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Abstands- und Hygieneregeln weiterhin einhalten!

Coronazahlen steigen wieder: Die Stadt Düsseldorf appelliert, sich an die Abstands- und Hygieneregeln sowie an die Maskenpflicht zu halten, um die gewonnenen Lockerungen nicht durch sorgloses Verhalten zu riskieren.

23.06.2020, 15:35

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt seit Dienstag, 16. Juni, stadtweit an und die 7-Tages-Inzidenz – welche die Neuerkrankungen in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner angibt – erreichte gestern, 23. Juni, einen Wert von 18,2. "Dies kann ganz unterschiedliche Gründe haben und neben der aktiven Fallfindung und den hohen Abstrichzahlen in Düsseldorf auch mit einer gewissen Sorglosigkeit zusammenhängen", stellt Gesundheitsamtsleiter Dr. Klaus Göbels fest. Das Einhalten von Kontaktbeschränkungen, Abstandsgebot, Maskenpflicht, allgemeinen Hygieneempfehlungen und Quarantäne mindern die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2. Zusammenkünfte und achtloses Verhalten begünstigen die Verbreitung von COVID-19 und führen zu Neuinfektionen.

Oberbürgermeister Thomas Geisel betont: "Die gegenwärtigen Lockerungen lassen das Coronavirus in den Köpfen vieler Menschen in den Hintergrund rücken. Doch damit es nicht zu einem nennenswerten Anstieg der Neuinfektionen kommt und dann weitere Beschränkungen ausgesprochen werden müssen, bitten wir alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer ausdrücklich: Nehmen Sie aufeinander Rücksicht und halten Sie sich an die Abstands- und Hygieneregeln sowie an die Maskenpflicht! Denn die erreichten Lockerungen und der Weg in die Normalität dürfen nicht durch Leichtsinn aufs Spiel gesetzt werden."

"Nur gemeinsam können wir einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenwirken. Jeder kann und muss dazu aktiv beitragen", erklärt Dr. Göbels. "Denn die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden, und die Schutzmaßnahmen – wie die Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht – sind wichtige und wirksame Grundlagen, um eine Verbreitung von COVID-19 zu minimieren und letztlich sich selbst und seine Mitmenschen zu schützen. Nur so kann verhindert werden, dass es wieder zu Einschränkungen kommt."

Im Rahmen der aktiven Fallfindung werden Reihentestungen in Düsseldorfer Gemeinschaftsunterkünften (Senioren-, Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen) durchgeführt. Dort werden beim Auftreten positiver Fälle alle Personen ungeachtet der Symptomatik abgestrichen, um Infektionsketten möglichst früh nachzuvollziehen und zu unterbrechen. Durch diese regelmäßigen Testungen auch asymptomatischer Personen werden auch solche Fälle diagnostiziert, die sonst unentdeckt geblieben wären. Dementsprechend höhere Zahlen für Düsseldorf können die Folge sein. Denn je mehr Tests durchgeführt werden, umso größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, infizierte Personen zu ermitteln.


Um einen erneuten Anstieg der Neuinfektionen zu vermeiden und der Weiterverbreitung des Virus erfolgreich entgegenzuwirken, haben Bund und Länder eine Obergrenze bestimmt: Ab einer Zahl von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen müssen weitreichende Beschränkungen wieder eingeleitet werden.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat zudem im Mai einen vorsorglichen Stufenplan vorgestellt, mit dem bei Erhöhung der Neuinfektionen schnell reagiert und frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden können. Der Stufenplan ist mit einem Ampelsystem vergleichbar: Die gelbe Phase setzt dann ein, wenn mehr als 30 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in einer Woche registriert werden. Die rote Phase tritt dann in Kraft, wenn mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in 7 Tagen auftreten. Ab dieser Stufe sind Maßnahmen zur Reduktion von Neuinfektionen vorgesehen und einzuleiten. Aus einem Maßnahmenkatalog werden geeignete Schritte aktiviert, die zu weiteren Einschränkungen der Kontaktmöglichkeiten und zu einem höheren Schutz der besonders gefährdeten Personengruppen führen.

Zwar wurde – mit dem gestrigen 7-Tages-Inzidenzen von 18,2 – noch keine der beiden Stufen erreicht; doch sorglose Zusammenkünfte und achtloses Verhalten führen zusehends dazu, dass das Coronavirus sich verbreitet. Der städtische Ordnungs- und Servicedienst (OSD) musste in letzter Zeit etwa immer wieder im Zusammenhang mit der Überwachung und Durchsetzung der Coronaschutzverordnung des Landes eingreifen. Auch gegen zahlreiche Gastronomen mussten Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden. Allein 95 Einsätze verzeichnete der OSD am Wochenende von Samstag, 20. Juni, bis Sonntag, 21. Juni. Die Gesamtzahl der zum Thema "Corona" in der Leitstelle des OSD seit dem 18. März eingegangenen Anrufe erhöhte sich auf insgesamt 7.927. Welche positiven Effekte das Einhalten der Schutzmaßnahmen und Kontaktbeschränkungen haben können, zeigte sich bereits im Mai. Damals konnte dadurch die Ausbreitung des Coronavirus in ganz Deutschland verlangsamt werden.

Unter dem Motto "Nehmt Rücksicht, haltet Abstand - gebt Corona keine Chance!" erinnern auch bekannte Gesichter aus Düsseldorf daran, dass die Corona-Pandemie noch nicht überstanden ist und setzen sich auf Social Media für einen verantwortungsvollen Umgang miteinander in der Coronakrise ein. Die Videos werden nach und nach online gestellt und sind zu finden unter: www.facebook.de/duesseldorf, www.twitter.com/duesseldorf, www.youtube.com/stadtduesseldorf und www.instagram.de/duesseldorf.