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Coronaschutz: OSD führt erneut stadtweite Kontrollen durch

65 Einsätze im Zusammenhang mit der Überwachung oder Durchsetzung der Coronaschutzverordnung des Landes verzeichnete der städtische Ordnungs- und Servicedienst (OSD) am Donnerstag, 9. Juli. Im gleichen Zeitraum erhielt die Leitstelle 20 Anrufe zum Thema. Die Gesamtzahl der seit dem 18. März zum Thema "Corona" in der Leitstelle des OSD eingegangenen Anrufe erhöhte sich auf 8.381.

10.07.2020, 14:20

Auch am gestrigen Donnerstag, 9. Juli, kontrollierten die Einsatzkräfte des OSD wieder zahlreiche Restaurants, Imbisse, Kioske, Bäckereien und weitere Betriebe auf die Einhaltung der Coronaschutzverordnung. Insgesamt wurden 35 Betriebe im gesamten Stadtgebiet kontrolliert. Dreizehn Kontrollen ergaben keine Beanstandungen. Bei dreizehn weiteren Betrieben wurden lediglich leichte Mängel festgestellt.

Ordnungsamtsleiter Michael Zimmermann: "Bei unseren Kontrollen sind uns zahlreiche Betriebe in ganz Düsseldorf durch ihren vorbildlichen Umgang mit der Coronaschutzverordnung positiv aufgefallen. Über diese Entwicklung bin ich sehr froh, denn nur so wird es uns gelingen das Coronavirus nachhaltig einzudämmen."

Neun Betriebe fielen im Zuge der Kontrollen jedoch negativ aus dem Rahmen. Dort waren die festgestellten Mängel so erheblich, dass Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden mussten. So zum Beispiel in einem Restaurant in Derendorf: Dort befanden sich zum Zeitpunkt der Kontrolle rund 60 Gäste, von denen keiner den vorgeschriebenen Mindestabstand einhielt. Auch an Tischen, welche augenscheinlich durch rotes Klebeband als gesperrt deklariert waren, saßen Gäste und verzehrten Speisen und Getränke. Das vorgeschriebene Handdesinfektionsmittel für die Gäste war ebenfalls nicht vorhanden. Aufgrund dieser Verstöße forderten die OSD-Mitarbeiter den Gaststättenbetreiber auf, seinen Betrieb zu schließen, bis alle Auflagen der Coronaschutzverordnung erfüllt sind. Auch in der Altstadt sowie in Oberbilk mussten die Einsatzkräfte insgesamt drei Gaststätten aufgrund von gravierenden Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung schließen.

In Benrath trug ein Fahrlehrer keinen Mund-Nasenschutz, obwohl er sich mit einer Fahrschülerin, die ordnungsgemäß einen Mund-Nasenschutz trug, im Auto befand. Der Mund-Nasenschutz ist gemäß der Coronaschutzverordnung beim praktischen Fahrunterricht vorgeschrieben. Gegen den Fahrlehrer wurde umgehend ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Außerhalb von Corona gab es auch in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wieder Probleme mit einer großen Anzahl von jungen Erwachsenen. Auf dem Fürstenplatz in Friedrichstadt hielten sich gegen 23 Uhr rund 50 Personen lärmend und störend auf dem Spielplatz auf. Bei der Ansprache der Einsatzkräfte zeigten sich einige Personen verbal aggressiv, warfen den Einsatzkräften Rassismus vor und forderten provozierend dazu auf, Gewalt gegen sie einzusetzen. Erst mit weiteren angeforderten Einsatzkräften des OSD und nach intensiven und deutlichen Ansprachen verließen die Personen den Spielplatz.