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Coronaschutz: Drei Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Gastronomen eingeleitet

Bei den Einsätzen im Zusammenhang mit der Überwachung oder Durchsetzung der Coronaschutzverordnung des Landes haben die Mitarbeiter des städtischen Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) am Mittwoch, 12. August, bei drei Gastronomiebetrieben erhebliche Mängel festgestellt.

13.08.2020, 16:15

Einsatzkräfte des OSD reagierten auf eine Beschwerde und kontrollierten einen Gastronomiebetrieb in Wersten. Dabei wurde festgestellt: Es wurden weder im Eingangsbereich noch auf den Toiletten Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Salz- und Pfefferstreuer standen zudem auf den Tischen. Außerdem wurden die Kontaktlisten nicht richtig geführt, und es konnten keine Raumskizze und keine Datenschutzverordnung vorgelegt werden. Der Inhaber musste die Mängel umgehend beheben und seine Küche reinigen. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wurde eingeleitet. Die Einsatzkräfte werden wiederkommen und überprüfen, ob alle Verstöße behoben wurden.

In einer Pizzeria in Eller fiel einer OSD-Streife auf, dass keiner der Mitarbeiter eine Mund-Nasen-Bedeckung trug und es auch keinen Hinweis auf die Maskenpflicht gab. Mindestabstände wurden nicht eingehalten. Fehler beim Ausfüllen der Kontaktlisten, fehlende Raumskizzen und Tischnummern erschweren eine eventuelle Rückverfolgung von Infektionsketten. Außerdem gab es keine Desinfektionsmittel und keine Spülmaschine. Die Inhaberin kam der Aufforderung, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, nur zögerlich nach. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wurde eingeleitet. Der OSD wird die Beseitigung der Mängel kontrollieren.

Weitere Ordnungswidrigkeiten stellten die Einsatzkräfte in einem Gastro-Betrieb in der Altstadt fest. Am Eingang stand kein Desinfektionsmittel zur Verfügung, zudem konnte keine Raumskizze vorgelegt werden. Ansonsten konnte der OSD keine Verstöße in der Altstadt feststellen. Auch die Mindestabstände wurden eingehalten.

Einsatzzahlen OSD
Insgesamt verzeichnete das Ordnungsamt am Mittwoch, 12. August, 71 Einsätze, von denen elf im Zusammenhang mit der Überwachung oder Durchsetzung der Coronaschutzverordnung standen. Von den elf Einsätzen mit Corona-Bezug konnten acht ohne Feststellungen beziehungsweise mit geringen Mängeln, die direkt behoben wurden, abgeschlossen werden. Seit 18. März summiert sich die Zahl der Einsätze des OSD auf 8.538 qualifizierte Gesamteinsätze, wovon 4.904 Bezug zur Umsetzung der Coronaschutzverordnung hatten. Die Leitstelle des OSD erhielt am Mittwoch, 12. August, zehn Anrufe zum Thema Coronaschutz. Die Gesamtzahl der seit dem 18. März zum Thema "Corona" in der Leitstelle des OSD eingegangenen Anrufe erhöhte sich auf 9.120.