Zum Hauptinhalt

Coronaschutz: Gastronomie im Fokus

33 Einsätze im Zusammenhang mit der Überwachung oder Durchsetzung der Coronaschutzverordnung registrierte der städtische Ordnungs- und Servicedienst (OSD) am Donnerstag, 18. Juni. 25 Anrufe zum Thema gingen bei der Leitstelle des OSD ein, sodass die Gesamtzahl der Anrufe seit dem 18. März auf 7.835 anstieg.

19.06.2020, 15:15

Die OSD-Kontrolle eines Restaurants in Flingern nach Mitternacht ergab, dass nahezu sämtliche Hygieneanforderungen im Zusammenhang mit der Coronaschutzverordnung nicht eingehalten wurden. Da der Betrieb zu diesem Zeitpunkt ohnehin schließen wollte und keine Besucher mehr zugegen waren, wurde zunächst auf Sanktionen verzichtet. Allerdings wurde der anwesende Mitarbeiter auf eine Nachkontrolle am Abend hingewiesen. Bei der angekündigten Begutachtung durch den OSD-Spätdienst wurden weiterhin Verstöße festgestellt. Zwar wiesen die Tische im Lokal mittlerweile den vorgeschriebenen Mindestabstand auf und das zuvor fehlende Desinfektionsmittel war nunmehr vorhanden. Allerdings mussten sich die Gäste wie bei der Begehung nach Mitternacht ihr Besteck unzulässigerweise aus einer frei zugänglichen Besteckkiste nehmen. Zudem war weder ein Kontaktformular noch ein Sitzplan ausgelegt.

Der anwesende Inhaber wurde daraufhin auf den 17 Punkte umfassenden Anforderungskatalog der Coronaschutzverordnung hingewiesen. Nachdem dieser sich uneinsichtig zeigte und angab, die Anforderungen nicht erfüllen zu können, wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Darüber hinaus wurden mehrer Gaststätten in der Innenstadt aufgrund von eingegangenen Hinweisen auf diverse Verstöße gegen die Hygienebestimmungen der Coronaschutzverordnung gezielt aufgesucht. Die gemeldeten vorgeblichen Verstöße bestätigten sich bei diesen Kontrollen aber nicht.