmern wurden die Personalien aufgenommen. 21 Teilnehmer legten im Zuge der Kontrolle Atteste vor. Die Echtheit dieser Dokumente wird noch geprüft. Sollte sich herausstellen, dass ein Missbrauch vorliegt, werden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Gegen vier Teilnehmer wurde sofort ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Am Abend forderten Dienstkräfte des OSD viele Besucher der Altstadt auf, der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nachzukommen.

Bei einer Gaststätte in der Liefergasse stellten OSD-Mitarbeiter wiederholt Partybetrieb inklusive eines gesanglichen Live-Auftritts fest. Sowohl Gäste als auch Mitarbeiter hielten sich nicht an die Regelungen der Coronaschutzverordnung. Die OSD-Dienstkräfte untersagten den weiteren Betrieb. Die Gaststätte wurde durch einen hinzugerufenen Schlüsseldienst auf der Stelle verschlossen und versiegelt. Ein Entzug der Gaststättenkonzession und ein Bußgeldverfahren wurden eingeleitet.

Außerdem hielten sich zahlreiche Menschen auf der Freitreppe am Burgplatz auf. Der OSD räumte daher zusammen mit der Polizei um 1 Uhr die Freitreppe.

Einsätze am Sonntag, 1. November
Am Nachmittag lösten Einsatzkräfte des OSD zusammen mit der Polizei eine Ansammlung von zehn Menschen in der Altstadt auf, die weder Mund-Nasen-Bedeckung trugen noch den Mindestabstand einhielten. Ordnungswirdrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.

Bei der in der Nacht zuvor versiegelten Gaststätte an der Liefergasse stellten OSD-Mitarbeiter zudem Siegelbruch fest. Entsprechende Strafanzeige wurde bei der Polizei gestellt.

OSD-Einsatzzahlen
Insgesamt verzeichnete der OSD von Freitag, 30. Oktober, bis einschließlich Sonntag, 1. November, 201 Einsätze, von denen 135 im Zusammenhang mit der Überwachung oder Durchsetzung der Coronaschutzverordnung standen. Die Gesamtzahl der qualifizierten Gesamteinsätze des OSD seit dem 18. März 2020 beziffert sich auf 13.638, von denen 7.184 Bezug zur Umsetzung der Coronaschutzverordnung hatten. Darunter befanden sich seit dem 1. Oktober 40 Kontrollen privater Feiern. 93 Anrufe zum Thema gingen in den vergangenen drei Tagen bei der Leitstelle des OSD ein. Die Gesamtzahl der zum Thema "Corona" seit dem 18. März 2020 in der Leitstelle eingegangenen Anrufe beläuft sich auf 10.583.