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Corona: Reihentestungen in Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände beginnen

Ab sofort Reihentestungen in Abstimmung mit den Trägern, Start ist im Altenheim Nelly-Sachs-Haus.

05.05.2020, 17:25

Die Landeshauptstadt Düsseldorf kommt dem aktuellen Wunsch nach Reihentestungen aus dem Verband der Freien Wohlfahrtspflege in der Landeshauptstadt Düsseldorf (LIGA) - wozu Caritas, Diakonie, DRK, Awo, der Paritätische sowie die Jüdische Gemeinde gehören - nach. Mit den ersten freiwilligen Reihentestungen in Alten- und Pflegeheimen der Verbände der LIGA wurde bereits am heutigen Dienstag, 5. Mai, begonnen. Den Start hat das Altenheim Nelly-Sachs-Haus gemacht. Morgen, Mittwoch, 6. Mai, wird das Altenzentrum St. Martin folgen.

In welchen Einrichtungen Reihentestungen wann durchgeführt werden, wird ab sofort mit den einzelnen Trägern abgestimmt. Die Mund- und Rachenabstriche im Rahmen der Reihentestungen nehmen Mitarbeiter des Gesundheitsamts - unter Beachtung der Infektionsschutzvorkehrungen - vor.

Mit umfangreichen Hygienestandards, der konsequenten Isolierung der Einrichtungen mit Besuchsverboten sowie einem zielgerichteten Handeln im Fall von Erkrankungen von Mitarbeitern mit Covid-19, konnte bisher weitestgehend eine Erkrankung von Senioren in den stationären Einrichtungen in Düsseldorf vermieden werden. Mit den Reihentestungen haben die Verbände nun eine weitere Möglichkeit, die Verbreitung des Virus zu minimieren.

Darüber hinaus betreibt die Stadt etwa in Flüchtlingsunterkünften wie bisher auch in Alten- und Pflegeheimen, in denen Covid-19-Fälle aufgetreten sind, die sogenannte aktive Fallfindung. Das heißt, das mobile Abstrichteam geht in solchen Fällen aktiv auf die Menschen zu, damit mögliche neue Fälle so schnell wie möglich entdeckt werden. Sobald das geringste Symptom auftritt, wird getestet.

Die Tests auf das Coronavirus sind aktuell einem breiten Personenkreis zugänglich: Jeder, der in Düsseldorf wohnt oder arbeitet und ein Krankheitssymptom wie zum Beispiel trockenen Husten, Halsschmerzen, Atemnot oder Fieber zeigt, kann sich testen lassen. Die bisherige Kapazität wurde zuletzt auf rund 800 Tests pro Tag erhöht.

"Viel wichtiger und wirksamer als Testungen aber ist das Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln sowie der Maskenpflicht. Diese Schutzvorkehrungen sind entscheidend, um eine weitere Zunahme der Corona-Fälle zu verhindern. Zudem werden dadurch Risikogruppen besser vor Infektionen geschützt", betont Dr. Klaus Göbels, Leiter des Gesundheitsamtes.